Ehrenämter – eine Bereicherung für Mensch und Gesellschaft

In immer mehr sozialen Bereichen ist das Ehrenamt unverzichtbar. Was bewegt Menschen dazu, ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Engagement kostenlos zur Verfügung

Ehrenämter finden sich in vielen Bereichen. Sport, Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, kranken und alten Menschen oder mit Tieren sind die häufigsten Zweige. Vieles wäre gar nicht möglich oder für die Allgemeinheit zu teuer, wenn es das Ehrenamt nicht gäbe. Dennoch sind die Ansichten über Ehrenämter kontrovers. Vor allem im pflegerischen Bereich besteht eine Diskrepanz im Auge der Öffentlichkeit. Manche Arbeit, die unbezahlt geleistet wird, könnte auch in bezahlte Arbeitsplätze umgewandelt werden. Welche Vor- und Nachteile haben Ehrenämter?

Ehrenämter für das Selbstbewusstsein

Nicht selten werden Ehrenämter von Menschen übernommen, die noch etwas Wertvolles im Leben leisten wollen. Es handelt sich um Menschen im Ruhestand oder Frauen, deren Erziehungszeit endgültig vorüber ist. Auch arbeitslose Menschen beschließen häufig, zumindest in einem Ehrenamt ihre Nützlichkeit für die Gesellschaft unter Beweis zu stellen. Selbstverständlich übernehmen auch voll berufstätige Menschen Ehrenämter. Diese finden sich dann oft im sportlichen Bereich und verbinden Hobby und Engagement miteinander. Wie auch immer die Beweggründe sein mögen - etwas Sinnvolles, Gutes und Nützliches zu tun, verschafft ein gutes Gefühl. Die Menschen haben Freude an ihrem Tun und leisten zu dem etwas für die Allgemeinheit.

Unterschiede zwischen Ehrenamt und bezahlter Tätigkeit

Der markanteste Unterschied besteht sicher darin, dass ein Ehrenamt freiwillig übernommen wird, wenn der Ausübende Freude daran hat und vom Sinn seiner Tätigkeit überzeugt ist. Bei einer bezahlten Tätigkeit ist das leider oft nicht so. Das wirkt sich häufig in der Qualität der Arbeit aus. Etwas, was gerne getan wird, wird in der Regel auch besser gemacht. Andererseits ist man mit einem Ehrenamt nicht so gebunden. Das bedeutet, man kann jederzeit pausieren oder es ganz aufgeben, wenn es persönliche oder zwingende Gründe gibt, die die Ausübung behindern. Somit besteht für die Institutionen und Menschen, die von einem Ehrenamt profitieren, immer eine gewisse Unsicherheit. Ein bezahlter Arbeitnehmer wird gerade in der heutigen Zeit seine Arbeit auch dann ausüben, wenn er keine Freude daran hat, krank ist oder er für gewisse persönliche Dinge einfach freie Zeit brauchen würde. Selbstverständlich gibt es Urlaubstage. Doch die reichen nicht immer aus oder man bekommt sie nicht immer, wenn man sie braucht.

Sozialversicherungspflichtige Arbeit in der Pflege

Vor allem im medizinisch pflegerischen Bereich, in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Hospizen ist zuverlässige Arbeit wichtig. Genau hier wird aber an Personal mit festen Arbeitsverträgen gespart. Für die Grundpflege, so zu sagen das Nötigste, ist Personal vorhanden. Doch bereits hier bekommt der Patient zu spüren, dass die Zeit, die für die Pflege zur Verfügung steht, meist nicht ausreicht. Nicht ohne Grund sind in den Medien immer wieder Berichte zu hören oder lesen, dass hilfebedürftige Menschen nicht ausreichend versorgt werden können und dies teilweise zu massiven gesundheitlichen Einbußen führt. Die zeitlichen Lücken werden gerne mit ehrenamtlichen Mitarbeitern gefüllt, leider nicht ausreichend und nicht immer erfolgreich. Mehr Angebote an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung kämen der Qualität in der Pflege und damit den Patienten zu Gute. Die im Ehrenamt Tätigen könnten sich vermehrt um die menschlichen Bedürfnisse kümmern.

Grundlagen für die Übernahme von Ehrenämtern

Man stelle sich vor, es gäbe keine Ehrenämter – es würde vieles zusammenbrechen. Ehrenämter sind für die Gesellschaft enorm wichtig. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine ehrenamtliche Arbeit zu übernehmen, sollte sich vorab gründlich informieren, was erwartet wird und ob er es leisten kann. Um nicht in Frustration zu enden, weil andere für die scheinbar gleiche Arbeit bezahlt werden, ist es wichtig, sich die Funktion eines Ehrenamtes vor Augen zu führen. Wem klar ist, dass er für die fest beschäftigten Arbeitnehmer eine Stütze und Hilfe ist, die letztendlich den Menschen zu gute kommt, wird sein Amt mit Freude erfüllen. Viele Organisationen, gerade in sozialen Bereichen, bieten Informationsabende und Schulungen an. Diese sollte man nutzen, um seine Motivation zu untermauern und seine Stärken und auch Schwächen herauszufinden. Und man darf durchaus in Kauf nehmen, anschließend festzustellen, dass die ausgewählte Tätigkeit vielleicht nicht die Richtige ist. Es wird sich eine andere, passendere finden.

Weitere Informationen finden sich hier:

http://www.arbeitsratgeber.com/ehrenamt_0063.html

Claudia, Claudia Lutterkort

Claudia Lutterkort - Mein Name ist Claudia Lutterkort. Ich wurde 1961 geboren, habe zwei Kinder, drei Hunde und eine Katze. Ich arbeite in der ...

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