Ein erfolgreiches Praktikum absolvieren

Studenten und Berufseinsteiger müssen meist ein Praktikum absolvieren. Damit es erfolgreich wird, sollte man sich im Vorfeld über einige Punkte informieren.

Die meisten Studenten und Berufseinsteiger müssen ein Praktikum absolvieren, um auf der Karriereleiter voranzukommen. Außerdem melden sich viele junge Menschen freiwillig für diese Art der Beschäftigung, weil sie hoffen, so einen größeren beruflichen Erfolg zu erzielen und einen tollen Job zu ergattern. Leider hält nicht jede Praktikumstelle das, was sie verspricht. Wer nicht aufpasst, kann schnell als billige Arbeitskraft ausgenutzt und zum Kaffeekocher degradiert werden. Stress und lange Arbeitszeiten sind für viele Praktikanten an der Tagesordnung. Die Ausbildung bleibt dabei jedoch oft auf der Strecke. Wer also nicht für wenig Geld den ganzen Tag am Kopierer stehen will, sollte sich vorher genau über die angebotene Stelle informieren.

Praktikumvertrag und erforderliche Inhalte

Auf der sicheren Seite ist, wer einen Praktikumvertrag unterschreibt, in dem nicht nur die Dauer und die Bezahlung, sondern vor allem auch die Ausbildungsziele geregelt sind. Denn ein Praktikum ist in erster Linie ein Lern- und kein Beschäftigungsverhältnis. Die Aufgaben sollten daher entsprechend anspruchsvoll sein. Ideal ist ein kleineres Projekt zur selbstständigen Bearbeitung. Auch ist es von Vorteil, einen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt zu bekommen. So hat man einen festen Ort, an dem man walten kann, man wird nicht herumgeschubst und bei weniger stressigen Zeiten kann man sich hierher zurückziehen. Erworbene Kenntnisse können somit in Ruhe durchgegangen und verfestigt werden.

Angemessene Bezahlung des Praktikums

Viele Praktikanten sind in der Firma integriert und müssen dasselbe wie eine vollwertige Arbeitskraft leisten. Nur belohnt werden sie dafür kaum, in manchen Fällen sogar überhaupt nicht. Auf eine angemessene Bezahlung von 300 Euro oder mehr darf man daher ruhig Wert legen. Der Praktikant sollte dazu einen eigenen Betreuer haben, der Ansprechpartner für alle fachlichen und organisatorischen Belange ist und gerade in der Einarbeitungszeit eine wertvolle Stütze ist. Die Einschätzung der erbrachten Arbeitsleistung oder des Lernerfolges ist für den Praktikanten besonders wichtig. Er sollte daher regelmäßig Feedback erhalten.

Aussagekräftiges Zeugnis am Ende des Praktikums

Da es für den weiteren beruflichen Werdegang entscheidend ist, sollte man sicherstellen, dass der Arbeitgeber am Ende ein aussagekräftiges Arbeitszeugnis verfasst. Dieses sollte vor allem über Dauer und Inhalt sowie über erworbene Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfolg des Praktikums Auskunft geben.

Vor Beginn des Praktikums schlau machen

All diese Punkte lassen sich im Vorfeld bei einem Telefongespräch oder spätestens bei der persönlichen Vorstellung klären. Auch Erfahrungsberichte von anderen Praktikanten können weiterhelfen. Wer niemanden persönlich kennt, kann sich im Internet Praktikumerlebnisse anschauen. Diese findet man zum Beispiel auf der Seite www.praktitest.de.

Quelle:

Gewerkschaftszeitung "KOMPAKT", September 2011.

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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