Länder und Hauptstädte der Karibik

Die unabhängigen Inselstaaten im karibischen Meer im Überblick

Die Karibik aus der Luft - Ließ
Die Karibik aus der Luft - Ließ
13 Inseln und Inselgruppen der Karibik sind eigene unabhängige Staaten. Der Artikel zeigt diese Länder und ihre Hauptstädte im Überblick.

Die Karibik ist ein Traum vieler. Sie mag Christoph Columbus als solcher erschienen sein, als am 12. Oktober 1492 das grüne Eiland Guanahani vor ihm auftauchte und sie ist es auch heute noch für all jene Bürohengste, die über den Rand ihrer Kaffeetasse zum Palmenmotiv auf dem Werbekalender an der Wand hin schielen. Die Inselwelt der Karibik ist ein buntes Gemisch aus blauen Tiefen, türkisfarbenen Untiefen, grünen Regenwäldern sowie verschiedstenen Völkern und Kulturen.

Kuba, die größte Insel der Karibik

Die mit einer Fläche von 110.860 km² größte Insel der Karibik gehört zu den Großen Antillen und ist Heimat für 11,2 Millionen Menschen. 2,2 Millionen davon leben in der Hauptstadt Havanna. Die Landessprache ist Spanisch, von den Einheimischen wird ihre Capital „Ciudad de la Habana“ genannt. Die sozialistische Republik gerät durch die eingeschränkten Menschenrechte, wie zum Beispiel die der Meinungs- und Versammlungsfreiheit, immer wieder international in die Kritik.

Taucherparadies Dominikanische Republik

Die „DomRep“, wie der Name gern abgekürzt wird, teilt sich die Insel Hispaniola mit dem Staat Haiti. Hauptstadt ist Santo Domingo mit 2,73 Millionen Einwohnern. Insgesamt bewohnen den Inselstaat 9,35 Millionen Menschen. Die Landessprache ist Spanisch, doch wird auch eine Form des Kreolischen und Französisch häufig gesprochen.

Haiti, die zweitgrößte Insel der Karbik

Die Republik Haiti nimmt das westliche Drittel der Insel Hispaniola ein, der zweitgrößten Insel der Karibik. 98% der 9,7 Millionen Einwohner sprechen Kreolisch, ansonsten wird Französisch gesprochen. Hauptstadt von Haiti ist Port-au-Prince. Aufgrund der großen Armut in Haiti hat das Land mit einer großen Auswanderungswelle zu kämpfen.

Lebendiges Jamaika

Die drittgrößte der karibischen Inseln vereint einen Großteil der tropischen Klimazonen auf nur knapp 11.000 Quadratkilometern, was ihrer gebirgigen Beschaffenheit zuzuschreiben ist. 95% der drei Millionen Einwohner sind afrikanischer Abstammung, neben Englisch wird vor allem der Dialekt Patois gesprochen, eine Mischung aus Englisch und Französisch. Hauptstadt der zum Commonwealth gehörenden Monarchie ist Kingston.

Inseln über dem Winde - Antigua und Barbuda

Die beiden Inseln Antigua und Barbuda gehören zu den Kleinen Antillen und liegen im nördlichen Bereich dieser Inselgruppe, der früher auch „Inseln über dem Winde“ genannt wurde. Die Hauptstadt St John’s mit etwa 30.000 Einwohnern liegt auf Antigua. Insgesamt leben in dem Inselstaat 83.000 Menschen, die zum Großteil afrikanischer Abstammung sind. Ihre Landessprache ist Englisch, das Land gehört zum Commonwealth. Politisch gehört auch die unbewohnte Insel Redonda, die im Wesentlichen aus einem einzelnen erloschenen Vulkan besteht, zu Antigua und Barbuda.

Vulkanische Antillen - St. Kitts und Nevis

Die Föderation von St. Kitts und Nevis ist eine konstitutionelle Monarchie, die aus mehreren Inseln der nördlichen Kleinen Antillen, den Inseln über dem Winde, besteht. In der Hauptstadt Basseterre leben rund 20.000 der 46.000 Einwohner. Die meisten von ihnen sind afrikanischer Abstammung. Die Insel St. Kitts besteht aus drei Vulkangruppen. Der höchste Berg ist mit 1.156 Metern der Mount Liamugia. Er ist gleichzeitig die höchste Ergebung des Landes.

Zuckerrohrland Barbados

Die 431 Quadratkilometer große Insel Barbados liegt im Atlantik und ist die östlichste der Kleinen Antillen. Sie hat 295.000 Einwohner, 100.000 leben in der Hauptstadt Bridgetown. Die meisten von ihnen sind afrikanischer Abstammung, Landessprache ist Englisch. Der tropische Regenwald, der die Insel früher bedeckte, wurde inzwischen fast gänzlich von Zuckerrohrplantagen verdrängt.

Dominica, eine Insel der Kleinen Antillen

Das "Commonwealth Dominica" ist eine Insel der Kleinen Antillen, die zwischen den beiden französischen Übersee-Departements Guadeloupe und Martinique liegt. Unter den circa 72.000 Einwohnern sind noch etwa 500 Kariben, Nachfahren der indianischen Urbevölkerung. Hauptstadt des Inselstaates ist Roseau mit 11.000 Einwohnern. Man spricht Englisch und Patois.

Der Staat Grenada und seine Inseln

Die Commonwealth-Monarchie Grenada besteht aus mehreren Inseln der südlichen Kleinen Antillen. Die größte ist die Hauptinsel Grenada, wo der Großteil der 100.000 Einwohner lebt und auch die Hauptstadt St George’s liegt mit etwa 10.000 Bewohnern. Die meisten Menschen sind afrikanischer Abstammung, Landessprache ist Englisch. Die sehr fruchtbaren Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle des Landes.

Südseetraum St. Lucia

Die 616 Quadratkilometer große Insel gehört zu den Kleinen Antillen und liegt südlich von Martinique. Die Commonwealth-Monarchie hat 167.000 Einwohner, die in der Mehrzahl afrikanischer Herkunft sind. Gesprochen wird Englisch, aber auch Patois ist verbreitet. In der Hauptstadt Castries leben gut 50.000 Menschen. Wichtigster Arbeitgeber und Wirtschaftszweig des Inselstaates ist der Tourismus.

Inseln der Kleinen Antillen - St. Vincent und die Grenadinen

Der Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen liegt als Teil der Westindischen Inseln im Südteil der Kleinen Antillen. Neben der Hauptinsel St. Vincent, wo auch die Hauptstadt Kingstown liegt, gehören 32 Inseln der nördlichen Grenadinen zu der Commonwealth-Monarchie. Das Land hat 121.000 Einwohner, 30.000 von ihnen leben in der Hauptstadt. Die meisten sind afrikanischer Abstammung, Landessprache ist Englisch.

Sportliches Trinidad und Tobago

Trinidad ist mit 4.828 Quadratkilometern die größere Insel des Inselstaates, Tobago ist 300 Quadratkilometer groß. Die Inseln liegen nördlich von Venezuela und sind damit die südlichsten der Karibik. In der Hauptstadt Port-of-Spain leben circa 450.000 Menschen. Insgesamt hat der Inselstaat 1,3 Millionen Einwohner. Jeweils 46% sind indischer und afrikanischer Herkunft. Trinidad und Tobago hat als kleinstes Land bisher an einer Fußballweltmeisterschaft teilgenommen und hat sehr erfolgreiche Sportler in der Leichtathletik. Nationalsport ist allerdings Kricket.

Korallenwelt Bahamas

Obwohl die Bahamas im Atlantik liegen, werden sie als Teil der Westindischen Inseln noch der Karibik zugeordnet. Über 700 einzelne Inseln bilden die Bahamas. Der offizielle Landesname lautet „Commonwealth of The Bahamas“, die Hauptstadt ist Nassau auf der Insel Providence mit 212.000 Einwohnern. Damit leben etwas zwei Drittel der 325.000 Einwohner, die zu 80% afrikanischen Ursprungs sind, in der Hauptstadt. Über die Hälfte der Menschen sind im Tourismus beschäftigt, der Haupteinnahmequelle des Landes.

Quellen:

Constanze Liess, Constanze Liess

Constanze Ließ - Constanze Ließ studierte Journalismus an der Freien Journalistenschule Berlin. Sie bringt ihre Erfahrungen aus anderen Ländern ...

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