Edelmetalle als Inflationsschutz

Goldbarren sind als Inflationsschutz geeignet. - Carlo Schrodt/pixelio.de
Goldbarren sind als Inflationsschutz geeignet. - Carlo Schrodt/pixelio.de
Edelmetalle sind in Krisenzeiten ein wichtiger Bestandteil beim Vermögensschutz.

Schon lange gibt es Diskussionen über die Dollarschwäche. Die Weltwährung, in der auch die Ölgeschäfte abgewickelt werden, wird immer schwächer. Die durch die Finanzkrise benötigten Rettungspakete, die in die hunderte Milliarden gehen, tun dem Dollar und allen an ihn gekoppelten Währungen nicht gut. Gegenwärtig wird viel über die Erholung der Märkte und ein ansteigen der Wirtschaftskraft (Deutschland) gesprochen. Doch die Krise scheint noch nicht überstanden. Das Zeigen der im Verhältnis zum Dollar stehende starke Euro sowie das neue Allzeithoch beim Goldpreis. Was macht man in solch unsicheren Zeiten mit seinem Geld?

Inflationsgeschütze Anlagen

Viele Anleger legen ihr Geld in Sachwertanlagen wie Immobilien und Edelmetalle an. Der Markt für Sachwerte ist trendbedingt die Anlaufstelle Nummer 1 beim Thema Inflationsschutz. In der Hoffnung ihr Vermögen zu retten, schichten viele Anleger ihr Geld um. Die zeitlose Form des Kapitalerhalts bei Währungsschwierigkeiten hat sich traditionell bewährt. Doch wie bei allen anderen Investments gilt es, eine Strategie zu haben und die Ruhe zu bewahren. Nur so kommt man sicher durch die volatilen Märkte.

Volatile Zeiten

Während der Goldpreis relativ stabil nach oben geht liest man in den in den Finanzmarktmedien beim Silber gegenwärtig nur von starken Kursschwankungen, Marktbereinigung, schwache und starke Hände mit kurzen und langen Halteperioden Ihres Investments sowie die Bedeutung des Silbers für die Industrie. Wie kommt es dazu? Zum einem gibt es wie immer Spekulanten die kurzfristige Gewinne machen wollen. Andererseits verkaufen Anleger, aus Angst Ihr Geld zu verlieren, die Minenzertifikate, Aktien und Edelmetalle wieder. Es scheint, als vergessen viele die essentiellen Grundlagen beim Einstieg in die Edelmetalle.

Geld und Sachwert

Der wesentliche Unterschied zwischen Geld und Sachwerten liegt in ihrem Bezug zur Inflation. Der Geldwert stellt die Kaufkraft des Geldes dar und wird in Geldeinheiten einer Währung ausgedrückt. In diesem Zusammenhang betrachtet ist es unerheblich, ob der Kurs von Gold, Silber und Platin steigt oder fällt. Ein Kilo Gold ist und bleibt ein Kilo Gold. Als Faustregel gilt, je nach Anlagestrategie, 20–30 Prozent des Geldes in Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin anzulegen. Behält man es sich nun vor, innerhalb einer konservativen Strategie, Rücklagen zu bilden, bleibt eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber der jeweilig aktuellen Papierwährung bestehen. Auch die weiteren Eigenschaften der Edelmetalle wie

  • gleichartig
  • optisch schön
  • nicht herstellbar
  • problemlos beleihbar
  • hoher Wert pro Einheit
  • nicht beliebig vermehrbar
  • weltweit akzeptiert und anerkannt

sind als Gründe für eine Investition in diese Rohstoffe erwähnenswert. Die mit den Eigenschaften einhergehende Sicherheit wurden auch dazu eingesetzt den Geldmarkt über viele Jahre zu stabilisieren (internationaler Goldstandard).

Daran scheinen nun auch die die verantwortlichen im Bundestaat Utah (USA) zu denken. Gold und Silber sollen dort wieder als offizielles Zahlungsmittel zugelassen werden. Sollte das Gesetz rechtsgültig werden, besteht die Möglichkeit das weitere Bundestaaten folgen. Ob diese Welle sich dann auch auf den restlichen Wirtschaftsraum der Welt auswirkt ist fraglich, doch verschlechtert dieser Umstand die Attraktivität von Edelmettallen nicht. Es ist eher davon auszugehen das die Kurse weiter steigen werden. Was den Spekulanten freut dürfte auch den Kleinanleger dazu veranlassen sich einige Münzen und Barren zuzulegen. Neben der dann erworbenen Unabhängigkeit gibt es einen weiteren Vorteil. Man schont seine Nerven. Es bleibt noch Zeit für die schönen Dinge im Leben. Was im Allgemeinen gilt, gilt in Krisenzeiten erst Recht: In der Ruhe liegt die Kraft. Und mit ein paar Barren und Münzen kann man der Zukunft ruhig entgegen sehen.

Profilbild, J. Dieckmann

Jerome Dieckmann - Geboren und Wohnhaft in Berlin Journalist, Autor, freier Unternehmer in der Projektentwicklung Als “Assistent der ...

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