In Zeiten von Klimawandel und stetig steigenden Benzinpreisen geht der Trend auf dem Land wie zu Wasser in Richtung umweltfreundlicher Fortbewegungsmittel. Eines davon ist das Elektroboot, kurz E-Boot. Bei einem E-Boot läuft die komplette Stromversorgung über eine Batterie, die in einem Hafen aufgeladen werden muss. Gerade in Binnengewässern ist dieses, CO² -freie Wassergefährt, eine umweltschonende Alternative.

E-Boote umweltfreundlicher Spaß ohne Führerschein

Genauso wie bei größeren Fahrzeugen auf dem Land braucht man auch für größere Boote und Schiffe einen Führerschein. Ausnahmen bilden hier alle Boote mit einer Leistung von bis zu fünf PS. In ausgesuchten Gewässern kann man hier auch als unausgebildete Landratte über das Wasser schippern, wenn man sich an die Regeln zu Wasser hält. Gerade im Urlaub ist dies eine aufregende Alternative zu dem üblichen Sonnenbaden am Strand.

E-Boote stoßen, anders als ihre mit Treibstoff betriebenen Kollegen, kein CO² aus. Der Antrieb, sowie die gesamte Elektronik an Bord, werden über eine spezielle Batterie mit Energie versorgt. Zudem sind E-Boote sehr leise und stören nicht ganz so sehr die Tiere in ihrem Umfeld. Ein Abzug in puncto Umweltfreundlichkeit muss allerdings Aufgrund der genutzten Energie erfolgen, wenn es sich nicht um grüne Energie, also Energie aus regenerativen Quellen, handelt.

E-Boote im Vergleich zu Benzinern

E-Boote haben im Vergleich zu Booten mit Verbrennungsmotoren nur geringfügig weniger Leistung. Dies kann man allerdings nur von kleineren Booten sagen, denn für größere Boote und Schiffe gibt es kaum effektive Batterien und Antriebe. Ein fünf PS starkes E-Boot kann es beinahe mit einem 30 PS starken, mit Diesel betriebenen, Boot aufnehmen. Die Höchstgeschwindigkeit des E-Bootes liegt bei etwa 11,5 Kilometern pro Stunde und die des dieselbetriebenen bei circa 14 Kilometern pro Stunde.

Die Niedrigere Geschwindigkeit ist aber kein großer Nachteil. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt in den meisten Binnengewässern üblicherweise eh zwischen sechs und zwölf Kilometern pro Stunde. Der große Nachteil des E-Bootes ist allerdings die begrenzte Reichweite. Diese liegt zwar bei ungefähr 200 Kilometern, aber dann ist definitiv Feierabend und man müsste auftanken. Die Batterie kann man in einem, für E-Boote ausgelegten, Yachthafen oder mit einer handelsüblichen 220 Volt Steckdose, an jedem Steg aufladen.

Solarboote

Solarboote sind eine spezielle Form der Elektroboote. Sie werden auch mit Strom angetrieben, nur generieren sie ihren Strom selber. Dies geschieht bei Solarbooten, wie der Name schon sagt, über Solarzellen und die Sonnenkraft. Die gewonnene Energie wird an Bord in elektrischen Strom umgewandelt und in einem Energiespeicher gespeichert. So ist das Solarboot bei bewölktem Himmel und sogar bei Nacht betriebsbereit. Bei ungetrübtem Himmel und Sonnenschein ist, mit einer begrenzten Geschwindigkeit von circa 4 Kilometern pro Stunde, sogar eine uneingeschränkte Fahrdauer möglich und bei Nacht sind es ungefähr 12 Stunden.

Quellen und weiterführende Informationen: