DSDS 2012: Patrick Rouiller mit Lady Gaga und Applaus von Dieter

Patrick Rouiller bei DSDS 2012, 11.02.2012 - RTL / Stefan Gregorowius
Patrick Rouiller bei DSDS 2012, 11.02.2012 - RTL / Stefan Gregorowius
Am 11.01.2012 strahlte RTL die zweite Episode der neunten Staffel zu "Deutschland sucht den Superstar" aus, in der Patrick punktete, aber andere floppten.

Eine Million Zuschauer musste "Deutschland sucht den Superstar“ abgeben: Der Staffelstart vom 07. Januar lief nicht ganz so wie vom Kölner Privatsender RTL erwartet. Nach Angabe des Brancheninformationsdienstes Quotenmeter.de war die Premiere 2012 die schlechteste seit 2009. In Zahlen: Durchschnittlich 6,17 Millionen Zuschauer ab 3 Jahre sahen die erste Folge der Erfolgsshowreihe. Dies entsprach einem Marktanteil (MA) von 18,8 Prozent; eben so viele Fernseher in Deutschland waren zu diesem Zeitpunkt auf RTL eingestellt. In der für die Privatsender wegen der Berechnung der Werbeeinnahmen so wichtigen Zielgruppe der darin enthaltenen 14-bis 49-jährigen Zuschauer erreichte die unter dem Kürzel DSDS bekannte Show 31 Prozent Marktanteil beziehungsweise 3,70 Millionen Fans. Insgesamt 34.501 Bewerber stellten sich bei RTL vor; die sich aus Musikproduzent Dieter Bohlen, Sängerin Natalie Horler und Choreograph Bruce Darnell zusammensetzende Jury musste sich am 11. Januar 2012 erneut mit mehr oder minder schrägen Talenten auseinandersetzen, konnte mit Patrick Rouiller und Jesse-Ritch Kama-Kalonji aber auch echte Highlights begrüßen.

So lief die zweite Folge von DSDS 2012

Patrick Rouiller aus der Schweiz kam mit Gitarre und faszinierte die Jury mit seiner ganz eigenen Interpretation von Lady Gagas "Pokerface“. Die Juroren lauschten; ein zartes, kaum erkennbares Lächeln spielte um Bruce Darnells Lippen. Dieter Bohlen spendete sofort Applaus: Note eins für Gesang, Gitarrenspiel und Performance. Seine Kollegen vertraten dieselbe Auffassung. Drei Ja für den Kandidaten mit Finale-Eignung. Gärtner Patrick Kohlmann dagegen präsentierte sich als Fall vollkommen perfekter Fehleinschätzung, seine eigene Persönlichkeit betreffend. Er outete sich als Gigolo und verlieh seiner Auffassung Ausdruck, dass DSDS der ideale Weg sei, um Frauen abzuchecken.

Unfrisiert und mit einem grauenvoll schlecht sitzenden Anzug tanzte Kohlmann erst freakig und sang dann "Freaky Like Me“ passend zur Gesamtperformance. Es stank zudem; Bruce fragte, ob Patrick gepupst hätte. Dieser verneinte beleidigt. Bohlen machte einen Intelligenztest: „Welcher ist der siebte Buchstabe des Alphabets?“ Kohlmann raffte es nicht: Das G(eh) hat er nicht umsetzen können. Bohlen wies ihm den Weg. Im Gehen beschimpfte der Bewerber 25277 den Poptitan: „Ohne Thomas Anders hättest Du es zu nichts gebracht.“ Ui, so Bohlen, jetzt hätte er es ihm aber gegeben. Als Dieter Möchtegern bezeichnete der Loser den Erfolgsproduzenten, als behindert die ganze Jury. Obwohl Bohlen ihn im Finale sah: Im finalen Endstadium allerdings.

Felix Fuchs, Helena Startsev und Klaus Schaflinger scheiterten

Kaum Leute würden sich trauen, zum DSDS-Casting zu kommen, meinte der 21-jährige Felix Fuchs, der sich als Partylöwe verkaufte und dabei übersah, dass 34.500 Bewerber die gleiche Idee hatten, wie er. Doch mit dem Gesang klappte es bei dem Dreher nicht. „Wenn das Wetter so wäre, wie Du singst, dann würde es Scheiße regnen.“ so Dieter Bohlen zu dem Auftritt. In 10.000 Jahren, so der Chefjuror von "Deutschland sucht den Superstar", solle er wiederkommen. Viel schnuckeliger anzusehen als Felix war Kellner Klaus Schaflinger aus Österreich, der glänzende Outfits liebt, für Anstand, Zusammenhalt, Familie und positive Werte stand, doch einen Gesang ablieferte, als hätte er Verdauungsprobleme. Drei Nein für den 22-Jährigen.

Helena Startsev ließ keinen Zweifel daran, dass sie sehr christlich eingestellt ist: Die 27-Jährige dankte beispielsweise der evangelischen Kirche dafür, die Chance zur Teilnahme am Casting in Köln erhalten zu haben. Sie gab sich sehr höflich, grüßte zuvorkommend und trug "Das wichtigste auf der Welt ist das Wetter zu Hause“ vor; ein Lied, das ausdrücken soll, dass das Wichtigste eine gute Stimmung im Zuhause sei. Doch die Performance war mies. Natalie: „Du singst wie Du aussiehst . Das ist nicht böse gemeint, Du siehst aus wie eine Lehrerin und singst wie eine. Bruce dazu: „Es gibt Leute, die können singen. Und es gibt Leute, die können nicht singen.“ Dieter: „Jetzt musst Du sagen, zu welcher Kategorie sie gehört.“ Bruce:“Du kannst nicht singen.“ Drei Nein.

Angel Burjansky vergoss Tränen, Jesse dagegen empfahl sich für das Finale

Drei Nein musste Angel Burjansky akzeptieren, die seit acht Jahren und der ersten Staffel von DSDS den Traum hatte, am Casting teilzunehmen. Doch sie traf die hohen Töne nicht und hatte nicht genügend Kraft in der Stimme. Auf die Empfehlung, noch zu warten, reagierte sie mit Tränen. Bruce versuchte zu trösten, räumte der 16-jährigen Schülerin aus St. Augustin bei Bonn sogar eine weitere Chance ein, doch auch diese wusste das junge, sympathische Mädchen nicht zu nutzen.

Jesse-Ritch Kama-Kalonji aus Bern wird von seiner Freundin in allen Belangen unterstützt: Die Mutter aus der Schweiz, der Vater aus dem Kongo. Der 19-jährige Krankenpfleger begeistere nach eigenen Angaben die Menschen, die ihn auf der Bühne hören würden. Eine Kuschelrockstimme attestierte Dieter Bohlen dem jungen Schweizer. Glücklich sei er beim Zuhören gewesen, so Bruce Darnell; auch Natalie Horler zeigte sich angetan von dem Schnuckel: Drei Ja. Finale-Potenzial.

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