Kaufberatung Digitalkamera, Objektiv und Monitor

Welche technische Geräte-Ausstattung ist für gute Fotos sinvoll?

Die Werbung verspricht viel, doch nicht alles ist gut. Beim Kauf einer Digitalkamera sollte man darauf achten, welche Ausstattung sinnvoll ist und welche nicht.

Hat man sich entschieden, ob man eine digitale Kompaktkamera oder eine Spiegelreflexkamera kaufen möchte und wie viel Megapixel diese haben soll, gibt es noch einige Kriterien, die man bei der Wahl der Kamera beachten sollte.

Die Digitalkamera und das Objektiv

Eine ganz entscheidende Bedeutung für die Qualität der Fotos hat das Objektiv der Kamera. Taugt dieses nichts, bekommt man einfach keine Qualitätsbilder, ganz gleich wie viel Megapixel die Kamera hat.

Ein großes Problem der Digitalfotografie sind die Farbsäume, die oft an den Bildrändern entstehen. Das liegt daran, dass die Lichtstrahlen senkrecht auf den Chip auftreffen müssen, auch in den Randbereichen, um ein einwandfreies Bild zu bringen. Ist das Objektiv nicht exzellent berechnet oder ein eigentlich für die Analogfotografie entwickeltes, können diese Farbsäume schon sehr aufdringlich sein.

Speziell Kompaktkameras, die ja keinen Objektivwechsel erlauben, sind natürlich im Zoombereich eingeschränkt. Es gibt zwar heute eine ganze Palette Kameras mit so genanntem Superzoom, Fakt ist aber, dass ein solch großer Zoombereich immer einen Kompromiss darstellen muss. Die Lichtstärke bei diesen Zoomriesen ist eher mäßig und die Bildqualität erreicht meist auch keine Spitzenwerte. Beim Kamerakauf sollte man deshalb darauf achten, welche Motivgebiete man bevorzugt.

Mit dem Zoomobjektiv kann man den Bildausschnitt beeinflussen. Kurze Brennweiten, die sogenannten Weitwinkelobjektive, bilden viel Motiv ab, man hat also mehr auf dem Bild, das aber kleiner. Das ist oft empfehlenswert bei Landschaften oder Architektur. Lange Brennweite, genannt Teleobjektiv, heißt dagegen weniger aber größer. Domäne dieser Einstellung sind zum Beispiel die Tier-, Sport- oder Porträtfotografie.

Optischer oder digitaler Zoom?

Sehr wichtig ist noch die Unterscheidung von optischem und digitalem Zoom. Beim optischen Zoom ist diese Wirkung echt, das heißt je nach Objektiveinstellung wird mehr oder weniger des jeweiligen Motivs auf dem gesamten Chip abgebildet. Der Digitalzoom ist dagegen eine Mogelpackung, denn hier passiert nichts Anderes als eine Ausschnittsvergrößerung. In der Kamera wird dabei ein Ausschnitt aus dem gesamten Bild herausgelöst und auf das endgültige Format vergrößert. Logischerweise bedingt das natürlich Qualitätseinbußen, und die sind umso intensiver, je stärker der Digitalzoom ist. Das bedeutet in der Praxis, das ein Digitalzoom umso schlechtere Ergebnisse bringt, je größer sein Zoombereich ist. Beim Kauf der Digitalkamera sollte man deshalb unbedingt auf ein Objektiv mit optischem Zoom achten.

Digitalkameras mit optischem Sucher oder Monitor

Vor allem sehr preisgünstige Digitalkameras sind meist nur mit einem Monitor zur Bildbetrachtung ausgestattet, optische Durchsichtssucher sind oft nur an etwas höherwertigen Modellen zu finden. Das mag auf den ersten Blick nicht weiter stören, doch in der Praxis kann der fehlende optische Sucher große Probleme bereiten: Fotografiert man zum Beispiel bei Sonnenschein, kann es sehr schwierig werden, auf dem Monitor noch etwas zu erkennen und den richtigen Bildausschnitt festzulegen.

Inzwischen gibt es verschiedene Hilfsmittel wie Schutzblenden, die diese Wirkung mildern sollen. Einfacher und besser ist aber, von vornherein Wert auf eine Kamera mit optischem Sucher zu legen. Mit dieser kommt man auch unter extremen Lichtbedingungen weiter als mit einer Digitalkamera, die nur mit Monitor ausgestattet ist.