Drums Alive heißt der neue Fitnesstrend, der Elemente von Aerobic, Zirkeltraining, Tanz und Schlagzeug zu einer Choreographie in der Gruppe vereint. Entworfen wurde der neue Trendsport von der US-Amerikanerin Carrie Ekins. Bevor er im Jahr 2003 nach Deutschland kam und sich Jahre später durchsetzte, war er schon bekannt in den USA, danach breitete er sich von Australien über Japan nach Europa aus.

Drums Alive ist eine dynamische Bewegung zu verschieden schwingenden Rhythmen: einmal energisch und machtvoll pulsierend, dann wieder weich und entspannend. Jeder kann sich sein Programm aussuchen, darum ist Drums Alive geeignet für Jung und Alt. Die Teilnehmer hören sich in den Rhythmus der Musik ein, tanzen um den befestigten Gymnastikball herum und simulieren mit ihren Drumsticks ein Trommeln. Choreographien der Fitnesstrainerin und Autorin Carrie Ekins zeigten bereits Hunderte von Menschen auf einer einzigen Bühne, indem sie tanzend zu einem pulsierenden und wogenden Ganzen verschmolzen.

Vorzüge des Trommel-Fitnessprogramms

Die neue Trendsportart verbindet Elemente eines herkömmlichen Fitnesstrainings mit den positiven Wirkungen von Musik und Tanz und ist darum ganzheitlich: Sie beeinflusst Körper und Geist. Drums Alive fördert laut Carrie Ekiins nicht nur den Muskelaufbau, sondern steigert ebenso Herzfrequenz und Durchblutung, Beweglichkeit und Konzentration und baut auf der seelischen Ebene Stress und Aggressionen ab. Wegen der teilweise überkreuzenden Bewegungen werden Carrie Ekins zufolge die Nervenbahnen der beiden Gehirnhälften in subtiler Weise synchronisiert. Wegen des Tanzes zur Musik wird das mentale und emotionale Gleichgewicht wiederhergestellt und die Menschen werden in eine ausgeglichene und glückliche Stimmung versetzt. So ganz nebenbei können bei dieser Art von Workout auch noch jede Menge Pfunde abgebaut werden.

Erste wissenschaftliche Studie zur Sportart Drums Alive

Wie genau sich Drums Alive auf Körper und Geist auswirkt, will nun ein interdiszipinäres Forschungsteam der Technischen Universität Chemnitz untersuchen. Das ist dann das erste wissenschaftliche Projekt, mit dem die Grundlagen dieser Sportart und deren Beliebtheit erforscht werden. Damit könnte eine weitere Verbreitung auf solide Beine gestellt werden. Die Wissenschaftler wollen untersuchen, wie sich der Einsatz des Trommelns in der Therapie auswirkt: beispielsweise in der Arbeit mit Kindern mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom ADHS und auch mit Depressionspatienten. Darüber hinaus sollen Einsatzmöglichkeiten in der Schule getestet werden: etwa im Umgang mit Aggression bei Jugendlichen und bei der Integration von Menschen mit Behinderung.

Für die Studie untersuchen die Forscher das Verhalten von 100 Probanden in verschiedenen Altersgruppen. Diese bilden Gruppen aus je 15 Personen und müssen je zwei Lerneinheiten durchlaufen. Die Studie ist Teil des "Drumming Projects" der Professur Sportmedizin/-biologie der TU Chemnitz. Zum Gesamtprojekt gehört beispielsweise auch die Untersuchung der körperlichen Belastung von Schlagzeugspielern.