Digitale Fotos – die Fotosammlung sichern

Datensicherung auch bei digitalen Fotos - Marcus Stark / pixelio.de
Datensicherung auch bei digitalen Fotos - Marcus Stark / pixelio.de
Die digital gespeicherten Fotos können unwiederbringlich verloren gehen. Mit einer geeigneten Datensicherung kann dies verhindert werden.

Noch vor ein paar Jahren steckte die Digitalfotografie in den Kinderschuhen. Wer als ambitionierter Hobbyfotograf etwas auf sich hielt, der griff zu Negativ- oder Diafilm. Doch mittlerweile hat sich dies komplett geändert. Die Qualität und die Auflösung der mit der Digitalkamera geschossenen Bilder haben das Niveau der analog aufgenommenen Fotos erreicht und sogar überschritten. Hinzu kommt, dass die digitale Fotografie (gegenüber der analogen) den Geldbeutel erheblich schont und auch weniger Platz braucht. Wo früher unzählige Schuhkartons voller Fotos und stapelweise Diakästen die heimischen Wohnzimmerschränke verstopft hatten, bedarf es heute nur noch des Speicherplatzes auf der eingebauten Festplatte des PCs oder des Laptops oder einer kleinen Abstellfläche für einen Ordner, der mehr als 20.000 Fotos auf 50 bis 100 selbst gebrannten Foto-CDs fasst.

Die Digitalfotografie hat viele Vorteile gebracht. Doch die digitale Revolution in der Fotografie hat auch ihre Schattenseiten. Die Bilder, auf denen die schönsten Momente, die eindrucksvollsten Urlaubserinnerungen und die liebsten Menschen verewigt sind, drohen unwiederbringlich verloren zu gehen. Und dies hat mehrere Ursachen.

Haltbarkeit, Lebensdauer und Auslesbarkeit des Speichermediums führen zum Verlust der Daten

Nach den neuesten Erkenntnissen haben Daten, die beispielsweise auf einer CD-R selbst gebrannt wurden, eine Lebensdauer zwischen fünf und zehn Jahren, Festplatten im laufenden Betrieb zwischen zwei und zehn Jahren und USB-Sticks von drei bis zehn Jahren. Nach Ablauf der jeweiligen Dauer muss damit gerechnet werden, dass die gespeicherten Fotos vollständig verloren gehen können.

Doch die Gefahr des Datenverlustes geht nicht nur von der Haltbarkeit der Daten auf den Medien aus. Wie die Vergangenheit bereits gezeigt hat, ist es nicht abwegig, dass ältere Speichermedien nicht mehr ausgelesen werden können. In unserer Zeit, in der die technische Entwicklung immer schneller voranschreitet, löst ein Speichermedium in immer kürzer werdenden Abständen das bisherige ab. Seit den 1980er Jahren gab es bereits eine ganze Reihe von Speichermedien wie beispielsweise die Kassette, die 5¼ Zoll-Diskette, die 3½ Zoll-Floppy-Disk, die CD, die DVD, die Blu-ray Disc, den USB-Stick und diverse Speicherkarten (SD, SDHC, CF etc.). Wer an seine Daten, die er noch auf einer 5¼ Zoll-Diskette gespeichert hatte, gelangen will, wird heutzutage ein Problem haben. Nicht nur, dass keine geeigneten Lesegeräte mehr erhältlich sind. Teilweise können diese alten Geräte nicht mehr ohne großen Aufwand an einen neuen PC angeschlossen werden, da die passenden Anschlüsse nicht mehr vorhanden sind.

Backup-Sicherungen können den Datenverlust verhindern

Der erste Schritt den Verlust digitalen Bilder zu verhindern, ist es, sich des bestehenden Risikos erst einmal bewusst zu werden. Erst wenn die drohende Gefahr erkannt ist, ergibt sich überhaupt ein Anlass etwas zu tun.

Eine der nahe liegenden Möglichkeit, dem Verlust zu begegnen, ist eine Backup-Sicherung vorzunehmen. Es empfiehlt sich sozusagen neben einer Speicherung der Fotos auf dem eigentlichen PC, diese auch zusätzlich auf einem externen Speichermedium zu sichern. So können auch die unmittelbaren Gefahren des Verlustes der Bilder durch Viren und eines Headcrashs der im PC eingebauten Festplatte minimiert werden. Wegen dem geringeren Arbeitsaufwand, der Übersichtlichkeit und der voraussichtlichen Mindesthaltbarkeit gegenüber anderen Speichermedien kommt hierfür eine externe Festplatte als Möglichkeit einer Datensicherung am ehesten in Betracht.mEs ist auch ratsam nach einer gewissen Zeit (in etwa alle zwei bis fünf Jahre) die Bilder, die auf der externe Festplatte gespeichert sind, auf eine neue, modernere zu übertragen.

Cloud Computing - Fotos und Daten extern zu speichern

Derzeit ist eine neue Art Daten zu speichern immer mehr im Kommen. „Cloud“ heißt dabei das Stichwort. Gerade auf der vor kurzem erst zu Ende gegangenen Computerfachmesse CeBIT wurde sie von einigen Anbietern, darunter Microsoft, groß vorgestellt. Doch was ist unter diesem Begriff zu verstehen?

Einfach gesagt: Der Anwender hat bestimmte Hard- oder Software nicht mehr selbst, sondern mietet sich diese bei einem oder mehreren Anbietern. Hierbei befinden sich die Software und die Hardware nicht mehr auf oder in dem lokalen Rechner daheim, sondern sind – bildlich gesprochen – in einer Art Wolke (engl. „cloud“). Dabei steht die Wolke für das Internet, aus dem der Anwender von diversen Anbietern seine Leistungen bezieht, sei es Rechnerkapazität, Anwenderprogramme oder auch Speicherplatz.

So kann jeder seine Fotosammlung bei einem oder mehreren Anbietern im Netz gegen eine Gebühr speichern. Die Vorteile liegen auf der Hand. Der Anwender braucht nicht in die Neuanschaffung teurer Hardware, beispielsweise einer zweiten externen Festplatte investieren. Die Gefahr, dass die Daten nicht mehr aus dem „alten“ Gerät ausgelesen werden können, fällt weg, da die Daten via Internet abgerufen werden. Es entfällt auch die Erneuerung eines externen Speichers nach einer gewissen Zeit (Lebensdauer und Haltbarkeit). Außerdem können von überall her und von jedem Computer aus die Fotos und Daten abgerufen werden. Der Provider hat sich um die Sicherheit der Fotos und Daten zu kümmern, unter anderem auch bezüglich Viren. Die Frage ist nur, ob die Vorteile und Einsparungen, die der Anwender zweifellos hat, den Preis des Anbieters für die Dienstleistung rechtfertigen. Jedenfalls ist diese neue Art seine Daten zu speichern eine Überlegung wert.

Vincenzo Pascale, Foto: Marco Pascale

Vincenzo Pascale - Unsere (Lebens-)Zeit auf diesem Planeten ist begrenzt, so dass es schade wäre, sich nur mit einer Sache zu beschäftigen. Es gibt ...

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