Um einen großen Erfolg zu erzielen, muss man auch viel investieren. Dieser Grundsatz gilt natürlich auch in der Traumfabrik Hollywood, die schon immer zu Gigantismus neigte. Während in Europa bereits ein Film wie „Enemy at the Gates“ auf Grund eines Budgets von 70 Millionen Dollar als unverschämt teuer gilt, kommt kaum noch ein potenzieller Blockbuster aus Hollywood mit weniger als einem dreistelligen Millionenbudget aus. Lassen Sie sich nachfolgend in das Reich der schier unvorstellbaren Summen entführen, die Filme mittlerweile verschlingen.
Platz 10: „Terminator – Die Erlösung“
1991 fand James Cameron für „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ noch mit 100 Millionen Dollar das Auslangen. „Terminator – Die Erlösung“ benötigte hingegen bereits das Doppelte dieser Summe, obwohl Arnold Schwarzenegger sich mit der Rettung der kalifornischen Finanzen anstatt mit jener der Menschheit beschäftigte und erstmals in einem„Terminator“-Streifen keinen Auftritt hatte. Vielleicht mit ein Grund für das enttäuschende Einspielergebnis des vierten Teils der Kultreihe: Mit knapp 400 Millionen Dollar lukrierte „Terminator – Die Erlösung“ deutlich weniger als die beiden Vorgängerfilme.
Platz 9: „Der Goldene Kompass“
Die erste der Verfilmungen von Philip Pullmans Fantasy-Trilogie verschlang fantastische 205 Millionen Dollar. Doch trotz der Mitwirkung von Nicole Kidman und Neo-James Bond Daniel Craig zeigte der Kompass offensichtlich die falsche Richtung an: Rund 400 Millionen Dollar Einspielergebnis stellten für das sündteure Spektakel kein Ruhmesblatt dar.
Platz 8: „King Kong“
Nach „Herr der Ringe“ gönnte sich Peter Jackson keine Auszeit und nahm sich ein Remake von „King Kong“ vor. Mit Erfolg: Trotz opulenter drei Stunden Laufzeit begeisterte der überdimensionierte Affe das Publikum weltweit. Bemerkenswert, wie ein und dieselbe Filmfigur mehrere Stunden lang – und das Jahrzehnte nach ihrem Filmdebüt – immer noch enormes Interesse hervorruft. Da könnte so mancher Schauspieler neidisch werden …
Platz 7: „Transformers – Die Rache“
Laut, lauter, Michael Bay! Während schon „Transformers“ eine Belastungsprobe für Augen und Ohren darstellte, schraubte Bay die Belastungsgrenzen mit „Transformers – Die Rache“ erneut ein Stückchen weiter nach oben. 210 Millionen Dollar explodierten, detonierten, karambolierten auf der Leinwand – dem Publikum gefiel’s: Über 800 Millionen Dollar spielte der Streifen in den Kinos ein und machte vor allem eines klar: Der Erfolg der „Transformers“-Reihe hängt unmittelbar mit der Freizügigkeit von Protagonistin Megan Fox zusammen. Man(n) darf auf Teil 3 gespannt sein …
Platz 6: „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“
So sperrig wie sein Titel war auch der Inhalt: Teil 2 der Verfilmungen der C. S. Lewis-Fantasyreihe stieß auf wenig Gegenliebe bei Kritik und Publikum. Bei Produktionskosten von 225 Millionen Dollar flossen nur 420 Millionen Dollar an den Kinokassen zurück. Der Erfolg des ersten Teils konnte somit nicht annähernd erreicht werden. Einer der Gründe hierfür liegt wohl im Fantasy-Überangebot. Von den zweieinhalb enorm zähen Filmstunden ganz zu schweigen …
Platz 5: „Ein Quantum Trost“
230 Millionen Dollar kostete der offiziell 22. James-Bond-Film „Ein Quantum Trost“. Neo-Bond Daniel Craig spaltet dabei die Fans weniger als der Film selbst: Während Bond-Szenarien üblicherweise drohende Atomkriege oder größenwahnsinnige Superschurken wie „Goldfinger“ behandeln, kämpft James Bond in „Ein Quantum Trost“ gegen die Verteuerung von Wasser in Bolivien an. Dem Spott vieler Kritiker zum Trotz avancierte „Ein Quantum Trost“ mit 600 Millionen Dollar Einspielergebnis zu einem der erfolgreichsten Streifen 2008. Darauf tranken die Produzenten vielleicht den einen oder anderen Wodka Martini …
Platz 4: „Superman Returns“
Eine bittere Erfahrung musste Regiestar Bryan Singer mit „Superman Returns“ sammeln: Die Rückkehr des legendären Superhelden war sogar vielen Fans der Comicreihe herzlich egal. Bei Produktionskosten von 230 Millionen Dollar fanden nicht einmal 400 Millionen Dollar den Weg in die Kinokassen. Schockiert von dem ungewohnt schwachen Ergebnis wird ein „Neustart“ der Superman-Serie überlegt. Bei Konkurrent Batman hatte es schließlich auch geklappt, die dank Leinwanddesaster wie „Batman und Robin“ vergraulten Fans zurück ins Kino zu locken.
Platz 3: „Avatar“
Mit „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ produzierte James Cameron den ersten Film, der 100 Millionen Dollar kostete, wenige Jahre später verschlag „Titanic“ fast 200 Millionen Dollar. Der Erfolg gibt dem Kanadier jedoch ein ums andere Mal recht, weshalb er für „Avatar“ üppige 237 Millionen Dollar an Budget erhielt. Sollte der Film wider Erwarten kein Mega-Erfolg werden, bliebe Cameron immer noch die Rückkehr in den Regiestuhl der „Terminator“-Reihe …
Platz 2: „Harry Potter und der Halbblutprinz“
Eine Viertelmilliarde Dollar kostete der mittlerweile sechste Film der Reihe. Doch diese Kosten waren im Zauberstabumdrehen wieder eingespielt. Schlussendlich landete fast eine Milliarde Dollar in den Kinokassen, was den Streifen zu einem der erfolgreichsten aller Zeiten machte. Regisseur David Yates erwies sich übrigens als ebenso geschäftstüchtig wie clever: Den siebenten und letzten Teil der Harry-Potter-Reihe wird er auf zwei Filme aufteilen und somit gleich zweifach an den Kassen absahnen …
Platz 1: „Spiderman 3“
Der Budget-Krösus: „Spiderman 3“ benötigte 258 Millionen Dollar, bis ihn Sam Raimi als würdig genug zur Leinwandpräsentation empfand. Gelohnt hat sich der enorme Aufwand: 900 Millionen Dollar Einspielergebnis, damit einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, und weitere Fortsetzungen in Planung. Vielleicht gelingt es ja beim nächsten Teil, „Batman“ als erfolgreichsten Superhelden abzulösen. Ein Showdown „Spiderman vs. Batman“ würde vermutlich die Kinokassen zum Explodieren bringen …
Quelle: www.the-numbers.com
