
- Drive Angry 3D - Filmplakat - Warner
Nicolas Cage ist dafür bekannt, beinahe alle Rollen anzunehmen, die ihm so angeboten werden. Mit "Drive Angry 3D" hat er bewiesen, dass gelegentlich doch mal ein kleines Highlight dabei ist. Stumpf, aber höchst unterhaltsam, lautet da die Devise. Seit 24. Februar 2011 läuft der Film im Kino.
"Drive Angry 3D" - Die Handlung des Action-Films mit Nicolas Cage
Milton (Nicolas Cage) ist aus der Hölle entflohen, um eine Mission zu erledigen: Eine Sektenbande um Jonah King (Billy Burke) hat seine Tochter ermordet und ihr Baby entführt. Milton will seine Enkelin jetzt befreien. Hilfe bekommt er von der jungen Piper (Amber Heard), muss sich aber auch gegen den offenbar ebenfalls aus der Hölle stammenden "Buchhalter" (William Fichtner) erwehren.
"Drive Angry 3D" - Hirn aus und Film ab für Nicolas Cage
Man kann "Drive Angry 3D" sicher nicht vorwerfen, dass er zu anspruchsvoll ist. Ordentlich stumpf kommt der brachiale Actioner daher, mit viel Krawumms und üblen Szenen. Mit völlig überdrehten Charakteren, nackten Frauen und hohlen Sprüchen, die richtig Spaß machen. Beinahe schon könnte man den Film als Trash bezeichnen, wenn er in sich nicht so perfekt in dem sein würde, was er sein will. Spottbillig war der Streifen nicht gerade, das merkt man an vielen schönen Effekten, die besonders in 3D toll zur Geltung kommen. Erfreulich vor allen Dingen auch, dass "Drive Angry" endlich mal wieder ein Film ist, der in "richtigem" 3D gedreht und nicht im Hauruck-Verfahren konvertiert wurde.
Das Hirn sollte man dennoch - falls vorhanden - möglichst schon an der Kinokasse abgeben, denn während der 108 Minuten Laufzeit wird es absolut nicht gebraucht. Stattdessen gilt: Zurücklehnen und sich berieseln lassen von Nicolas Cage als hartem Höllen-Ausbrecher, sexy Amber Heard und besonders auch "Buchhalter" William Fichtner, der in derart abstrus coolen Situationen auftaucht, dass es nur so eine Freude ist.
"Drive Angry"-Regisseur Patrick Lussier schuf schon "My Bloody Valentine"
Dass sowohl die harten Szenen als auch die 3D-Effekte und vor allen Dingen der Spaß nicht zu kurz kommen, ist Patrick Lussier zuzuschreiben. Der Regisseur, der ein häufiger Kollege von Horror-Meister Wes Craven ist und unter anderem am Filmschnitt für seine "Scream"-Trilogie beteiligt war, inszenierte bereits mit "My Bloody Valentine" einen hoch gelobten Horror-3D-Film. Mit "Drive Angry" liefert Lussier seinen siebten Film nach Streifen wie "White Noise 2" und "God´s Army III" ab. In Bälde bereitet er unter anderem ein Remake des Kult-Klassikers "Hellraiser" und "Halloween III" vor, der sicherlich auch in 3D daherkommen wird.
Nicolas Cage - von "Leaving Las Vegas" über "Kick-Ass" bis zu "Ghost Rider 2"
Der 47-jährige Nicolas Cage, der seinen Karriere-Höhepunkt 1996 mit dem Oscar für "Leaving Las Vegas" hatte, ist in den letzten Jahren wirklich für so manche Überraschung gut. Mal spielt er in belächelten Filmen wie "Duell der Magier" und "Knowing", dann haut er klasse Leistungen wie in "Kick-Ass" und "Bad Lieutenant" raus. Mit "Drive Angry" beweist Cage erneut, dass er nach wie vor höchst unterhaltsam sein kann. In Zukunft hat er mit "Der letzte Tempelritter", der am 24. März 2011 startet, "Ghost Rider 2" und "Das Vermächtnis der Tempelritter 3" wieder einige Streifen am Start, die sicher sein so gebeuteltes Bankkonto ein wenig aufpolieren werden.
Amber Heard - die "Zombieland"-Darstellerin in weiterer sexy Rolle
Amber Heard hat sich ebenfalls einen ganz eigenen Ruf aufgebaut: Als Top-Hottie der Gegenwart taucht sie in beinahe all ihren Filmen oben ohne, komplett nackt oder sonstwie textilbefreit auf. In "Drive Angry" muss man zwar auf eine vollständige Sichtung ihres Körpers verzichten, kann sich aber dennoch auf viele sexy Szenen mit ihr freuen. Heard, die zuvor unter anderem "Zombieland", "Stepfather" und "All the Boys Love Mandy Lane" drehte, darf sich demnächst wohl über ihren großen Durchbruch freuen: An der Seite von Johnny Depp spielt sie in "The Rum Diary" und wird so sicherlich auch die letzten, die sie noch nicht kennen, auf ihre Seite ziehen.
William Fichtner, Billy Burke und David Morse in den Nebenrollen
William Fichtner ist der nächste Garant für großes Vergnügen in "Drive Angry". Als Buchhalter des Teufels wartet der "Prison Break"-Star mit derart vielen Obercoolszenen auf, dass man sich jedes Mal, wenn er nicht zu sehen ist, schon auf seine nächste Szene freut. Ebenso überzeugend sind Billy Burke (Bellas Vater in den "Twilight"-Filmen) als Sektenführer Jonah King und David Morse ("Tödliches Kommando", "16 Blocks") als Milton-Kumpel Webster.
"Drive Angry 3D" - Fazit des Hirn-aus-Spaßes mit Nicolas Cage
"Drive Angry 3D" ist das, was viele Actionfilme gerne sein wollen: Er unterhält über die gesamte Laufzeit, wartet mit klasse Charakteren, coolen Szenen und Sprüchen, sexy Darstellerinnen und einer gewaltigen Prise Selbstironie auf. Wer den Film so wenig ernst nimmt, wie er sich selbst, kann sich herrlich über 108 nicht jugendfreie Minuten erfreuen.
Verleih: Warner
Land, Jahr: USA, 2011
Genre: Action
Regie: Patrick Lussier
Drehbuch: Todd Farmer, Patrick Lussier
Darsteller: Nicolas Cage (Milton), Amber Heard (Piper), William Fichtner (Buchhalter), Billy Burke (Jonah King), David Morse (Webster), Tom Atkins (Cap), Todd Farmer (Frank), Christa Campbell (Mona), Charlotte Ross (Candy), Kathy Mixon (Norma Jean), Edrick Browne (Rookie), Marc Macaulay (Sarge), Pruitt Taylor Vince (Roy)
Kinostart: 24. Februar 2011
Laufzeit: 108 Minuten
FSK: keine Jugendfreigabe
