Neben der genauen Krankengeschichte des Patienten werden u.a. Lungenfunktions- sowie Allergietests durchgeführt. Für die Diagnose muss der Pneumologe erkennen, ob die Bronchien des Patienten entzündet und daher hyperreaktiv (überempfindlich) sind. Hier gibt es unterschiedliche Untersuchungsmethoden:
Der Allergietest
Mittels eines Allergietests kann zunächst festgestellt werden, ob und wogegen eine Allergie vorliegt. Dem Lungenfacharzt stehen hierfür unterschiedliche Verfahren zur Verfügung: Beim Hauttest (Prick-, Scratch-, oder Reibetest) werden Proben verschiedener Substanzen auf die Haut aufgetragen. Ist man gegen eine der Substanzen allergisch, reagiert die Haut an der jeweiligen Stelle. Die Blutuntersuchung dient dazu, bestimmte Antikörper nachzuweisen, die bei der Allergie gebildet werden. Bei einem bronchialen Provokationstest wird die Testsubstanz verabreicht. Kommt es zu einer allergischen Reaktion, gilt der Zusammenhang zwischen dem vermuteten Allergen und der Allergie als gesichert.
Die Fluss-Volumen-Spirometrie
Einfache Untersuchung zur Feststellung der Lungenvolumina und Flussverhältnisse der Atemwege (Lungenfunktion). Das dabei benutzte Gerät heißt Spirometer (Spirometrie, lat. für Atem messen). Der Patient atmet unter Anleitung in das Spirometer, das dann die einzelnen Parameter der Lungenfunktion automatisch auswertet. Die Darstellung der spirometrischen Ergebnisse erfolgt meist in Form einer Fluss-Volumen-Kurve. Mit dieser Methode können bereits geringe Veränderungen der Lungenfunktion erkannt und auch Verengungen der kleinen Bronchien dokumentiert werden.
Die Bodyplethysmographie
Eine weitere Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit der Lungen zu messen, ist die Bodyplethysmographie (Ganzkörper-Plethysmographie / große Lungenfunktion). Die Plethysmographie kann zusätzliche Leistungen der Lunge messen und noch genauere Werte darstellen. Während der Untersuchung sitzt der Patient in einer Glaskammer (ähnlich einer Telefonzelle). Zur Bodyplethysmographie gehört auch die Atemwiderstandsmessung: Ein steigender Widerstand beim Atmen kann ein Hinweis auf verengte Bronchien sein.
Der Bronchospasmolysetest
Beim „Bronchospasmolysetest“ inhaliert der Patient ein spezielles bronchienerweiterndes Medikament. Der Pneumologe kann so erkennen, wie weit sich die Bronchien öffnen können. So wird untersucht, ob man bei dem Patienten durch die Anwendung von Atemsprays eine Verringerung des Atemwegswiderstandes erzielen kann.
Der bronchiale Provokationstest
Eine sogenannte Hyperreagibilität kann mit dem bronchialen Provokationstest festgestellt werden Der Provokationstest sichert die Diagnose „Asthma“ ab. Bei der Untersuchung wird der Patient mit einem Allergen oder Reizstoff konfrontiert. Kommt es zu einer überdurchschnittlichen Reaktion, kann die Diagnose Asthma gestellt werden.
Suchhilfe im Internet
Eine neue Suchhilfe bietet der Lungenatlas im Internet: Damit ist eine schnelle Arztsuche für die gesamte Pneumologie in Deutschland möglich - für niedergelassene Pneumologen und auch Kinderpneumologen. Praktisch ist dabei vor allem die Umkreissuche: Man gibt einen maximalen Radius in Kilometern ein, in dem man suchen möchte. Im Lungenatlas werden alle wichtigen Daten zur nächsten Arztpraxis aufgeführt und auch in einer Landkarte abgebildet. Mit einem Klick wird der schnellste Weg zum Lungenarzt mit einem Routenplaner berechnet.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt - nicht ersetzen kann.
