Ein Besuch in der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Kapelle der Versöhnung - Rebecca Haertel
Die Kapelle der Versöhnung - Rebecca Haertel
Die Gedenkstätte Berliner Mauer informiert über die Teilung der Stadt. Auf dem Grundstück ist auch die Kapelle der Versöhnung.

Am 20 August 1961 wurde der Glauben eingemauert. Denn am 20. August 1961 wurde die Versöhnungskirche eingemauert. Diese Kirche war einzigartig in Berlin. Sie lag mitten auf dem Grenzstreifen an der Bernauer Straße. Als sie 1894 eingeweiht wurde, hatten die Menschen noch keine Ahnung von ihrem traurigen Schicksal. Im Januar 1985 wurde sie gesprengt - ein Bild das um die Welt ging.

Gedenkstätte Berliner Mauer - der Nordbahnhof

An der Bernauer Straße liegt die Gedenkstätte Berliner Mauer, die an die „Schandmauer" (westdeutsche Bezeichnung) oder an den “antifaschistischen Schutzwall“ (ostdeutsche Bezeichnung) erinnert.

Am besten beginnen Sie ihre Tour am Nordbahnhof. Viele Informationstafeln im Bahnhof stimmen auf den Besuch in der Gedenkstätte ein. Der Nordbahnhof war ein so genannter Geisterbahnhof, dass heißt die S-Bahn Züge hielten hier nicht während der Teilung der Stadt. Die Ausstellung „Grenz und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin“ lehrt den Besucher alles über diese Geisterbahnhöfe. Dann geht es weiter zum Besucherzentrum das in der Nähe des Nordbahnhofs liegt. Dort bekommen Sie erste Informationen über die Ausstellung, es gibt auch eine Buchhandlung.

Gedenkstätte Berliner Mauer- das Areal, der Aussichtsturm und die Kapelle der Versöhnung

Auf dem Areal der Gedenkstätte kann man ein Fragment der originalen Mauer besichtigen. Ein Modell zeigt den Verlauf der Mauer durch die Stadt. Informationstafeln mit Hör- und Bilddokumenten (Deutsch und Englisch) erzählen von der Geschichte der Mauer. Bei strömenden Regen studieren drei junge Amerikanerinnen diese Tafeln. Ihre Gesichter wirken betreten, als sie an solch einer Tafel die Namen von den Mauertoten vorgelesen bekommen. Noch immer ist unklar, wie viele Menschen an der Berliner Mauer und den DDR-Grenzanlagen starben. Nicht weit davon steht eine Wand mit Nischen, wo sich Fotos von den Getöteten befinden. Am besten verschafft man sich einen Überblick, indem man auf den Aussichtsturm am Dokumentationszentrum klettert. Von dort hat man einen guten Ausblick. Man kann sich ungefähr den Verlauf der Mauer vorstellen, und man sieht auch einen kleinen ovalen Bau aus Holz - die Kapelle der Versöhnung. Sie steht dort, wo früher die Versöhnungskirche stand. 2000 wurde die Kapelle der Versöhnung feierlich eingeweiht. Eine Andacht an die Mauertoten findet dienstags- freitags um 12 Uhr statt.

Gedenkstätte Berliner Mauer – das Besucherzentrum

Im Dokumentationszentrum (nicht zu verwechseln mit dem Besucherzentrum) findet man weitere Dokumentationen zur Geschichte des Mauerbaus, unter anderem auch Ausschnitte aus englischen und amerikani­schen Filmberichten, Hörbänke mit historischen Rundfunkaufnahmen und Großfotos. Fotos von Menschen die im letzten Moment flüchten, Fotos von Menschen die sich verzweifelt zuwinken von Ost nach West- Berlin - mit Tränen in den Augen.

Die Bernauer Straße

Die Bernauer Straße spielte eine besondere Rolle in der Geschichte des Mauerbaus. Hier verlief die Grenze zwischen Ost und West entlang der Häuser. Das heißt, die Fenster lagen Richtung Westen. Kurz nach der Grenzabriegelung nutzten viel Menschen diese Gelegenheit zur Flucht. Sie sprangen oder seilten sich aus ihren Fenstern ab. Manche Fluchtversuche endeten auch tödlich. Schließlich wurden die Fenster und Türen zugemauert, ein paar Jahre später die Häuser abgerissen.

Quelle: Gedenkstätte Berliner Mauer

 Rebecca Haertel, Rebecca Haertel

Rebecca Haertel - Mein Name ist Rebecca Haertel. Ich bin eine internationale Autorin, Journalistin und Texterin (Deutsch/Englisch). Sprache war schon ...

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