Eckartsburg: historischer Ort und Freizeitspaß drum rum

Blick auf die Eckartsburg über Eckartsberga - Harald Rossa
Blick auf die Eckartsburg über Eckartsberga - Harald Rossa
Oberhalb von Eckartsberga stehen die Reste einer mächtigen Burg. Und rund herum gibt es Attraktionen zur Freizeitgestaltung.

Die Eckartsburg, die auch Eckartsberga genannt wird, ist eine in Teilen erhaltene Burg oberhalb der Stadt Eckartsberga im Burgenlandkreis des Landes Sachsen-Anhalt. Sie steht hart an der Grenze zu Thüringen auf dem Höhenzug der Finne im Naturpark Saale-Unstrut-Triasland und gehört zu den Stationen an der Straße der Romanik. Sie gehört heute der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

Die Burg

Die Eckartsburg ist wie viele andere mittelalterliche Burgen in eine Kernburg und eine Vorburg geteilt. Der Zugang zur Burg erfolgt durch einen 8,2 Meter langen Torbogen. In dem gibt es eine Nische als Wohnung für den Torwächter. Die wurde zeitweise auch als Gefängnis genutzt. In die Hauptburg führt ein 10,4 Meter langer und 2,8 Meter breiter Torgang. Dessen Mauern sind drei Meter stark. Der gut erhaltene 22 Meter hohe kleine Bergfried hat 2,50 Meter starke Mauern. Der Zugang zum Turm ist in einer Höhe von neun Metern angelegt worden.

Der große Bergfried hat 5 Geschosse und erhebt 36 Meter hoch. Die Mauern sind von der Basis bis zum 3. Stockwerk 2,5 Meter stark. Er kann erstiegen werden und bietet von oben eine prächtige Aussicht auf das südlich der Burg gelegene Schlachtfeld von Jena und Auerstedt. Er war Wachturm und Unterkunft. Das unterste Geschoss ist heute mit Schutt gefüllt. In den anderen Stockwerken ist ein kleines Museum eingerichtet. Prachtstück der Ausstellung ist ein Diorama mit über 6.000 Zinnfiguren, das die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt vom 14. Oktober 1806 darstellt.

Zum 1.000-jährigen Burgjubiläum 1998 wurde der Palas, an dessen Südseite der Jungfernturm mit Fenstern und Pechnasen zur Verteidigung steht, rekonstruiert. Die Räume im Palas werden heute zu kulturellen Zwecken genutzt und können auch angemietet werden. Auch standesamtliche Hochzeiten sind hier möglich. Im Saal ist wieder das Original des Laufrades des Forstmeisters Karl Freiherr von Drais von 1817 zu sehen, das als Urvater aller Fahrräder gilt. Auf der Südseite der Burg haben einige Wohnräume die Zeiten überstanden. Sie werden heute als Gaststätte und Wirtswohnung genutzt.

Freizeitspaß um die Eckartsburg

Im unmittelbaren Umfeld der Burg gibt es als weitere Attraktionen einen Irrgarten, eine Minigolfanlage, eine Sommerrodelbahn und das Burgenland mit Nachbildungen von 30 Burgen und Schlössern.

Zur Geschichte der Eckartsburg

Hierzu gibt es einen eigenen Beitrag „Eckartsburg. eine wichtige Burg der Landgrafen von Thüringen“.

Mehr Information zur Eckartsburg

Reinhard Schmitt: Die Eckartsburg; Große Baudenkmäler Heft 445, Deutscher Kunstverlag München und Berlin 1993

Kontakt: Eckartsburg, D-06648 Eckartsberga, Fon +49 (0) 34467 20415, Mail eckartsburg@t-online.de

Die Burggaststätte ist in der warmen Jahreszeit täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.