Ehrenamtliches Arbeiten mit Hunden

Tierheime brauchen Helfer

Hund im Tierheim - dpa
Hund im Tierheim - dpa
Hunde trifft das Leben im Tierheim am schwersten. Oft sind die Vierbeiner total unterfordert. Ehrenamtlich Hunde ausführen erleichtert ihren Alltag.

Sie sind niedlich, mit ihren treuen Augen können sie einen verzaubern. Und trotzdem landen jedes Jahr Tausende von ihnen im Tierheim. Des Deutschen liebstes Tier erleidet oft ein hartes Schicksal. Gekauft, ohne sich der Beantwortung bewusst zu sein, was für eine Arbeit ein Hund macht. Aber nicht nur Fehlkäufe, auch illegal gezüchtete Tiere oder Ausgesetzte landen im Tierheim. Der gewohnte Gassigang fällt nun weg. Tag ein Tag aus sitzen sie im Zwinger, kommen nur selten in ein Freigehege, wo sie ein wenig toben können. Oft total unterfordert präsentieren sie sich aufgedreht jedem Besucher, der vorbei geht. Das hilft der Vermittlung überhaupt nicht.

Die Gassigänger lockern den Alltag auf

Die Tierheimwärter haben in ihrem Alltag kaum Zeit, die Hunde auszuführen und Beschäftigung gibt es lediglich, wenn Hundetraining auf dem Programm steht. Diese Freizeitbeschäftigung findet aber eher sporadisch statt. Erlösung bieten ehrenamtliche Helfer, die die Hunde ausführen. Sie bringen Abwechslung in den Alltag des Tieres und können ihnen zudem noch eine Menge beibringen. Jeder kann ehrenamtlich arbeiten, der ein bisschen Zeit opfern möchte. Egal ob berufstätig oder nicht. Belohnung ist ein ausgeglichener Tag an der frischen Luft. Denn bekanntlich erleuchten Hunde unser Gemüt. Und der Hund wird es einem Danken. Während des Gassigehens scheint jedem Hund ein Lächeln über das Gesicht zu huschen. Und Erfolge lassen sich ebenfalls erkennen, wenn der Hund mit jedem Gang gehorsamer wird.

An der Leine zerren ist normal

Denn wenn man beispielsweise nur einmal die Woche aus dem Zwinger befreit wird, lockt der Geruch der großen Welt. Selbst die ältere Generation unter den Hunden erblüht zu neuem Leben. Ein Tipp: Wenn möglich erst einmal eine Runde spielen mit dem Hund. Vor allem wenn es ein neuer Vierbeiner ist. Der Hund entspannt sich, das Verhältnis ebenso. Und der Hund geht befreiter an der Leine. Die Gassigänger können eigene Erfahrungen an dem Hund probieren und der Hund lernt dazu. Das erhöht die Vermittlungschance und gute Eigenschaften des Hundes werden sichtbar.

Nicht nur Therapie für den Tierheimhund

So wie der Hund von ihnen lernt, so lernen sie auch von dem Hund. Zum Beispiel, wenn man in ferner oder naher Zukunft einen Hund anschaffen will, so ist das Gassi gehen ein gutes Training auch für den Menschen. Situationen richtig einschätzen können und das Wesen Hund kennen lernen, das sind Vorteile, die diese ehrenamtliche Tätigkeit mit sich bringt. Und für Menschen, die Angst vor Hunden haben, ist dies das beste Heilmittel. Denn oft haben sie es mit mehreren Vierbeinern zu tun. Das Tierheimpersonal steht ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite, hilft ihnen bei Problemlösungen und schult die Helfer zusätzlich. Die Hunde werden es ihnen danken und freuen sich über jede Belohnung. Für die Helfer indes ist es die größte Belohnung, wenn ein Langzeitpatient vermittelt wird. Vielleicht dank ihrer Hilfe.

Tina Maibach, Christa Graetz

Tina Maibach - Die Autorin im Bild rechts neben diesem Text arbeitet derzeit als freie Redakteurin für Xenon, dem Ausbildungsfernsehen des RBB. Hier ...

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