Die Wassergeburt – Vorteile und Nachteile

Eine Wassergeburt hat Vor- und Nachteile. Vor allem die oftmals geringeren Schmerzen bei einer Wassergeburt sind ein Vorteil. Was ist zu beachten?

Jedes Jahr erblicken in Deutschland weit mehr als eine halbe Million Kinder das Licht der Welt. Davon wiederum kommt schätzungsweise ein Zehntel der Neugeborenen per Wassergeburt auf die Welt. Es gibt dabei unterschiedliche Auslegungen darüber, was eine Wassergeburt genau ist.

Was ist eine Wassergeburt?

Bei einer Wassergeburt verbringt die gebärende Frau die Zeit während der Geburt ihres Kindes in einem speziellen Wasserbecken, dem so genannten Geburtsbecken. Der Aufenthalt im Geburtsbecken dauert dabei eigentlich von der Eröffnungs- bis zur Austreibungsperiode und der Geburt. Somit findet auch die Geburt selbst im erwärmten Wasser des Geburtsbeckens statt. Allerdings verbringen die Gebärenden oftmals nur einen Teil der Geburtszeit im Wasserbecken, um die Schmerzen zu lindern. Das Kind kommt dann nicht zwangsweise im Wasser zur Welt. Auch die umgekehrte Variante ist möglich. Bei dieser verbringt die Frau die Zeit der Wehen und die Austreibungsphase auf dem Trockenen und nur die eigentliche Geburt findet im Wasser statt.

Was sind die Vorteile einer Wassergeburt?

Als wesentlicher Vorteil der Wassergeburt wird die schmerzlindernde Wirkung angesehen. Frauen, die einen Teil oder die komplette Zeit der Geburt in einem Geburtsbecken verbringen, haben in der Regel weniger Schmerzen als Frauen, deren Geburt außerhalb eines Geburtsbeckens stattfindet. Auch der Einsatz von Schmerzmitteln fällt damit meistens geringer aus. Allerdings wird die Geburt nicht im Wasser fortgesetzt, wenn der Einsatz von Schmerzmitteln erforderlich ist.

Weniger Schmerzen, kürzere Wehen und Vorteile für das Kind

Doch nicht nur die verringerten Schmerzen sind ein Grund für Frauen, sich für eine Wassergeburt zu entscheiden. Meist sind die Wehen kürzer und die Geburt geht schneller als außerhalb der Geburtswanne. Auch die Anzahl an Dammschnitten ist bei Wassergeburten verhältnismäßig niedriger. Und dann haben Wassergeburten noch den Ruf, dass sie für das Neugeborene selbst stressfreier als eine traditionelle Geburt sein sollen.

Nachteile der Wassergeburt

Kommt es zu Komplikationen während der Geburt, hat die Wassergeburt den Nachteil, dass es zunächst zu Verzögerungen kommen kann. Es vergeht also mehr Zeit, ehe Maßnahmen ergriffen werden können. Mitunter wird auch über eine mögliche erhöhte Infektionsrate diskutiert. Nicht für jede Frau stellt die Wassergeburt eine ideale Variante der Geburt dar. In einigen Fällen wird von einer Wassergeburt sogar explizit abgeraten.

Wann ist eine Wassergeburt nicht zu empfehlen?

Frauen, bei denen mit Komplikationen während der Geburt zu rechnen ist, oder bei denen es bei vorangehenden Geburten zu Komplikationen kam, wird meist von einer Wassergeburt abgeraten. Infektionen wie Hepatitis B oder HIV sowie Vorerkrankungen wie etwa Diabetes sind ebenfalls Gründe, die gegen eine Wassergeburt sprechen. Auch zu erwartende Frühgeburten oder Fälle, in denen werdende Mütter Mehrlinge erwarten, sind nicht für eine Wassergeburt geeignet.

Vor einer Wassergeburt gründlich checken, welche Erfahrungen die Klinik damit hat

Wer sich für eine Wassergeburt interessiert, sollte rechtzeitig Informationen darüber sammeln, wo eine Wassergeburt überhaupt möglich ist und ob die jeweilige Einrichtung viel Erfahrungen mit Wassergeburten gesammelt hat. Gespräche mit Frauenärzten, Hebammen oder den Kliniken im Vorfeld sind in jedem Fall empfehlenswert. Dabei können auch andere die Schwangerschaft betreffende Themen, wie etwa Schwangerschaftsgymnastik, besprochen werden.

Quellen:

hebinfo.de

hebammen.de

Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell einen fachlichen Rat - zum Beispiel durch einen Arzt oder Psychologen - nicht ersetzen kann.

Rembert König - Gern möchte ich mich ein wenig vorstellen: Ich bin Anfang 30 und selbständig tätig. Bisher habe ich nur als Hobby ab und ...

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