
- Johann Wolfgang von Goethe - Stiftung Weimarer Klassik
Schon lange vor dem Nichtraucherschutzgesetz ließ sich der große Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe, der ein überzeugter Nichtraucher war, über den Tabak aus.
Rauchen
Das Rauchen macht dumm. Es macht unfähig zum Denken und Dichten. Es ist auch nur für Müßiggänger, die Langeweile haben, die ein Dritteil ihres Lebens verschlafen, ein Dritteil mit Essen, Trinken und anderen notwendigen oder überflüssigen Dingen hindudeln. Und was kostet der Greuel! Und kein Hungriger wird gesättigt, kein Nackter gekleidet. Was könnte mit dem Gelde geschehen! Die Raucher verpesten die Luft weit und breit und ersticken jeden honetten Menschen, der nicht zu seiner Verteidigung zu rauchen vermag!
Da Johann Wolfgang Goethe bei seiner Geburt beinahe erstickt wäre, eilte die Hebamme herbei und massierte ihm die Brust mit Rheinwein. Tatsächlich ging es dem Knäblein bald besser. Kein Wunder also, wenn er später sagte:
Goethe über das Trinken
Das Trinken lernt der Mensch zuerst, viel später erst das Essen. Drum soll er auch aus Dankbarkeit das Trinken nicht vergessen.
1912 schrieb Goethe an seine Frau sogar:
Nach dem Gelde ist wohl der Wein am ersten wert, daß man sein gedenke.
Dass Goethe nicht nur ein Freund des Weines sondern auch der Frauen war, ist hinlänglich bekannt. Doc h was wusste er an den Frauen so zu schätzen? Und wieso heiratete er ausgerechnet Christiana Vulpius, die nicht gerade als gebildet galt? Diese Antwort gab der Dichter selbst:
Goethe über die Frauen
Pah! Als ob die Liebe etwas mit dem Verstande zu tun hätte! Wir lieben an einem Frauenzimmer ganz andere Dinge als den Verstand. Wir lieben an ihr das Schöne, das Neckische, das Zutrauliche, den Charakter, ihre Fehler, ihre Capricen, und Gott weiß was alles Unaussprechliche sonst; aber wir lieben nicht ihren Verstand.
Als Johann Wolfgang von Goethe das Verhältnis mit seiner langjährigen Lebensgefährtin einging, wurde er deswegen oft genug angegriffen. Seine Reaktion darauf waren freche Verse wie diese:
Was gibst Du Dir mit Lieb und Ehre
und ander'n Dingen so viel Pein?
Wenn ein tüchtiger Schwanz nur wäre,
die Weiber würden sämtlich zufrieden sein!
Goethe über menschliche Unzulänglichkeiten
Von Goethe ist nicht überliefert, dass er jemals die Hand gegen seine Frau erhoben hätte. Doch seine Umgebung hat er immer sehr genau beobachtet:
Ein braver Mann! Ich kenn ihn ganz genau: Erst prügelt er, dann kämmt er seine Frau.
Und auch zu menschlichen Fehlern fiel dem Herrn Geheimen Rat immer etwas geistreiches ein:
Ich denke immer wenn ich einen Druckfehler sehe, es sei etwas neues erfunden. - (Maximen und Reflexionen.)
Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, daß man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen. (In einem Brief zu Eckermann am 17. März 1830)
Wenn weise Männer nicht irrten, müßten die Narren verzweifeln. - (Maximen und Reflexionen)Ihnen gefällt dieser Artikel nicht? Nun auch hier könnte man mit einem Goethe-Zitat gegenhalten:
Gegen die Kritik kann man sich weder schützen noch wehren; man muss ihr zum Trutz handeln, und das läßt sie sich nach und nach gefallen. - (Maximen und Reflexionen)
Bildquelle: Stiftung Weimarer Klassik
