Mehrere internationale Studien haben gezeigt, dass ein moderater Konsum von Wein positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. So kann der regelmäßige Genuss von Wein Herz- und Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, den Blutdruck senken und eine schlanke Taille fördern. Diese Erkenntnisse sind nicht ganz neu, rund um das Mittelmeer gehört das Glas Wein auf den täglichen Speiseplan. Dort gehören auch Fisch, Bitterschokolade, Nüsse, Gemüse, Obst und Pflanzenöle zur ausgewogenen Ernährungsweise.
Die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein
Wein enthält Inhaltsstoffe wie Magnesium, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe, so genannte Polyphenole, die in den Stielen, Trauben und Kernen der Weinreben vorkommen. Polyphenole können nachweislich das Risiko für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Krebserkrankungen senken, auch Demenz und Nierenerkrankungen sollen bei Wein-Trinkern seltener auftreten. Diese Stoffe verbessern die Fließfähigkeit und verringern die Gerinnungsneigung von Blut, sie wirken entzündungshemmend und senken das Blutfett (Triglycerid).
Es ist wissenschaftlich belegt, dass der Genuss von Wein das Herz-Kreislauf-System stärkt und neuere Untersuchungen zeigen auch einen positiven Einfluss auf die Figur.
Übergewicht, vor allem am Bauch steigert das Risiko, an Zucker- und Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Diabetes zu erkranken. Eigentlich geht man davon aus, dass gerade Alkohol Übergewicht begünstigt, aufgrund der hohen Energiedichte. In einer dänischen Studie wurden deshalb in einer Langzeit-Beobachtung mehr als 6.000 Probanden im Alter zwischen 20 und 83 Jahren untersucht. Es stellte sich heraus, dass hoher Alkoholkonsum den Körperfettanteil ansteigen lässt, allerdings nur bei Bier und Spirituosen. Bei Probanden, die regelmäßig Wein tranken, war der Körperfettanteil geringer als zu Beginn der Studie. Bei Frauen waren die Effekte des Wein-Konsums am deutlichsten, je höher dieser war - natürlich nur in Maßen genossen -, desto schlanker war die Taille. Die Wissenschaftler vermuten, dass Menschen, die Wein dem Bier vorziehen, sich grundsätzlich gesünder ernähren.
Rotwein versus Weißwein – welcher ist gesünder?
Dass ein Glas Rotwein am Tag der Gesundheit gut tut, ist allgemein bekannt. Wissenschaftler haben die aktuellen Studien zum Anlass genommen, um zu untersuchen, ob die gesundheitsfördernde Wirkung nur bei Rotwein zu finden ist.
Rotwein enthält zehnmal mehr Polyphenol als Weisswein. Das liegt daran, dass die polyphenolhaltigen Stiele, Kerne und Trauben beim Weißwein bereits vor der Gärung vom Rebensaft getrennt werden, während dies beim Rotwein erst während des Gärungsprozesses passiert. Allerdings hat dies keinen Einfluss auf die gesundheitsfördernde Wirkung von Wein. Rotwein und Weisswein haben beide dieselbe positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System. Weißwein aber hat eine deutlich bessere Wirkung auf das Körperfett, weil dieser Wein einen höheren Säuregehalt hat. Die im Wein enthaltene Säure ähnelt der Magensäure und unterstützt die Verdauung. Dies wiederum ist hilfreich, um Gewicht abzubauen. Den höchsten Säuregehalt hat Riesling, wenn der Wein dann noch mit Wasser zu einer Wein-Schorle gemischt wird, ist auch der Kaloriengehalt relativ niedrig und kann guten Gewissens genossen werden.
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