Dvorak – eine ergonomische Alternative zu QWERTY

Das Standardtastaturlayout ist QWERTY. Es ist unergonomisch. Dvorak ist eine Alternative, die die Finger schont und die Geschwindigkeit erhöht.

Dvorak wurde in den 1930ern als Alternative zu QWERTY entwickelt. Das neue Tastaturlayout sollte ergonomischer und effizienter als der bis dahin übliche Standard werden. Bis heute hat das Layout nur wenige Anhänger gefunden und QWERTY ist weiterhin Standard auf den Tastaturen. Dvorak als Tastaturbelegung ist leicht zu erlernen und angenehm zu schreiben.

Warum ein neues Tastaturlayout?

August Dvorak und William Dealey entwickelten in den 1930er Jahren das Dvorak-Tastaturlayout. Die Idee hinter Dvorak ist eine ergonomische Tastatur für den Typisten. Mit den aktuellen Tastaturen ist es nicht mehr technisch notwendig, häufig benutzte Tasten weit auseinander anzuordnen.

Entwicklung eines neuen Layouts mit Statistik und Physiologie

Um eine ergonomische Tastatur zu erreichen wurden statistische Messungen zur Buchstabenhäufigkeit durchgeführt. Als Resultat finden sich auf der Dvorak-Tastatur alle Vokale auf der Mittellinie unter der linken Hand wieder. Statt asdfg sind alle Vokale in der Reihenfolge aoeui auf der Mittellinie links angeordnet. Auf der rechten Seite sind die häufigsten Konsonanten angeordnet. Statt hjklö findet sich hier dhtns.

Neben der Häufigkeit der einzelnen Buchstaben flossen in das Layoutdesign auch physiologische Forschungen über die Hände ein. Dazu gehört, dass eine große Mehrheit der Menschen Rechtshänder sind. Dabei sind die Finger der rechten Hand in der Regel stärker. Eine zweite Erkenntnis war, dass das Schreiben von Buchstaben in der Reihe über der Grundreihe weniger Kraft erfordert als das Bedienen der Buchstaben in der untersten Reihe. Dies wurde beim Layout ebenfalls berücksichtigt.

Warum hat sich Dvorak nicht durchgesetzt?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Dvorak sich nicht durchgesetzt hat. In der Mehrheit sind diese heute jedoch obsolet oder nurmehr der eigenen Bequemlichkeit und der Mehrheit geschuldet.

  • Wer bereits QWERTY schreibt, muss ein neues Layout auswendig lernen. Meist siegt die Bequemlichkeit.
  • Das Dvorak-Layout ist nicht auf der Tastatur zu finden. Man muss eine Dvorak-Tastatur kaufen, wenn man hin und wieder auf die Tasten spicken will.
  • Es wird angenommen, dass es schwierig ist, auf ein anderes Layout umzustellen. Dabei funktioniert der Wechsel des Tastaturlayouts heute mit wenigen Mausklicks in den Systemeinstellungen.
  • Man tippt nicht mehr so schnell wie mit QWERTY. Dvorak lernen kann man mit Fremdsprachen lernen vergleichen. Man braucht Zeit und Übung, bis man flüssig schreiben kann.
  • In den Schulen wird nur QWERTY gelehrt und kein Dvorak. Damit wird ein Umdenken und das Heranwachsen einer neuen Tippkultur in der jungen Generation verhindert.

Wie kann man selbst Dvorak lernen?

Dvorak kann man auf zwei Arten lernen, nämlich indem man das Tastaturlayout auswendig lernt oder man sich einen Tipptrainer für Dvorak besorgt. In beiden Fällen kann es hilfreich sein, das Tastaturlayout für Dvorak auszudrucken und neben den Computer zu legen, wenn man keine Dvoraktastatur besitzt.

Beim Umlernen ist es zu empfehlen, möglichst nur noch in Dvorak zu tippen und nicht immer wieder zu QWERTY zu wechseln. Das beschleunigt das Umlernen und man gewinnt schneller die alte Geschwindigkeit zurück. Dafür muss man akzeptieren, eine Zeit lang langsamer zu tippen. Wer Dvorak als Tastaturlayout einstellen will, findet das Layout teilweise unter dem Namen American Simplified Keyboard.

Barbara Fiedler - Guten Tag, ich bin Informatikerin. Zusätzlich habe ich bereits zu Schulzeiten journalistisches Schreiben bei der ...

rss