Das baldige Ende der Erdölreserven sowie die stetig steigenden CO2-Emissionen sind die entscheidenden Faktoren, dass sich Forschung und vor allem die Autoindustrie um alternative Antriebskonzepte bei Kraftfahrzeugen bemühen. Bereits bestehende Studien, wie das Hybrid-Antriebssystem oder der Elektromotor, werden schon seit Jahren in der Praxis umgesetzt. Weitere alternative Antriebsformen setzen auf Solartechnik, Heißluftmotoren, Wasserstoffverbrennungsmotoren oder Druckluft. Zahlreiche Autohersteller bieten inzwischen verschiedene Modelle neben dem herkömmlichen Verbrennungsmotor alternativen Antriebskonzepten an – allen voran Autos, die mit Hybridtechnologie oder Elektromotoren ausgestattet sind. Besonders stark sind die asiatischen Autohersteller wie Toyota und Honda in der neuen Technik. Der Prius von Toyota ist schon seit über einem Jahrzehnt auf dem Markt. Doch die deutschen Hersteller legen nach und warten auf den aktuellen Autoshows mit ihren grünen bzw. blauen Modellen auf.
Geringe Nachfrage nach Hybriden in Mitteleuropa
Diese bisherige Zurückhaltung liegt vermutlich an der eher geringen Nachfrage in der Republik. Jedoch hält sich die Nachfrage bei den Verbrauchern derzeit nicht nur in Deutschland noch zurück, was sich in erster Linie wohl mit den höheren Anschaffungskosten erklären dürfte. Ein fehlendes Vertrauen in die neue Technologie mag gerade für die mit Hybrid-Technik ausgestatteten Fahrzeuge kein hinreichendes Gegenargument sein. Schließlich hat der Toyota Prius, der Primus unter den Hybriden, soeben den TÜV-Report 2012 klar für sich entscheiden können. Dass ein Hybrid-Fahrzeug zudem nicht immer teuer sein muss, belegt vor allem der Honda Insight. Im Wissen darüber, dass sich ein Preisunterschied von mehreren tausend Euros im normalen Alltagseinsatz aus finanzieller Sicht nicht rechnet, bietet der japanische Autohersteller den Honda Insight zu einem Einstiegspreis von 19.950 Euro an.
Sofortiger komplett Umstieg nur schwer möglich.
Der sofortige Umstieg auf Autos mit alternativen und umweltschonenden Antriebssystemen ist ohnehin weder praktikabel noch ökologisch sinnvoll. Allein in Deutschland fahren derzeit mehr als 40 Millionen Autos auf den Straßen. Selbst wenn man einmal von den Kosten für die Neuanschaffung eines Hybrid- oder Elektroautos absehen würde, der Umwelt dienlich wäre dies keinesfalls. Zum einen werden für die Herstellung von Fahrzeugen mit alternativen Antriebssystemen gleichfalls wichtige Rohstoffe benötigt. Zum anderen würden auf diese Weise vollkommen funktionstüchtige Fahrzeuge verschrottet werden.
Ein zielführenderes Verfahren bieten aktuell viele Fahrzeughersteller an: die Umrüstung auf alternative Antriebe. Beispielweise kann man sich einen zusätzlichen Tank einbauen lassen und damit das eigene Auto auf Gasbetrieb umstellen. Dieses Verfahren ist natürlich nicht für jeden Fahrzeugtypen umsetzbar. Ein Ford Ka bringt für eine Umrüstung andere Voraussetzungen mit als ein Honda Civic type s oder eine A-Klasse von Mercedes. Daher sollte man sich unbedingt bei seinem Vertragshändler informieren, ehe man zur Tat schreitet.
