Am 2. August 2012 wurde bei Steinitz, einem Ortsteil der Stadt Drebkau, am Rande des Braunkohlentagebaus Welzow-Süd die Steinitzer Treppe eingeweiht. Über 101 Stufen geht es hinauf zur Aussichtsplattform der Steinitzer Treppe. Die erhebt sich 19 Meter über dem Grund und bringt den Besucher auf 170 Meter über Normal Null. So bietet sich über den Baumwipfeln der Steinitzer Alpen ein einmaliger Blick über den Tagebau Welzow-Süd im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Bis zu den Lausitzer Kraftwerken und der Landeskrone, dem 420 Meter hohen Berg bei der Stadt Görlitz, und zu er riesigen Halle des Tropical Island reicht der Blick bei guter Sicht.

Der Aussichtspunkt Steinitzer Treppe

Der Aussichtspunkt Steinitzer Treppe ist unbedingt einen Besuch wert. Der Turm an der Kante des Tagebaubaus soll an die bei der Förderung von Braunkohle eingesetzten Großgeräte erinnern. Andere sehen in der stählernen Konstruktion den Hals einer Giraffe, der weit über den hoch gewachsenen Wald hinaus ragt. Der Name der neuen Landmarke ist ebenso einprägsam wie der des bei Senftenberg stehenden „Rostige Nagels", dem Wahrzeichen des benachbarten Lausitzer Seenlandes.

Die Einweihung am 2. August 2012

Dr. Hartmuth Zeiß vom Vorstand der Vattenfall AG machte darauf aufmerksam, dass die Steinitzer Treppe der einzige Aussichtsturm in der Region ist, der auch für Bürger mit körperlichen Einschränkungen zugänglich ist. Denn hier gibt es ein Treppenlift. Der bringt auch Rollstühle mit ihren Fahrer in die Höhe. Ein kleiner Schritt zum großen Vorhaben der Inklusion, die der Errichter Vattenfall möglich machte.

Staatssekretär Rainer Bretschneider vom Ministerium für Infrastruktur vertrat die Regierung des Landes Brandenburg. Er bemerkte, dass der Steinitzer Kulturpark zeigt, dass diese vom Tagebau gezeichnete Region touristische Qualitäten hat. Daher fördert die Landesregierung hier etliche Projekte. So das soziokulturelle Integrationsprojekt Steinitzhof und das Zentrum des Kulturparks mit der Steinitzer Treppe samt Wegen und Parkplätzen wurden bisher mit 1,44 Millionen Euro aus den Fördertöpfen des Landes bedacht.

Zwei Politiker aus Drebkau strahlten am Fuß des neuen Aussichtsturmes ganz besonders. Das waren der Landrat Harald Altekrüger (CDU) des Landkreise Spree-Neiße und der heutige Bürgermeister Dietmar Horke (parteilos) der Stadt Drebkau. Harald Altekrüger war Bürgermeister der Stadt Drebkau, als das Vorhaben des Steinitzer Kulturparks aus der Taufe gehoben wurde. Dietmar Horke zeigte sich fasziniert von den Möglichkeiten der Beobachtung von dem neuen Turm aus. Der Tagebau und der Wandel der Landschaft nach der Auskohlung werden nach seinem ersten Aufstieg auf der Steinitzer Treppe für jedermann erlebbar. Die beiden Kommunalpolitiker sehen in dem Turm auch ein Symbol einer fruchtbaren Nachbarschaft des Dorfes am Tagebaurand mit dem Tagebaubetreiber.

Öffnungszeiten

Die Steinitzer Treppe ist in der warmen Jahreszeit bis zum 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr begehbar. Im Winter sind in Abhängigkeit von der Witterung Aufstiege nach Vereinbarung möglich.

Anschrift

Kulturpark Steinitz, Ansprechpartner Bernd Kleinichen, Steinitzer Dorfstraße 1, D-03116 Drebkau GT Steinitz, Fon +49 (0)35602 527394, Mail: kleinichen@steinitzhof.de