
- Duftgeranien verzaubern nicht nur durch ihren Duft - Mathias Kempowski
Des Deutschen liebste Balkonpflanze ist die Geranie. Den wenigsten Liebhabern der Dauerblüher, dessen botanischer Name Pelargonium lautet, ist jedoch deren große Artenfülle bekannt. So gibt es beispielsweise zahlreiche sogenannte Duftgeranien, welche in den folgenden Zeilen näher beschrieben werden sollen.
Geranie - keine Balkonpflanze wird häufiger verkauft
Jedes Jahr wandern mit dem einsetzenden Frühling hunderttausende dieser Pflanzen, die ursprünglich aus den Wüsten und Steppen Afrikas, Australiens und der Türkei stammen, über die Laufbänder der Baumarktkassen und die Ladentheken der Gärtnereien sowie Blumenhändler. Nur ein Bruchteil der verkauften Exemplare entfällt auf die Duftpelargonien. Es muss an der mangelnden Bekanntheit dieser Blütenpflanzen liegen, denn jeder, der auch nur einmal die Gelegenheit hatte den Duft einer dieser Geranien wahrzunehmen, hat sich schnell von ihnen gefangen nehmen lassen.
Pelargonien die Zitronenduft verströmen und deren Laub an Ahornblätter erinnert
Das Spektrum der Düfte ist weit gefasst. Angefangen beim weit verbreiteten Zitronenaroma, über Apfel-, Muskat-, Pfefferminz- und Rosendüfte, bis hin zu Menthol-, Pfirsich-, Balsam- und sogar Schokoladenaromen. Die Blüten sind im direkten Vergleich mit den herkömmlichen Balkongeranien klein aber dennoch vielfältig. Die meisten Arten weisen Blüten in diversen Rosatönen auf. Es gibt aber auch gelb- und weißblühende sowie mehrfarbige Sorten unter den Duftpelargonien. Die Blätter dieser Geranien sind nicht nur aufgrund ihres Duftes eine Besonderheit. Denn auch der Formenvielfalt dieser scheinen keine Grenzen gesetzt. So gibt es Arten mit Blättern von der Größe eines 5-Cent-Stückes und Handtellergroße sowie an Korallen und Ahornblätter erinnernde Formen.
Je magerer und trockener der Boden, desto intensiver riechen die Duftpelargonien
Ob als Kübelpflanze im Wintergarten oder als Beflanzung für die Balkonkästen, die Pflege der Duftpelargonien gestaltet sich, wie bei den gewöhnlichen Geranien, recht unkompliziert. Sparsamkeit bei Wasser- wie auch Düngergaben ist hier das oberste Gebot. Ein magerer und trockener Boden entspricht den Gegebenheiten ihres natürlichen Umfeldes und steigert zudem die Intensität der verströmten Düfte. Da die ätherischen Öle, aus denen die Düfte entweichen, vor allem eine Schutzfunktion vor zu großer Verdunstung für die Pflanzen sind. Niemals sollte der Boden nass sein oder die Pflanze gar in Wasser stehen. Mit viel Glück übersteht sie einmal stauende Nässe. Spätestens ein zweites Mal ist für die Duftgeranie aber gleichbedeutend mit einem Todesstoß, denn die Wurzeln faulen äußerst schnell.
Neue und altbewährte Sorten der Duftgeranien
Die Züchter sind fleißig und entwickeln Jahr für Jahr neue Sorten, schaffen immer wieder neue Kombinationen und Kompositionen aus verschiedensten Düften, Blatt- und Blütenformen. Unterdessen haben sich mit den Jahren zahlreiche Sorten als besonders robust oder beliebt erwiesen. Darunter zum Beispiel die nach Zitronen duftende Sorte Purple Unique oder die ebenfalls in einem Rosaton blühende Prince of Oranges, die einen Orangenduft verströmt. Diese lassen sich auch unter anderen in der Küche zum Kochen und würzen zahlreicher Speisen einsetzen und garantieren ein Geschmackserlebnis der besonderen Art.
