Digitalkamera-Test 2011: Kompaktkamera Panasonic Lumix DMC-LX5

HDV-Digitalkamera-Test: Panasonic Lumix DMC-LX5 - Panasonic Deutschland
HDV-Digitalkamera-Test: Panasonic Lumix DMC-LX5 - Panasonic Deutschland
Stiftung Warentest testete Digitalkameras, Panasonic Lumix DMC-LX5 ist gut: mit 10 MP CCD-Bildsensor, HD-Video (720p/30), HDMI und Leica-Objektiv 24-90 mm.

"Auch hier versuchen die Hersteller, sich mit der Integration hochwertiger Eigenschaften wie HD-Videofunktionalität oder Lowlight-Sensoren gegen den Trend zu stemmen", berichtet die BITKOM-Studie "Die Zukunft der digitalen Consumer Electronics – 2010" über die rückläufigen Verkaufszahlen der kompakten Digitalkameras im Jahr 2009 – gegen den Trend stemmt sich Panasonic mit dem Nachfolgemodell der beliebten Lumix DMC-LX3: Stiftung Warentest stemmte dagegen im Januar-Heft 2011 von "test" den ersten Vergleichstest des Jahres mit 9 kompakten Digitalkameras und 12 DSLR- und EVIL-Systemkameras, nach dem Testsieger Nikon Coolpix P100 belegte die Kompaktkamera Panasonic Lumix DMC-LX5 als Nachfolgemodell mit Test-Qualitätsurteil gut ("2,4") den zweiten Platz auf dem Siegerpodest.

Leichtgewicht mit CCD-Bildsensor für gute Bildqualität bei Schlechtlicht

Mit etwa 270 Gramm Gewicht ist die DMC-LX5 das Leichtgewicht im gesamten Digitalkamera-Testfeld des Januars und passt in jede Tasche, allerdings kann man die LX5 beim Gewicht nicht mit Superzoom-Digitalkameras wie Nikon Coolpix P100 oder Fujifilm FinePix HS10 vergleichen – direkte Konkurrenten der LX5 sind eher die beiden Bridgekameras Nikon Coolpix P7000 und Canon PowerShot G12. Wie die beiden Bridgekameras bietet die "Premium-Kompaktkamera" von Panasonic einen CCD-Bildsensor mit 10,1 Megapixel (CCD: Charge Coupled Device), der hinsichtlich seiner Eigenschaften als Lowlight-Sensor weiterentwickelt wurde; daher kommen auch die sehr guten Testnoten für die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen – aber auch das Objektiv wurde verbessert, es neigt allerdings bei Gegenlicht zu Reflexen.

Lichtstarkes Vario-Summicron Zoombjektiv von Leica

"Entscheidend ist, was hinten rauskommt", gerade die blendenden Anfangsblendenwerte von 2,0 bis 3,3 des Leica Zoombjektivs entscheiden bei schlechten Lichtbedingungen was beim Bildsensor hinten rauskommt: Die variable Brennweite des lichtstarken Leica DC Vario-Summicrons mit 3,8-fachen Zoomfaktor liegt dabei vorne bei 5,1 Millimetern und hinten bei 19,2 Millimetern; in Kleinbildwerten entspricht dies einem Super-Weitwinkelobjektiv mit 24 Millimeter Brennweite bis zu einem Porträtobjektiv mit 90 Millimeter Brennweite. Was hinten durch die 10 Linsen in 9 Linsengruppen rauskommt, verarbeitet der neue Bildprozessor Venus Engine FHD im 4:3-Format zu Bildern mit einer Auflösung von 3.648 x 2.736 Pixeln, dies reicht aus für 60 x 40 Zentimeter große Poster bei Online-Fotodiensten.

Bildkontrolle am guten LCD-Monitor

Was hinten an Bilddaten rauskommt, speichert die Lumix DMC-LX5 entweder nur im Rohdatenformat RAW oder im JPEG-Format ab, aber auch simultan als RAW- und JPG-Dateien auf SD-, SDHC- oder SDXC-Speicherkarten (SDXC: Secure Digital eXtended Capacity) – die SDXC-Karten bieten hier mittlerweile eine Speicherkapazität von bis zu 64 Giga-Byte (GB). Was hinten an epochalen Meisterwerken herauskommen soll, kann man zuvor am Bild des guten LCD-TFT-Monitors mit 460.000 Pixeln kontrollieren, auf einer Display-Diagonale von 3 Zoll (7,4 Zentimeter). Der elektronische Live-View-Sucher DMW-LVF1 mit 202.000 Bildpunkten ist allerdings nur als optionales Zubehör erhältlich.

Lumix DMC-LX5 – Belichtung, Blitz und ISO

Verschlusszeiten von 1/4000 bis 60 Sekunden bietet der elektromechanische Verschluss der DMC-LX5, bei Serienaufnahmen beträgt die Bildrate bis zu 2,5 FPS, im Highspeed-Modus sind es bis zu 10 FPS mit einer reduzierten Auflösung von 3 Megapixeln (FPS: Frames per Second, Aufnahmen pro Sekunde). Die Lichtempfindlichkeit variiert mit ISO-Automatik im ISO-Bereich von ISO 100 bis ISO 3.200, bei reduzierter Auflösung kann die Empfindlichkeit auf ISO 6.400 und 12.800 gesteigert werden, dabei korrigiert die Belichtungskorrektur mit drei Lichtwert-Korrekturstufen. Das befriedigende Blitzgerät blitzt mit Rote-Augen-Reduzierung und kann auf den ersten oder zweiten Verschlussvorhang synchronisiert werden, externe Systemblitzgeräte wie das DMW-FL500 können zusätzlich am Blitzschuh befestigt werden. Am PSAM-Modus-Wahlschalter wählt man die Programmautomatik, Blendenautomatik, Zeitautomatik und manuelle Nachführmessung – dabei verfügt die Kamera über Mehrfeldmessung, mittenbetonte Messung und Spotmessung.

30 Minuten Videofilm in HD-Video-Qualität

Die Video-Bildqualität fällt gegenüber dem Testsieger von Nikon etwas schwächer aus, bis zu 30 Minuten lange gute HD-Videofilme dreht man im 720p-Format mit 30 FPS, allerdings ist die Tonaufnahme nur in Mono im AVCHD lite-Format (HDV: High Definition Video, 1.280 x 720 Pixel; 720p/30: progressiver Aufnahmemodus im Vollbildverfahren mit 30 FPS; AVCHD: Advanced Video Codec High Definition). Die gedrehten Videoaufnahmen können über den HDMI-Anschluss auf einem HDTV-LCD-Fernseher gezeigt werden (HDMI: High Definition Multimedia Interface).

Motivprogramme unterstützen Anfänger bei Foto und Video

In der Kompaktkamera steckt ein sehr guter OIS-Bildstabilisator und eine Vielzahl an unterschiedlichen Motivprogrammen für Landschaftsbilder, Nacht- und Makroaufnahmen, Porträt- und Sportphotographie – für die Bedienung bekam die DMC-LX5 eine gute Testnote (siehe auch Video-Review). Dreht man einen Videofilm, unterstützt die "intelligente Automatik" auch Videoneulinge bei der Belichtung, sorgt für Autofokus-Schärfe und Kontrast: Dabei erkennt die automatische Szenenerkennung Personen mit der Gesichtserkennung und stellt die richtige Schärfe und Belichtung ein – bei stark bewegtem Mienenspiel hilft vermutlich die Bewegungserkennung weiter.

Panasonic Lumix DMC-LX5 – Preis und Zubehör

Die unverbindliche Preisempfehlung der Lumix DMC-LX5 liegt bei 529 Euro, am 4. Januar 2011 kostet die Digitalkamera im Online-Handel zwischen 400 und 500 Euro. Als weiteres Zubehör gibt es zum Beispiel den Weitwinkel-Konverter DMW-LW52 und einen Objektiv-Vorsatzadapter.

Weitere Informationen und Video-Review

Den Vergleichstest "Universelle gegen Könige" finden Sie auf Seite 58 in der Januar-Ausgabe 2011 der Verbraucher-Zeitschrift "test". Unter "Panasonic Lumix DMC-LX5 Review" finden Sie bei "infoSync" ein YouTube-Video-Review in englischer Sprache mit einem Vergleich zu Nikon Coolpix P7000 und Canon PowerShot G12, sowie weitere Testvideos.

Dr. Gerald Albach, Dr. Gerald Albach

Dr. Gerald Albach - Schreiben macht Spaß: mit Licht und mit Worten! Damit ich weiß, worüber ich schreibe, habe ich als Diplom-Biologe in der ...

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