
- Der Hefeteig für das Drei-Minuten-Brot gelingt - Nina Hawranke
Das Verarbeiten von Hefe zum Brotbacken ist nicht ganz einfach. Wer wenig Erfahrung oder keinen „Brotdaumen“ hat, verzweifelt oft bei der Verarbeitung seines Hefeteigs: Die Hefe will nicht richtig aufgehen oder nach dem Backen findet sich ein fester, pappiger Klumpen im Brot. Alternative Brotrezepte, die mit Backpulver oder anderen Backtriebmitteln arbeiten, überzeugen oft nicht im Ergebnis, weil das Brot im Allgemeinen eine festere Struktur aufweist – das „fluffige Brot-Feeling“ fehlt. Also doch wieder beim Bäcker kaufen? Können Sie natürlich, müssen Sie aber nicht. Die Lösung? Geben Sie dem Hefeteig gar nicht erst die Chance, zu malheuren.
Brot aus Hefeteig mit Erfolgsgarantie: Was Sie brauchen, was Sie tun
Die folgenden Zutaten bilden das Grundrezept für Ihr Brot:
1 Würfel Frischhefe
0,4 l lauwarmes Wasser
250 g Mehl (Weizen, Dinkel, Buchweizen oder ein beliebiges anderes)
250 g Kartoffel- oder Maisstärke
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Sesam
50 g Kürbiskerne
2 TL Salz
2 EL Essig
Vermengen Sie alles mit einer Gabel, den Händen oder einem Handrührgerät. Geben Sie nur so viel Wasser in den Teig, dass dieser zähflüssig, aber nicht breiig ist. Je nach Mehlsorte könnten Sie mehr oder weniger als 400 ml brauchen. Geben Sie den Teig in eine mittelgroße bis große gefettete und bemehlte Kastenform und stellen Sie diese sofort in den nicht vorgeheizten Backofen. Dies ist ganz wichtig: Heizen Sie den Backofen auf keinen Fall vor! Backen Sie das Brot eine Stunde lang bei 200° Celsius bzw. im Umluftherd nur bei 175° Celsius.
Das schnelle Brot ist variantenreich
Bei den Zutaten sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Nur einige Beispiele: Nehmen Sie statt 50 g Sesam 100 g und rösten Sie ihn vor dem Verarbeiten in einer Pfanne goldbraun. Das nussige Aroma im Teig ist unwiderstehlich. Oder geben Sie Sonnenblumen- und Kürbiskerne nicht nur in, sondern vor dem Backen auch auf den Teig in der Kastenform. Oder bestreichen Sie die Oberseite des noch ungebackenen Brotes mit einer Marinade aus reifem Camembert, Senf, Sojasauce und Chili. Wer es gerne pikant mag, kann Chilipulver oder Chilipaste auch in den Teig geben; je nach Schärfegrad empfehlen sich ein bis drei EL. Senf, Walnusskerne, Haselnüsse, Mandeln ganz, gehackt oder gemahlen, Rosinen, Oliven, Leinsaat und, und, und ... Diesem Brot ist alles recht!
Das Drei-Minuten-Brot mit Gelinggarantie lässt sich gut einfrieren
Noch ein Tipp zum Abschluss: Wenn Sie über mehrere Kastenformen verfügen, können Sie auch Teig für zwei oder drei Brote zugleich zubereiten. Das Drei-Minuten-Brot lässt sich nämlich auch sehr gut einfrieren. Am Besten schmeckt es allerdings frisch und noch ofenwarm, deftig mit Butter und Käse belegt oder einem veganen Brotaufstrich versehen.
