Elektronische Bücher im Internet zu entdecken, ist gar nicht so einfach. Zwar steigt das Interesse an den E-Books allgemein. Doch Händler und digitale Bücher auf Deutsch sind noch eher rar gesät. Große Online-Buchhandlungen wie Buch.de oder Bol haben häufig eine eigene E-Books-Sparte. Aber was sich dahinter an konkretem Bücherangebot verbirgt, ist ganz unterschiedlich. Spezialanbieter wie Ciando.com oder Beam-ebooks haben damit begonnen ihr Sortiment neben E-Book-Readern auch auf die verschiedenen Leseformate für Smartphones und die unterschiedlichen Computerbetriebssysteme auszubauen. Für die E-Book-Suche lohnt außerdem auch manche Webseite der Verlage. Doch bei welcher Adresse man nun mit seinem Symbian Handy, mit seinem E-Reader oder mit dem iPad am besten fündig wird, das ist ein wenig unübersichtlich. Die folgende Übersicht will ein paar Schneisen schlagen.
E-Books bei Ciando.com
Ciando ist E-Book-Händler der ersten Stunde. Das E-Book-Angebot ist breit gefächert und umfasst neben Belletristik auch viele Fachverlage. Die Bücher werden im PDF-Format (auch für Mobile), im EPUB-Format und im PDB-Format zum Download angeboten. Letzteres ist für Palm-Geräte und Smartphones mit Symbian ausgelegt. Bei der Suche nach den digitalen Büchern ist eine Vorauswahl nach dem eingesetzten Lesegerät möglich. Dann werden nur die gefilterten E-Books etwa für den Aluratek Libre oder das Cybook Opus, für Windows-PCs, Mac oder Linux angezeigt. Kurzprofil: der E-Books-Spezialist.
Thalia.de: EPUB-Bücher und Englischsprachiges
Bei Thalia wird man in jedem Fall zu E-Büchern für das Oyo Lesegerät und für Sony Reader fündig. Denn beide Reader bietet die Buchhandelskette selber an. EPUB ist das bevorzugte Format. Neben Romanen, Sachbüchern und Ratgebern auf Deutsch findet sich eine große Kategorie für English-Books. In einzelne E-Books kann man auf Wunsch hineinblättern. So sieht man bereits vorab wie sich das Schriftbild beim Lesen konkret darstellt. Kurzfazit: große EPUB-Auswahl.
Libri.de – internationales Angebot
In der E-Books-Kategorie bei Libri gibt es eigene Unterkategorien für die Formate EPUB, PDF und Mobipocket. Ab Mitte 2011 ist die Aufnahme von E-Books für IOS, also iPhone, iPad und für Android-Handys geplant. Das internationale Bücherangebot bei dem Buchgrossisten umfasst neben englischsprachigen auch französische, spanische, polnische und viele andere fremdsprachige E-Books. Kurzfazit: vielseitiges Angebot, variable Formate.
Das Spartenprogramm von Beam-eBooks
Ebenfalls im EPUB-, Mobipocket- und PDF-Format lassen sich Bücher bei Beam-eBooks herunterladen. Auch dieses Portal ist schon lange auf elektronische Literatur spezialisiert. Auch weniger bekannte Verlage kann man hier entdecken. Zudem gibt es etliche Gratis-E-Books im Angebot. Bei diesem Anbieter lohnt sich das Stöbern, wenn man einmal etwas eher Ausgefallenes sucht. Kurzprofil: auch kleinere Verlage, variable Formate.
E-Books bei Verlagen suchen
Etliche Buchverlage bieten auch direkt auf ihren Webseiten ausgesuchte Publikationen zum E-Book-Download an. Wer schon weiß, wo ein gesuchtes Buch erschienen ist oder seinen Lieblingsverlag hat, kann die Verlagsseiten also direkt ansteuern. Fündig wird man da etwa bei Random House, zu dem unter anderem Heyne, DVA, Goldmann und viele weitere Verlage gehören. Auch Kiepenheuer & Witsch, DroemerKnaur oder der Rowohlt Verlag haben E-Books im Programm. Kurzfazit: breites Spektrum, Selbstsuche.
Libreka und Pageplace.de
Eine verlagsübergreifende E-Book-Suche ist auf dem Branchenportal Libreka.de möglich. Bücher werden hier im PDF-Format und teilweise im EPUB-Format angeboten. Die Bücher sind zumeist DRM-geschützt. Hinter dem Portal steht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Ein Partnerprojekt ist die neue Plattform Pageplace, wo es in Zusammenarbeit mit der Telekom zunehmend digitale Literatur für mobile Endgeräte wie Blackberry, Handys, iPad oder iPhone geben soll. Kurzprofil: Branchenangebot, PDFs für PC-Leser (Libreka), mobile Formate (Pageplace)
Quellen
- Boersenblatt.net
