
- Haflinger auf der IGW - IGW 2010
Auf der Internationalen Grünen Woche, die in Berlin stattfindet, treffen sich die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, die Geschäftsführer des BIOLAND Verbandes, Thomas Dosch, des Naturschutzbundes Deutschland (NABU), Olaf Tschimpke sowie Landwirte, Händler und Verbraucher. Sie präsentieren ihre Produkte, informieren über die aktuelle agrarpolitische Situation und formulieren gemeinsam konkrete Forderungen, die sie, hinsichtlich der Agrarpolitik, an die Politiker stellen wollen. Alle sind davon überzeugt, dass ein Richtungswechsel in der Agrarpolitik notwendig ist, um zukünftig den gesellschaftlichen Anforderungen, besser gerecht werden zu können. Die Verbandsvorsitzenden beleuchten die momentane Situation in der Landwirtschaft und zeigen die Konsequenzen auf, die die momentane Politik für die Umwelt, den Biolandbau, die bäuerliche Landwirtschaft und die Verbraucher bedeutet. Auch in diesem Jahr haben sich die Veranstalter der "Grünen Woche" wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Auf jeden Fall lädt dort die längste Schlemmermeile der Welt zur Verkostung ein.
Der Deutsche LandFrauenverband kritisiert eine emotionale Medienberichterstattung
Der Dioxinskandal wirft für Erzeuger, Händler, Politiker und Verbraucher die zentrale Frage nach der zukünftigen Ausrichtung der Landwirtschaft und der Agrarpolitik in der EU und in Deutschland auf. Dabei steht die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Europäischen-Agrarpolitik (GAP nach 2013) im Mittelpunkt. Vorstand und Mitglieder des dlv sind darüber entsetzt, dass bei der Herstellung von Futtermitteln mit Dioxin belasteten Futterfette in die Produktion gelangen konnten und dass dabei ein Vorsatz im Spiel gewesen sein soll. Sie prangern an, dass immer wieder Bauern und Bäuerinnen das unredliche Verhalten anderer ausbaden müssten. Durch die kriminellen Machenschaften einzelner gerate so immer wieder die gesamte Landwirtschaft in Misskredit. Der dlv fordert hinsichtlich des Dioxin-Skandals Landwirte, Händler,Verbraucher, Pressevertreter und Politiker zu einer sachlichen und kritischen Auseinandersetzung auf. Momentan sei der Vertrauensverlust bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern und seine wirtschaftlichen Einbußen bei den Landwirtinnen und Landwirten kaum wieder gut zu machen. Als wenig hilfreich habe sich in dem Zusammenhang die mitunter stark emotional aufgeladene Medienberichterstattung Anfang Januar 2011 erwiesen. Denn viele Verbraucher wundern sich nicht mehr über Gift in den Nahrungsmitteln.
Die Verabschiedung des Verbraucherinformationsgesetzes muss forciert werden
Es wird angeregt, damit Konsumierende zentral informiert werden können, die Verabschiedung des Verbraucherinformationsgesetzes voranzutreiben und seine konsequente Anwendung zu überwachen. Die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands Brigitte Scherb hält die Dioxinbelastung durch Industriefette in Futtermitteln für unentschuldbar. Sie kann die kritische Einstellung der Verbraucherinnen und Verbraucher zum Kauf von Eiern, Geflügel und Schweinefleisch verstehen, ruft diese aber auf, sich mit dem Thema sachlich auseinander zu setzen. Sie stellt fest, dass die Kontrollmechanismen von Bund und Ländern schnell und gut funktioniert haben und erwartet, dass die Ursachen und Hintergründe dieses Lebensmittelskandals schnell und lückenlos von den Verantwortlichen aufgeklärt werden. Es sei unumgänglich, die Mechanismen der staatlichen Qualitätssicherung weiter zu verbessern, damit die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder bedenkenlos Eier und Fleisch verzehren können“, fordert Scherb.
Unterrichtsmaterial zum Tierschutz und der Massentierhaltung
Im Zuge des aktuellen Dioxin-Skandals weist die Tierschutzorganisation Peta auf ihr Unterrichtsmaterial „Tierisch Aktiv“ der PETAkids hin. Es wird seit Oktober 2010 kostenlos Lehrern und Pädagogen angeboten. Es sind 19 unterschiedliche Arbeitsblätter zu Tierschutz-Themen. Schüler und Lehrer setzen sich, wenn sie die angebotenen Informationen verwenden, nicht nur mit der ethischen Frage „Ist Fleisch Mord?“ auseinander, sondern werden auch zu vertiefenden Diskussionen über die Pressefreiheit angeregt. Gespräche in der Schule, angeregt durch die Tierschutzorganisation PETAkids, über die Massentierhaltung, werden auch von Paul McCartney thematisiert. Dem schriftlichen Material liegt eine DVD und der Videoclip von ihm, „Glass Walls – Wände aus Glas“bei. Es wird durch diese gezeigt, dass sich auch Prominenten mit dem Fleischkonsum und der Massentierhaltung auseinandersetzen. Die Unterrichtseinheiten sind für Pädagogen kostenlos erhältlich. Vertiefende Informationen können auf der Homepage von PETA erworben werden.
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