
- Auf dem Highway nach Cody, Wyoming - Nadine Brandt
New York City ist ohne Zweifel eine abenteuerreiche und aufregende Stadt. Der „Big Apple“ bietet einfach alles. Doch da sich im Leben alles um die kleinen Dinge dreht und ganz besonders in den USA die kleinen Städte den eigentlichen Charme des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten ausmachen, sollten diese auch bei all den großen Attraktionen nicht vergessen werden.
Tybee Island, Georgia und St. Augustin, Florida
Die Halbinsel ist nicht nur ein beliebter Ort für Dreharbeiten sondern auch für Touristen ein unbedingtes Muss. Besonders empfehlenswert ist ein kleiner Zwischenstopp im “Crab Shack“ (40 Estill Hammock Road), um sich an den lokalen Köstlichkeiten, die das Meer bietet, satt zu essen. Aber auch für den Strand sollte man ein wenig Zeit einplanen, dieser kann nämlich ohne große Probleme mit Hawaii und Key West konkurrieren. St. Augustin, die älteste Stadt Amerikas wartet natürlich in erster Hinsicht mit viel Geschichte und dementsprechend mit unzähligen Museen auf. Allerdings sollten auf keinen Fall die kulinarischen Leckerbissen der Stadt außen vor gelassen werden. In diesem Fall ist es ein Süßigkeitenladen namens “Claude’s Chocolate“, der jeden sündigen Schokoladentraum erfüllt. Ein kleiner Geheimtipp: Es geht nichts über die dort hergestellten Karamelläpfel.
Jackson Hole und Cody, Wyoming
Im Winter ist Jackson Hole ein Traum für Skifahrer und Snowboarder, im Sommer ein Mix zwischen einer echten Westernstadt und einer modernen Kleinstadt. Besonders empfehlenswert sind hier die Saloons, allerdings nicht um sich besinnungslos zu betrinken, sondern um ein gutes Essen wie ein echter Cowboy zu genießen. Die “Million Dollar Cowboy Bar“ bietet anstelle von Stühlen an der Theke Pferdesättel, von denen man zwar nach einem ausgiebigen Lunch nur schwer aufstehen, aber trotzdem eine interessante Geschichte für die zu Hause Gebliebenen erzählen kann. Einige Stunden weiter westlich liegt die kleine Stadt Cody. Hier sollte man unbedingt eine Nacht in den “Buffalo Bill Village Cabins“ verbringen, denn nichts kommt dem Erlebnis der ersten Siedler näher, als in einer der kleinen Holzhütten zu schlafen, besonders dann, wenn man kein großer Fan vom Zelten ist. Auf den abendlichen Gruselfilm sollte man aber eher verzichten, da jedes Geräusch von draußen wie das eines vorbeistreunenden Grizzlys klingt.
Carmel, California
Entlang des Highway No. 1 liegt die Hafenstadt Carmel. Hier gibt es nicht nur die leckerste Muschelsuppe der gesamten Westküste, sondern auch die kreativste Art diese zu servieren, nämlich in einem wie eine kleine Schüssel geformtem Brot. Die sogenannte “Clam Chowder“ schmeckt nirgendwo besser als in der “Old Fisherman’s Grotto“ am Navy Pier. Nach der Stärkung kann die Entdeckung des kleinen Fischerortes losgehen. Nichts ist dabei so hilfreich wie ein Gespräch mit einem Einheimischen, zum einen erfährt man viel über die Geschichte vor Ort und zum anderen erhält man die Chance echten Fischern auf den Zahn zu fühlen und Seemannsgarn zu spinnen.
Bei der Größe des Landes ist es natürlich schwer, sich alles anzuschauen. Dennoch sollte man auf eine Rundreise mit einer Gruppe verzichten, da das ständige raus aus dem Bus, rein in den Bus an eine Art Gefängnisausflug mit wunderschöner Landschaft erinnert. Zur Verteidigung dieser Reisen ist natürlich zu erwähnen, dass in einer Woche kein ganzes Land bereist werden kann. Trotzdem, nichts geht über eine Reise im eigenen Auto mit guter Musik und Stopps wann immer und wo auch immer man selbst möchte.
