Die Verbotene Stadt in Peking - ihre Entstehung und Entwicklung

Die Verbotene Stadt in Peking - Dieter Schütz / pixelio.de
Die Verbotene Stadt in Peking - Dieter Schütz / pixelio.de
Die Verbotene Stadt in Peking zählt zu den bedeutendsten Palastanlagen der Welt. Fast 500 Jahre regierten hier die chinesischen Kaiser.

Die Verbotene Stadt befindet sich im Zentrum von Peking und gehört zu den bekanntesten Bauwerken Chinas. 1987 wurde sie zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Die Verbotene Stadt ist die größte Palastanlage der Welt und zieht jedes Jahr mehrere Millionen Besucher aus aller Welt an. Sie wurde 1420 errichtet und liegt am Platz des himmlischen Friedens.

Die Verbotene Stadt in Peking

Peking war damals in vier Bezirke, die Innere- und Äußere Stadt, die Kaiserstadt und die Verbotene Stadt, unterteilt. Lediglich ein Bezirk Pekings, die Äußere Stadt, wurde nicht wie die übrigen von einer hohen Mauer umgeben. Die Kaiserstadt, in der sich auch der Platz des himmlischen Friedens befindet, war durch ein Tor mit der Verbotenen Stadt verbunden.

Die Verbotene Stadt war durch eine Mauer, einen Wassergraben und viele Wachtürme, wie eine Festung, gesichert. Die Mauer war 10 Meter hoch, etwa 3.400 Meter lang und der Wassergraben hatte eine Breite von ungefähr 50 Metern. In der Verbotenen Stadt gab es fast 900 Paläste. Diese konnten insgesamt bis zu 4.000 Menschen beherbergen.

Die kaiserliche Familie wohnte mit ihren Ministern, Beratern und Dienern im Kaiserpalast. Der Kaiserpalast hatte 9.999 Zimmer. Laut einer Legende durfte nur der Himmel einen Palast mit 10.000 Zimmern haben. Deshalb hatten die "Söhne des Himmels", wie die chinesischen Kaiser genannt wurden, nur 9.999,5 Zimmer. Das halbe Zimmer war rein symbolisch. So sollte dargestellt werden, wie nah die Kaiser dem Himmel, also dem Göttlichen, sind.

Die Verbotene Stadt – ihre Entstehung und Entwicklung

Der Bau der Verbotenen Stadt begann im Jahre 1406. Der dritte chinesische Kaiser Yongle ordnete den Bau an. Die Dauer der Bauarbeiten war, für eine derart große Anlage, ungewöhnlich kurz, lediglich 14 Jahre. Millionen von Sklaven und Handwerkern stellten die Verbotene Stadt schließlich 1420 fertig. Fast 500 Jahre lang wohnten und regierten die verschiedenen Kaiser in der Verbotenen Stadt. Bis ins Jahr 1911 war sie die politische Zentrale Chinas. Die Verbotene Stadt erlebte, neben 24 Kaisern, auch zwei verschiedene Dynastien. Die Ming-Dynastie herrschte von 1420 bis 1644 in der Verbotenen Stadt. Ab 1644 war die Verbotene Stadt Sitz der Quing-Dynastie.

Die Anfänge der Quing-Dynastie, in Peking, begannen mit dem Einmarsch der Mandschus. Die Mandschus, ein nordchinesisches Volk, marschierten in Peking ein und brannten Teile der Verbotenen Stadt nieder. Kurz darauf ernannten sie den ersten Kaiser der Quing-Dynastie. Ein bewaffneter Aufstand im Jahre 1911 beendete die Herrschaft der Quing-Dynastie und ebnete den Weg zu einem republikanischen China. Der letzte Kaiser Chinas war Pu Yi. 1924 wurde das Eintrittsverbot, dass der Verbotenen Stadt ihren Namen gab, aufgehoben. Nun konnte sie jeder betreten.

Quellen und weiterführende Informationen:

Jochen Schulz - Hallo ich bin 21 und komme aus einem kleinen Dorf in Niedersachsen. Bis dato kann ich eine abgeschlossene Berufsausbildung, sowie die ...

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