Elf Prominente im Dauerstress, so eine mögliche Zusammenfassung von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ vom 17. Januar 2012: Regen ohne Ende überflutete das Areal, Daniel wollte aufhören, Ramona und Vincent mussten sich Buschschweinsperma und Schweineanus reinziehen und Brigitte ging mit Martin auf Schatzsuche. Radost Bokel übergab ihren Teamchefposten an Jazzy; die Sängerin erwies sich als Freundin klarer Worte: "Ich glaube, wir sind alle heute nicht besonders gut drauf. Ich habe heut‘ den beschissensten Tag seit ich hier bin. Ich hab‘ keinen Bock auf Bullshit. Ich hab keinen Bock auf Kindergartendiskussionen. Ich hab‘ keinen Bock auf 13 Teamchefs. Ich geb‘ mein Ding sofort ab, sobald Leute meinen, die müssten die Nummer übernehmen – weil, dann hab ich keinen Bock. Wir sind alle über 18 und wir sind soweit, dass wir bis zwei denken können. Das heißt, die Aufgaben werden verteilt, die Aufgaben werden gemacht, und wir verhalten uns alle irgendwie Menschen ebenwürdig ohne die anderen in den Wahnsinn zu treiben.“ Magier Vincent Raven (44), Moderatorin Ramona Leiß (54), die Schauspieler Radost Bokel (36), Rocco Stark (25), Brigitte Nielsen (48) sowie die Sänger Martin Kesici (38), Daniel Lopes (36), Kim Debkowski (19) und Erotik-Model Micaela Schäfer (27) samt Fußballer Ailton (38) gehorchten Jazzy Marlene Tackenberg (36) aufs Wort.

Dschungelprüfung Tag 5: Ramona und Vincent holten neun Sterne

Am Ende der Sendung vom 16. Januar teilten Sonja und Dirk den Campbewohnern mit, dass Ramona und Vincent zur Dschungelprüfung Christkindles Markt antreten müssen. Diese wurde offenbar kurz umgetauft und fand unter dem Titel Frohes Fest statt. Auch schön, aber inhaltlich irrelevant, denn es blieb bei den elf für den Dschungel typischen Spezialitäten, die den beiden Campern auf dem Dschungel-Weihnachtsmarkt jeweils abwechselnd gereicht wurden. Derjenige, der die Köstlichkeit vernaschen muss, hatte dafür so lange Zeit wie der andere es schaffte, gefüllte Glühweingläser mit einer Hand in die Höhe zu halten. War alles heruntergeschluckt, gab es einen Stern. Jeder Promi hat einmal die Möglichkeit, seine Spezialität an den anderen weiterzureichen; im letzten Jahr von Jay Khan und Sarah Knappik als Oktoberfest gemeinsam durchgeführt.

Nicht wenige Zuschauer vermissen Sarah, die mit dem Outing diesbezüglich, dass Jay schwul sei, für Furore im Camp und enormes Zuschauerinteresse sorgte: Zehn Prozent höhere Zuschauerzahlen, so eine Ermittlung von Suite101.de, konnte "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Anfang 2011 verzeichnen. Nicht zuletzt, so ein Experte, Verdienst der Zickereien von Sarah Dingens, wie die Knappik von Moderator Dirk Bach mit Vorliebe genannt wurde. Für Ramona Leiß, die sich in den Tagen zuvor als Campmutter aufgespielt hatte, kam es direkt ganz heftig: Eine Tasse pürierte Käsefrucht, auch Kotzfrucht genannt, war zu trinken. Die Leiß verzog das Gesicht, summte ein Liedchen und trank heldenhaft aus. Der erste Stern, zu dem Vincent direkt den zweiten holte, in dem er eine Tasse pürierter Kakerlaken auftrank, als wäre es Limonade.

Neun Sterne und ein pralles Abendessen

Schweineanus, Eingeweide, Reibekuchen aus Käsefrucht und Fliegen, Seidenraupen in alter Zuckerwatte, Fischaugen, eine Dampfnudel mit Mehlwurmfüllung und Kakerlaken sowie am Ende Buschschweinsperma standen auf der Speisen- und Getränkekarte, deren Angebote von Ramona und Vincent fast vollständig verzehrt wurden. Bis auf eine zu große Menge Reibekuchen: Wegen des hohen Gewichts an Ramonas Arm reichte die Zeit nicht. Dennoch holten die beiden neun Sterne. Dafür kamen Opossum-Würstchen, Wachteleier, Rotkohl, Süßkartoffeln, Chinakohl und rote Zwiebeln sowie zum Nachtisch Litschis und Achachas-Früchte auf den Abendbrottisch der elf Freunde im Dschungelcamp.

Daniel Lopes kurz vor dem Verlassen von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"

Für Daniel schien nach vier Tagen im Dschungel alles zu viel zu sein. "Ich will gehen“, verkündete er Martin: "Ich will nach Hause, jetzt. Für mich ist es viel schlimmer, das zu tun als zu bleiben.“ Er verabschiedete sich von seinen Kumpels und machte sich auf den Weg ins Buschtelefon: "Ich will einfach nach Hause, ich kann das nicht mehr. Ich hab‘ keine Lust mehr. Tut mir leid, ich meine, ich hätte gerne das Spiel gemacht, aber es gibt so Dinge, die mich kontrollieren. Es gibt Gefühle, die mich kontrollieren und ich kann die im Moment noch nicht loswerden. Es ist für mich viel schwieriger, diesen Schritt zu machen als zu bleiben.“ Doch dann näherte sich eine Gestalt mit Kapuze dem Camp: Daniel hat es sich anders überlegt. Er bleibt. Mangelnde Energie habe er heute gehabt, so Lopes.

Tränen schon zwei Tage zuvor

Zwei Tage zuvor gewährte Daniel seinem Mitstreiter Vincent unter Tränen Einblick in sein Innerstes: "Ich vermisse meinen Sohn und meine Familie. Meine Schwester, die ist gestorben." Vincent tröstete: "Das ist doch ein schönes Gefühl und wenn Du weinst, ist doch gut.“ Daniels Tränenfluss nahm zu: "Ich kann meine Gefühle nicht verstecken. Ich hab meinen Sohn mal ein halbes Jahr nicht gesehen. Ich hatte keine Wohnung und konnte ihn nicht zu mir bringen. Ich weiß wie schlimm es ist, ohne Vater aufzuwachsen. Ich will, dass er alles bekommt. Ich sehe ihn gar nicht aufwachsen. Er ist jetzt fünf. So alt wie ich war, als mein Vater gestorben ist." Wenn er an seinen Sohn denke, so der 35-Jährige, könne er seine Gefühle nicht unterdrücken.

Schatzsuche mit Brigitte und Martin

Und Daniel legte nach: "Ich habe keine Wohnung. Wenn ich Geld verdiene, kommen direkt irgendwelche Leute, die das haben wollen. Geld ist mir egal. Ich will doch nur Glück und meinen Sohn und meine Familie." Die Schatzsuche mit dem Titel "Es werde Licht“ führte Brigitte und Martin zu einer stockdunklen Höhle, in der vier Schlüssel versteckt wurden, für die zu finden die Stars zehn Minuten eingeräumt bekamen. Zunächst galt es, einen Niedervolt-Stromkreis zu schließen und damit eine kleine Lampe zum Glimmen zu bringen.

Hier: Die Spielregeln und Luxusgegenstände

Während Martin für die Energieversorgung sorgte, fand Brigitte die Schlüssel. Zufrieden lösten sie die Schatztruhe vom Baum und trugen sie glücklich ins Camp. Beim Öffnen wurde den Urwaldcampern die Frage gestellt, warum Regenwürmer bei Regen an die Oberfläche kommen. Um nicht zu ertrinken, nicht aber um Futter zu suchen, so die korrekte Antwort, die auch gegeben wurde und dem Team löslichen Kaffee und Tee für jeweils eine Person einbrachte. Die Freude im Camp darüber war riesig.