
- Hockenheim: Bruno Spengler kämpft noch um Platz 2 - André Zehetbauer
Nach dem morgigen Rennen auf dem Hockenheim-Ring geht eine Ära des Deutschen Tourenwagen-Masters zu Ende. Ab dem nächsten Jahr ist BMW wieder mit dabei. Ob Bruno Spengler bei Mercedes bleibt oder zum Münchner Konkurrenten geht, ist offen. Für die Stuttgarter möchte er aber den zweiten Rang in der Fahrer-Wertung halten. Und die Zeichen stehen gut.
DTM in Hockenheim: Ekström mit schwieriger Aufgabe
Denn im Qualifying schied Matthias Ekström vorzeitig aus. Von Startposition 10 - und damit vier Ränge hinter seinem kanadischen Widersacher - wird der Schwede ins Saison-Finale gehen. Zwei Punkte muss er aufholen. Bei Gleichstand gewänne der Champion von vor vier und vor sieben Jahren den Vize-Titel, weil er die höhere Zahl an Siegen aufweist. Bei den letzten vier Wertungsläufen triumphierte er dreimal und betrat in Brands Hatch als Zweiter das Sieger-Podest. Aufgrund der miserablen ersten Saisonhälfte mit dem Tiefpunkt im österreichischen Spielberg, als er im dortigen Qualifying bei Starkregen in die Boxenmauer krachte, war er aber im Kampf um die Meisterschaft vorzeitig chancenlos.
Saison-Finale 2011: Spengler im Vorteil
Für Bruno Spengler geht es einzig darum, vor Ekström zu bleiben. Dies sicherte ihm den zweiten Rang. Schaffen es beide nicht aufs Treppchen, darf sich der Kanadier maximal eine Position hinter dem Audi-Piloten einreihen. Unter den ersten drei müsste Spengler vor dem Schweden ankommen, da dort die Punkteabstände eben jene zwei Zähler betragen, die der Schützling von Norbert Haug vorne liegt.
Tomczyk mit dem Schaulaufen – Fünfkampf im vorderen Mittelfeld
Während Martin Tomczyk von Rang 3 mit seinem Schaeffler-Audi auf Abschiedstournee geht, haben fünf Fahrer Ambitionen, sich im Klassement zu verbessern bzw. die Position zu halten. Mike Rockenfeller, Sieger in Zandvoort, ist Fünfter mit 26 Punkten. Hinter Jamie Green (25) sind Ralf Schumacher, Edoardo Mortara und Gary Paffett gleichauf (21). Dort sind also noch Verschiebungen möglich. Schumacher möchte sich nach seinem dritten Platz zum Auftakt Ende April auf dieser Strecke mit einem ordentlichen Resultat von seiner C-Klasse verabschieden. Im nächsten Jahr wird er ein C-Coupé pilotieren. Das Qualifying (13.) lief aber alles andere als gut.
Audi-Fahrer Mortara steht allerdings direkt vor ihm. Green und Rockenfeller reihten sich als Zweiter und Vierter ganz vorne ein und haben gute Chancen, ihre Positionen zu halten. Paffett steht als Siebter hinter Spengler. Schnellster war übrigens Miguel Molina, der erst in den letzten beiden Rennen ein bis dahin völlig misslungenes Jahr etwas relativieren konnte. Am Ende des Feldes stehen die beiden Damen Susie Wolff, bisher Stoddart, und Rahel Frey aus der Schweiz.
Quellen:
DTM 2011, 10. Rennen in Hockenheim, Ergebnis Qualifying, www.dtm.com
DTM 2011, Gesamtklassement nach dem 9. Rennen in Valencia, www.dtm.com
