
- Weinblätter für dolmadákia - Joujou / pixelio.de
Dolmadákia laderá - welcher Feinschmecker hat sie nicht schon einmal genossen, diese leckere, nach griechischem Rezept zubereitete Vorspeise, mit Reis gefüllte Weinblätter? Werden sie mit frischen Blättern zubereitet, schmecken sie besonders aromatisch. In Griechenland isst man sie aber auch als Hauptgericht, dann allerdings gefüllt mit Hackfleisch - Dolmades awgolémono. In diesem Fall werden sie heiß mit der traditionellen Eier-Zitronensoße serviert. Selbstverständlich schmecken beide Gerichte auch lecker, wenn sie mit eingelegten Weinblättern hergestellt werden.
Gefüllte Weinblätter mit Reis - Dolmadákia laderá - als Vorspeise
Zu diesem Zweck sollten die Röllchen möglichst klein gehalten werden. Dafür ist es günstig, wenn nicht zuviel Blattmasse pro Röllchen verarbeitet wird. Deshalb überschüssiges Blattmaterial einfach abschneiden und die Stücke beiseitelegen. Mit diesen Resten und den übrig gebliebenen Blättern kann später der Topfboden vor dem Garen belegt werden, um die Blattröllchen vor dem Anbacken zu bewahren. Pro Person reichen normalerweise 6-8 Dolmadákia. Vorteilhaft ist, dass sich diese Vorspeise einige Tage lang ohne Geschmacksverlust im Kühlschrank aufbewahren lässt. Auf diese Weise kann, falls einmal eine größere Anzahl Gäste zu bewirten sein sollte, der Arbeitsaufwand problemlos auf mehrere Tage aufgeteilt werden.
Gefüllte Weinblätter mit Reis - die Zutaten für 6-8 Personen
- Etwa 200 g Weinblätter, (frisch oder eingelegt),
- 2 Tassen Langkornreis,
- 3 Zwiebeln,
- 1 Tasse Olivenöl,
- 3 Esslöffel Pinienkerne,
- 2-3 Esslöffel frisch gehackte Kräuter, (Petersilie oder Dill),
- 1 Esslöffel frisch gehackte Minze, ersatzweise ein halber Esslöffel getrocknete Minze, (Blätter zerkleinern),
- Salz und Pfeffer,
- Der Saft von 2 Zitronen,
- Zitronenachtel zum Servieren,
- heißes Wasser für den Reis.
Die Zubereitung der Dolmadákia laderá
- Die Stiele von frischen Weinblättern entfernen und die Blätter ca. 5 Minuten lang in siedendem Salzwasser blanchieren. Abtropfen und auskühlen lassen.
- Werden eingelegte Weinblätter verwendet, diese gut abwaschen und lediglich eine Minute lang in salzfreies, kochendes Wasser legen. Abtropfen und auskühlen lassen.
- Die Zwiebeln schälen und reiben oder aber im Mixer pürieren.
- In einem Topf eine halbe Tasse Olivenöl erhitzen. Die zerkleinerten Zwiebeln darin goldgelb braten.
- Den Reis und die Pinienkerne zu den Zwiebeln geben und eine Weile unter Rühren rösten. Anschließend zwei Tassen heißes Wasser dazugeben.
- Die gehackten Kräuter mitsamt der Pfefferminzblätter untermischen und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Reis köcheln lassen, bis er halb gar ist, (etwa 10 Minuten lang), und den Topf vom Herd nehmen.
- Die Weinblätter mit der matten Seite nach oben auf der Arbeitsfläche ausbreiten und auf jedes Blatt einen Teelöffel von dem zubereiteten Reis geben. Die Blattränder von den Seiten her über die Füllung klappen und die Bätter zu den Blattspitzen hin zusammenrollen. Nicht zu eng einrollen, denn der Reis quillt beim Fertiggaren noch etwas auf!
- Einen großen Topf mit den übrigen Weinblättern und ggf. mit den den abgeschnittenen Blattstücken auslegen. Die fertigen Röllchen so einschichten, dass sie sich nicht während des Garens öffnen können. Jede Schicht salzen und pfeffern.
- Zuletzt das Ganze mit einem Deckel beschweren, damit auch Dolmadákia in der obersten Schicht geschlossen bleiben.
- Das restliche Olivenöl samt dem Zitronensaft zu den Röllchen geben. Den Topf jetzt mit heißem Wasser auffüllen, sodass sie knapp bedeckt sind.
- Den Sud aufkochen lassen und die Dolmadákia laderá im geschlossenen Topf bei schwacher Hitze eine Stunde lang garen .
Kalt mit Joghurt und Zitronenachteln servieren. Appetit bekommen? In diesem Fall ist ein Kaninchenstifado als Hauptgericht genau das Richtige. Lecker schmecken auch die sarma, auf Balkanart mit Hackfleisch gefüllte Weinblätter. Wer es süß und aromatisch möchte, sollte die geschmorte Hühnerleber auf Ananas ausprobieren.
Rezeptquelle:
- "Griechisch kochen", Elisabeth Döpp, Gräfe und Unzer GmbH, München, 1993.
