Die Stadt Chojna - Königsberg i.d.N. - im Westen von Polen

Das ehemalige Rathaus in Chojna - Harald Rossa
Das ehemalige Rathaus in Chojna - Harald Rossa
Chojna, früher Königsberg i. d. Neumark, lohnt einen Besuch. In der Stadt sind wichtige Baudenkmäler wieder hergestellt und in der Umgebung lockt Natur.

Chojna, bis 1945 brandenburgische Stadt Königsberg in der Neumark genannt, ist ein schönes Städtchen, das einen Besuch lohnt. Sie liegt im südwestlichen Teil der Woiwodschaft Zachodniepomorskie (Westpommern) und gehört zum Kreis Gryfino.

Die Stadt Chojna ist in eine reizvolle Wald- und Seenlandschaft eingebettet. Im Gebiet der Gemeinde gibt es viele interessante Wanderwege und Fahrradrouten zu den Sehenswürdigkeiten in den Ortsteilen der Gemeinde. Dazu gibt es viele Seen, die zum Schwimmen, Baden und Angeln einladen. In der Stadt sind die historischen Bauten sehenswert.

Chojna und die Nachbargemeinden Cedynia und Gryfino haben einen Anteil am Naturpark Unteres Odertal. Die Ortsteile Krajnik Dolny (Niederkränig) und Zaton Dolna (Niedersaathen) befinden sich in dem Park, wo das „Tal der Liebe“ (Dolina Milosci) ein besonders beliebtes Ausflugsziel ist.

Sehenswerte Bauten in Chojna

Die historischen Bauten in der Stadt Chojna waren am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört oder stark beschädigt. In mühevoller Arbeit sind Teile der historischen Substanz wieder hergestellt worden.

  • Das bei Kriegsende bis auf die Grundmauern zerstörte Rathaus wurde von 1977 bis 1986 als Kulturzentrum, Stadtbibliothek und Gaststätte wieder aufgebaut.
  • Die Kirche St. Marien aus der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts ist ein Werk des Baumeisters Hinrich Brunsberg. Seit 1994 wird die kriegszerstörte Kirche wieder aufgebaut, und zwar als europäisches Projekt in deutsch-polnischer Zusammenarbeit. 1997 wurde das Dach des Kirchenschiffes gedeckt, im Jahre 2003 wurde der Turmhelm des neogotischen Turmes aus dem 19. Jahrhundert wiederhergestellt. Seit 2009 zeigt die Turmuhr wieder die Zeit an und der Turm kann erklommen werden. Vorläufig abgeschlossen wurden Arbeiten an den Umgangskapellen. Aber St. Marien in Chojna ist weiterhin eine Baustelle.
  • Das Kloster der Augustiner aus dem 13. bis 15. Jahrhundert
  • Die Stadtmauer mit den Tortürmen des Schwedter und des Barnikower Tors
  • Die Ruine der Kapelle St. Gertrud aus dem 15. Jahrhundert
  • Das Ehrenmal für den schwedischen Königs Gustav Adolf aus dem 18. Jahrhundert

Sehenswerte Bauten in der Umgebung von Chojna

  • Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert in Brwice (Blankenfelde)
  • Gotische Kirche aus dem 13. Jahrhundert in Krzymow (Hanseberg)
  • Romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert in Mêtno (Mantel)
  • Romanische Templerkapelle in Rurka (Rörchen)
  • Barockes und klassizistisches Schloss in Krzymow (Hanseberg) mit Park

Essen und Trinken in Chojna

Im Gewölbekeller des alten Rathauses bietet das Restaurant Rycerska in historischem Ambiente eine große Auswahl von Speisen und Getränken zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Oft empfohlen wird das Restaurant Piastowska in der ul. Jagiellonska 30.

Zur Geschichte von Chojna

Ein eigener Beitrag „Die Geschichte von Chojna (Königsberg i.d.N.) im Westen von Polen“ gibt einen Überblick zur Geschichte der Stadt Chojna.

Lage und Anreise

Die Stadt Chojna liegt etwa 12 Kilometer östlich der Oder und rund 60 Kilometer südlich von Szczecin (Stettin) an der Eisenbahnlinie von Szczecin über Kostrzyn (Küstrin) nach Wroclaw (Breslau). Nach Berlin sind es ganze 100 Kilometer. An der Oder ist auf der deutschen Seite die Stadt Schwedt der Nachbar. Zwischen Schwedt und Chojna besteht eine Städtepartnerschaft.

Mit dem Auto ist Chojna aus Richtung Berlin von der Abfahrt Hohenschönhausen an der A 10 über die B 158 zu erreichen. Die führt über Bad Freienwalde und Cedynia (Zehden) direkt nach Chojna. Aus Norden wird Schwedt angesteuert. Vom Dreieck Uckermark führt die B 158 direkt nach Schwedt und weiter nach Chojna.

Per Bahn geht es aus Deutschland ab Berlin-Lichtenberg mit der Linie OE 36 der Ostdeutschen Eisenbahn nach Kostrzyn (Küstrin). Dort umsteigen in einen Zug Richtung Szczecin bis Chojna.

Die sanft geschwungene Hügellandschaft beiderseits der Oder ist ideal für Radtouren. Für die Anreise bietet sich der Oder-Neiße-Radweg an.

Steckbrief der Gemeinde Chojna

  • Staat: Polen
  • Woiwodschaft: Zachodniepomorskie (Westpommern)
  • Landkreis: Gryfino (Greifenhagen)
  • Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
  • Gemeindegliederung: Stadt Chojna, 22 Ortsteile (Schulzenämter) mit 45 Ortschaften
  • Fläche: 332,89 Quadratkilometer
  • Einwohner am 30.6.2008: 14.050
  • Ortsteile (Schulzenämter): Bialegi (Belgen), Brwice (Blankenfelde), Czartoryja (Wedell), Garnowo (Reichenfelde), Godków (Jädickendorf), Godków-Osiedle (Bahnhof Jädickendorf), Grabowo (Grabow), Grzybno (Thänsdorf), Jelenin (Gellen), Kamienny Jaz (Steinwehr), Krajnik Dolny (Nieder Kränig), Krajnik Górny (Hohenkränig), Krzymów (Hanseberg), Laziszcze (Engels Losse), Lisie Pole (Uchtdorf), Metno (Mantel), Narost (Nordhausen), Nawodna (Nahausen), Rurka (Rörchen), Stoki (Rehdorf), Strzelczyn (Jädersdorf), Zaton Dolna (Nieder Saaten)
  • Weitere Siedlungen: Bara (Bahrfelde), Barnkowo (Bernickow), Boguszczyn, Drozdowo (Finkenstein), Graniczna (Grenzhof), Jelonki (Gellener Loose), Kaliska (Schönberg), Krupin, Kuropatniki, Lisie Pola (Lisphul), Metno Male (Klein Mantel), Ognica (Nipperwiese), Ostrów, Pniewko, Przyciesie, Radun (Raduhn), Strzeszewko, Trzeszcze (Steinwehr), Wilcze und Wilkoszyce (Wilhelmsberg).

Steckbrief der Stadt Chojna

  • Gmina (Gemeinde): Chojna
  • Geographische Lage: 52° 58′ N, 14° 25′ O
  • Höhe: 19 Meter
  • Fläche: 12 Quadratkilometer
  • Einwohner am 30.6.2008: 7.327