Die Würfelnatter – eine in Deutschland seltene Wasserschlange

Die Würfelnatter ist eine ungiftige und für den Menschen ungefährliche Schlange und lebt in Deutschland nur noch an einigen, wenigen Flüssen.

Bei der Würfelnatter (Natrix tesselata) handelt es sich um eine Wasserschlange, welche in Deutschland nur noch an wenigen Flüssen lebt. Sie ist ungiftig und beißt den Menschen sehr selten.

Der Lebensraum der Würfelnatter

Würfelnattern ernähren sich von Fischen und sind dringend auf das Wasser als Lebensraum angewiesen. Des Weiteren muss die Uferregion innerhalb ihres Lebensgebietes geschützte Plätze zum Sonnen und zum Überwintern bieten. Für Deutschland sind lediglich an der Mosel, an der Lahn und an der Nahe in Rheinland-Pfalz sowie an der Elbe in Sachsen Würfelnatter-Populationen eindeutig nachgewiesen. Würfelnattern können nur in natürlichen Flussauen überleben, so dass die Begradigung von Flüssen zu der Gefährdung der Schlange beiträgt. In Italien sind Würfelnattern aber auch in natürlichen Seen wie dem Gardasee beobachtet worden.

In Österreich ist die Würfelnatter recht häufig und wird von den Einwohnern akzeptiert, soweit sie ein Exemplar der scheuen Schlange zu Gesicht bekommen.

Die Würfelnatter hält Winterschlaf, welcher je nach Witterung im September oder Oktober beginnt und bis in den April andauert. Unmittelbar nach dem Winterschlaf beginnt die Paarung. Die Würfelnatter gehört nicht zu den lebendgebärenden Schlangen, sondern sie legt Eier.

Das Aussehen der Wüfelnatter

Die Würfelnatter besitzt einen schlanken Körper und erreicht in Deutschland eine Länge von maximal 102 Zentimetern bei weiblichen und 80 Zentimetern bei männlichen Schlangen; in Südeuropa wurden Weibchen mit einer Länge von bis zu 1,20 Metern gefunden. Ihren Namen erhielt die Natter auf Grund der würfelförmigen Zeichnung auf ihrer Oberseite, deren Farbe sehr unterschiedliche ausfallen kann; sowohl Oliv- und Braun- als auch Rottöne sind als Färbung der Würfelnatter möglich.

Nahrung und Fressfeinde

Die Würfelnatter ernährt sich überwiegend von Fischen, wobei sie das ganze in einem konkreten Gewässer vorhandene Spektrum als Nahrung nutzen kann. Die Schlange jagt im Wasser, zum Verspeisen größerer Beutetiere sucht sie gelegentlich das Land auf.

Fressfeinde der Würfelnatter sind Ratten, und andere kleine Säugetiere sowie Möwen und Raubvögel; junge Würfelnattern fallen auch Enten zum Opfer. Gelegentlich fressen auch größere Raubfische eine Wassserschlange.

Die Würfelnatter und der Mensch

Die Würfelnatter ist nicht giftig und greift den Menschen grundsätzlich nicht an. Bisse sind in seltenen Fällen möglich, wenn die Schlange sich extrem bedroht fühlt und wenn der Mensch versucht, sie aufzuheben. Die Bisse sind allerdings vollkommen ungefährlich und verursachen nur geringe Schmerzen Das übliche Verhalten der Schlange bei einer drohenden Begegnung mit dem Menschen besteht darin, vor diesem zu fliehen. In Notfällen kann die Schlange als Abwehrverhalten ein stark riechendes Analsekret ausscheiden, welches für den Menschen zwar ungefährlich ist, sich aber nicht sofort wirksam abwaschen lässt. Dieser Reflex kommt in der Praxis jedoch gegenüber dem Menschen ebenso selten vor wie ein Biss. Die Würfelnatter steht in Deutschland unter strengem Naturschutz, so dass ihre Tötung mit empfindlichen Geldbußen geahndet wird.

Die Würfelnatter benötigt den Schutz des Menschen, da sie zumindest in Deutschland vom Aussterben bedroht ist.

Quellen:

Webseite über Reptilien in Österreich

Webseite der DGHT

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Helmut Agnesson, Helmut Agnesson

Helmut Agnesson - Geboren am 06.04.1960 (09. Nissan 5720). Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel, später Studium der ...

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