
- Ailton unter Wasser: Dschungelprüfung an Tag 6 - RTL / Stefan Menne
Ganze 122 Liter Wasser pro Quadratmeter prasselten auf das Dschungelcamp in den drei Tagen vor der Sendung von Mittwochabend hinunter, so RTL. Zum Vergleich: Den ganzen Monat Januar habe es in Deutschland nur 70 Liter pro Quadratmeter geregnet. Vom friedlichen Bächlein zum reißenden Fluss entwickelte sich das Gewässer dicht an den Lagerstätten der Stars, die sich unter Verzicht auf jeglichen Luxus für 14 Tage Leben unter einfachsten Bedingungen verpflichtet hatten; für 40.000 Euro Gage aufwärts versteht sich. Ex-Fußballstar Ailton, in den 13 Tagen eher durch Untätigkeit aufgefallen, blühte aber regelrecht auf: Er genoss das Bad im Fluss. Zum letzten Mal, denn im Zuschauervoting unterlag der Brasilianer. Es war nicht das erste Mal, dass es im Camp von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ während der sechsten Staffel geregnet hat, doch was der Kölner Privatsender RTL der Presse am 25. Januar 2012 an Bildmaterial und Informationen zur Verfügung stellte, zeugte von einer desaströsen Lage im Busch an der australischen Goldküste.
Die am Tag zuvor ausgeschiedene Kandidatin Radost Bokel sowie die Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach samt der rund 150 Mitarbeiter des Produktionsteams der Granada und RTL wurden durch die seit drei Tagen anhaltenden Regenfälle regelrecht von der Außenwelt abgeschnitten. Die 36-jährige Schauspielerin, die sowieso kein Fan mehr von langem Verbleib im Dschungelcamp gewesen ist, konnte nicht wie sonst üblich die Fahrt ins Palazzo Versace antreten, sondern blieb beim Produktionsteam. Was sie dazu nutzte, mit den Moderatoren über den Skandal zu sprechen, der sich in Deutschland anbahnte: Ein Sexvideo aus früheren Tagen beherrschte die Schlagzeilen beispielsweise der Bildzeitung.
"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" vom 25. Januar
Drei Tage am Stück regnete es nun schon. Bach (50), Zietlow (43) und das Team des Kölner Senders sitzen seit 6:00 Uhr Ortszeit beziehungsweise seit Dienstagabend, 21:00 Uhr deutscher Zeit, in den Bergen des australischen Regenwaldes fest. Es herrsche Ausnahmezustand im Dschungel, so der Sender gegenüber der Presse: "Brücken sind überflutet und die Zufahrtstraße ist nicht passierbar. Die verbliebenen sechs Kandidaten sind sicher versorgt. Seit dem Beginn der Ausstrahlung von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!” bei RTL im Jahre 2004 hat es so eine extreme Notlage nicht gegeben“, so Markus Küttner, RTL-Chef für Comedy- und Real Life-Formate sowie Verantwortlicher vor Ort: "Die Sicherheit der Kandidaten und aller Mitarbeiter hat Priorität!"
Und zwar absolute Priorität. Sollte sich die Situation verschärfen, so Küffner weiter, werde der Sender entscheiden, ob er das Team evakuiert und die Show damit erstmals in ihrer Geschichte abgebrochen wird. Nachdem Radost Bokel am Tag zuvor nicht mehr ausreichend viele Telefonanrufe für sich gewinnen konnte, wäre sie an Tag 13 diejenige gewesen, die nach dem freiwillig ausgestiegenen Sänger Martin Kesici (38), dem abgewählten Kollegen Daniel Lopes (35), Sangeskollegin Jazzy (36) sowie Radost Bokel und Moderatorin Ramona Leiß (54) zurück in die Zivilisation, dem Luxushotel Palazzo Versace, transferiert worden wäre. Von ihrer Freude auf ihre Familie hatte Radost keinen Hehl gemacht, doch der Regen nahm darauf keine Rücksicht.
Wer ist noch im Dschungelcamp?
Schlafsäcke, Pritschen und die Kleidung der noch im Camp verbliebenen Prominenten waren schon in der Vorwoche durchnässt, aber die Regenfälle in der zweiten Woche von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" toppen diese bei weitem. Die Schauspieler Kim Debkowski (19), Rocco Stark (25), Brigitte Nielsen (48), deren Brüste Titsi und Tatsi, Erotik-Model Micaela Schäfer (28), Fußballer Ailton (38) sowie Magier Vincent Raven (44) hielten bislang tapfer aus, doch wie RTL-Sprecher Claus Richter um 11:40 Uhr deutscher Zeit gegenüber der Onlineausgabe der Bildzeitung erklärte, sei es nicht einmal sicher, ob die Dschungelprüfung von Tag 13 durchgeführt werden könne. Ebensowenig wie ein Schichtwechsel im Produktionsbüro und ein Auffrischen der Moderatoren.
Denn Sonja und Dirk fahren nach Übertragungsende ebenfalls ins Palazzo Versace, schlafen, duschen dort und ziehen sich um. Das Produktionsteam konnte wegen der Regenfälle und der durch die Polizei gesperrten Straßen keinen Schichtwechsel durchführen; die Mitarbeiter schliefen nach Angaben von Bild.de auf dem Boden. RTL hat das nicht bestätigt. Demjenigen Leser, der bei den Januar-Temperaturen Deutschlands vergisst, welche Jahreszeit in Australien herrscht: Der Sommer, doch der kann ebenso verregnen, wie der zurückliegende Sommer des Jahres 2011 in Deutschland. Glitschige Hängebrücken, knietief überschwemmte Wege - wie auch immer: Suite101.de wird diesen Artikel aktualisieren und weitere News aus Australien zu liefern wissen.
Dschungelcamp 2012 an Tag 4: Dauerregen bei Brigitte & Co.
Sexvideo Radost Bokel: Kein Kommentar
Aus rechtlichen Gründen könne Radost nicht über die Sexvideo-Affaire sprechen, so die Schauspielerin gegenüber Sonja Zietlow und Dirk Bach im Baumhaus. Ein früherer Liebhaber habe sie damit erpresst. Die Enttäuschung überwiege im Vergleich zu der Scham, wenn ein Freund ein solches Video missbrauche und sie damit unter Druck setze. Im Moment, so die Schauspielerin, wolle sie sowieso nur zu ihrem Mann und ihrem Sohn, auf die sie sich sehr freue. Anwälte würden sich um die Sache kümmern, sagte Dirk Bach und fand das auch gut so. Als eine Superentscheidung stuften die Dschungelcamper die Entscheidung des Senders ein, die Dschungelprüfung im Camp und ohne Sonja und Dirk durchzuführen.
"Was geht los da rein?"
Fünf Sterne waren in einem einem Aquarium ähnlichen Behälter binnen einer Minute loszuknoten: Eine kurzweilige Sache, erfolgreich absolviert. Darüber hinaus vertrieben sich die Camper die Zeit mit Robotdancing, mit einem Streit über schauspielerische Fähigkeiten zwischen Rocco und Raven und Getuschel über die Qualität des Geturtels zwischen Kim und Rocco. Brigitte: "Was geht los da rein? Ich habe etwas gesehen." Mit diesen Worten unterbrach der Hollywood-Star das innige Beisammensein von Kim Debkowski und Rocco Stark. Nur Freunde seien sie, beeilten sich die beiden jungen Leute zu versichern; allerdings wenig glaubwürdig. Glaubwürdig aber war das Telefonvoting, innerhalb dessen für Ailton zu wenig Fans anriefen: Das Aus für den Fußballer, der sich nie wirklich wohlgefühlt hat im Camp.
