Während bei den E-Book-Lesegeräten ein Modell nach dem anderen auf den Markt geworfen wird, wächst die Unübersichtlichkeit bei den E-Book-Formaten. Welcher E-Book-Reader kann welchen Dateityp lesen? In welchem Format gibt es die besten Bücher?

Um solche Fragen zu beantworten, empfiehlt es sich, den derzeitigen Entwicklungen am E-Book-Markt ein wenig auf den Grund zu gehen, um abschätzen zu können, wohin die Reise geht. Momentan gehören Mobipocket, ePUB und PDF zu den meist gehandelten Formaten. Mobipocket ist das Hersteller-Hausformat des Kindle E-Book-Reader von Amazon. Das Portable Document Format PDF von Adobe hat sich besonders im PC-Bereich als wichtiges Standardformat für digitale Texte etabliert und ist ebenso als E-Book-Format weit verbreitet. Die PDF-Erstellung ist mit der entsprechenden Software nicht sonderlich kompliziert und prinzipiell jedermann möglich. Allerdings kann das PDF-Dokument auf E-Book-Readern Probleme bei der Darstellung bereiten, weil die Größe der Schrift und das Seitenformat nicht immer optimal zu kleineren Displays sind.

Hier hat das ePUB-Format als extra für E-Books entwickeltes Format Vorteile, weil es sich den verschiedenen Bildschirmanforderungen anpassen kann. Überdies handelt es sich im Gegensatz zu den beiden genannten nicht um ein herstellergebundenes, sondern um ein offenes Format. Wenn man die besonderen Kennzeichen herausheben will, die den drei E-Book-Formaten ihre Bedeutung geben, so wäre das für das PDF-Format die relativ große Verbreitung, für mobipocket die dahinterstehende Plattform von Amazon, und für das ePUB-Format die Variabilität und Offenheit des Standards. Die Formate im Kurzüberblick:

Das ePUB-Format

Das ePUB-Format wurde beim International Digital Publishing Forum IDPF entwickelt. Von vielen Verlagen wird es favorisiert und als zukünftiges Standardformat gesehen. EPUB ist XML-basiert und daher für viele Applikationen anpassbar. E-Reader, die Bücher in diesem Format lesen können, sind der Sony PRS 505 oder das Cybook (je nach Ausführung). Das E-PUB-Format ist auch konvertierbar, zum Beispiel zu mobipocket.

Mobipocket

Der dahinter stehende französische Hersteller zeichnet zusammen mit dem mobipocket-Format auch für das .AZW-Format für den Kindle-Reader von Amazon und das .PRC-Pendant (Palm Resource Compiler) für Handhelds verantwortlich. Die dazugehörige Software etwa zum Lesen am PC ist als kostenloser Download erhältlich. Neben dem Kindle ist auch der E-Book-Reader Cybook in bestimmten Ausführungen in der Lage, elektronische Bücher unter mobipocket zu lesen.

Das PDF-Format

PDF ist die Abkürzung für Portable Document Format und eine Entwicklung aus dem Hause Adobe. Neben E-Books wird es auch für elektronische Journale und generell für digitale Dokumente verwendet. Auch im wissenschaftlichen Bereich wird das PDF-Format oft eingesetzt. Sony Reader PRS 505 und das Cybook von Bookeen können prinzipiell E-Books in diesem Format darstellen. Unter Umständen ist aber die leichte Lesbarkeit wegen der Notwendigkeit zum Scrollen eingeschränkt.

Daneben gibt es noch viele andere Formate, wie LIT (Microsoft Reader), das Textformat (.txt) oder html für die Darstellung von E-Books. Ein Programm zur Konvertierung zahlreicher Dateiformate ist Calibre. Damit lassen sich einzelne E-Books auch umwandeln und so für verschiedene Reader kompatibel machen.