Editor's Choice

Ein Porträt des Schauspielers Kiefer Sutherland

Jack Bauer, die Serie "24" und Arbeit als Chef des Labels Ironworks

Kiefer Sutherland - Ironworks Music
Kiefer Sutherland - Ironworks Music
Als Schauspieler hat der gebürtige Engländer zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Was kaum bekannt ist: Auch im Musikgeschäft ist Kiefer Sutherland erfolgreich.

Der am 21. Dezember 1966 in London/England geborene Schauspieler Kiefer Sutherland war schon vor der Übernahme der Rolle des CTU-Agenten Jack Bauer in der Serie "24" kein Unbekannter. Nicht zuletzt auch deswegen, weil ihm schon durch seinen berühmten Vater, den Schauspieler Donald Sutherland ("Space Cowboys") viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wurde.

Kiefer Sutherlands Leben und Wirken vor Jack Bauer in "24"

Der vollständige Name des Schauspielers lautet Kiefer William Frederick Dempsey George Rufus Sutherland. Kiefer Sutherland hat sowohl die kanadische als auch die britische Staatsbürgerschaft. Er hat eine Zwillingsschwester namens Rachel und war bis dato zwei Mal verheiratet. Sutherland ist Vater einer Tochter.

Kiefer Sutherland startete seine Filmkarriere 1983 in dem Film "Max Dugan Returns", in dem er an der Seite seines Vaters Donald Sutherland spielte. Ein Jahr später feierte Kiefer Sutherland seinen Durchbruch mit "Das nächste Opfer", wofür er mit der Nominierung des Genie Awards, dem kanadischen Gegenstück zum Oscar, belohnt wurde. 1985 drehte er das Drama "Stand by Me" und war 1987 im Vampirthriller "The Lost Boys" zu sehen.

1990 folgte "Flatliners", in dem Kiefer Sutherland an der Seite von Julia Roberts mit dem Tod experimentierte. Die aus der Zusammenarbeit entstandene Beziehung zur Kollegin Roberts verlief weniger erfolgreich: Kurz vor der Hochzeit kam das Aus. In der Zeit von 1992 bis 2001 wirkte Kiefer in namhaften Filmen wie "Twin Peaks – Der Film", "Eine Frage der Ehre", "Die drei Musketiere", "Nicht auflegen" oder "Die Jury" mit.

Mit Übernahme der Rolle des Antiterroragenten Jack Bauer in "24" verändert sich 2001 Kiefer Sutherlands Leben

Kiefer Sutherland alias Jack Bauer muss in der Serie "24" viel ertragen: Den Verlust geliebter Mitmenschen und enger Freunde, die Erkenntnis, von Vertrauenspersonen hintergangen zu werden, den ganz und gar nicht alltäglichen Wahnsinn. Zudem lastet auf Jack Bauers Schultern nicht selten die Verantwortung für das Leben einer Vielzahl von Menschen. Er muss Grenzen überschreiten, Menschen töten, Folter überstehen, immer sein Bestes geben. Für die Art und Weise, wie Kiefer Sutherland die Schicksalsschläge und inneren Konflikte der Figur Jack Bauer schauspielerisch vermittelt, wird er mit Nominierungen und Auszeichnungen überhäuft.

Zahlreiche Auszeichnungen für Kiefer Sutherland in "24", darunter Golden Globe (2002) und Emmy (2006)

Neben dem Golden Globe als bester Schauspieler in einer Drama-Serie erhält Kiefer Sutherland 2002 auch den Titel "GQ Men of the Year". Zudem bekommt er den Golden Satellite Award, eine Nominierungen für den Emmy 2002 und den Television Critics Association Award in 2002 und 2003. 2003 wird er ebenfalls für den Teen Choice Award als Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie nominiert und mit dem Golden Satellite Award ausgezeichnet. 2006 erhält er den Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Fernsehserie. Kurzum: Es vergeht bis einschließlich 2007 kein Fernsehjahr, in dem Kiefer Sutherland nicht mindestens für einen der Preise nominiert ist, die für den besten Hauptdarsteller in einer Dramaserie vergeben werden. Durch den großen Autorenstreik in den USA wurde diese einzigartige Strecke unterbrochen – vorerst!

Jack Bauer zu sein lohnt sich auch finanziell

Kiefer Sutherland soll für die Besetzung der Hauptrolle in den Staffeln sechs bis acht der Serie "24" insgesamt rund 50 Millionen Dollar Gage zuzüglich seiner Gewinnanteile als Co-Produzent kassieren. Damit wäre er der bestbezahlte Fernsehschauspieler der Welt.

In der Produktionspause von "24" sitzt Kiefer Sutherland 2007/08 eine Haftstrafe ab

In der Weihnachtspause 2007/2008 trat Kiefer Sutherland eine Haftstrafe wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss nach einer Feier der Produktionsfirma an. Über einen Zeitraum von 48 Tagen erhielt er mit Ausnahme seines Rechtsanwaltes keinen Besuch. Im Gegensatz zu "Möchtegernstars" wie Paris Hilton wurden ihm auch keine Haftvergünstigungen gewährt. Dennoch attestierte ihm die Gefängnisleitung gute Führung, klagte aber auch über Tonnen von Fanpost.

Kiefer Sutherland und die Musik: Für Gibson entwirft er eine Gitarre (Gibson KS 336)

Mindestens ebenso lange wie für die Schauspielerei interessiert sich Kiefer Sutherland für die Musik. Seine Sammlung von Gitarren der Marke Gibson (60 Stück) ist noch das einfachste Zeichen dafür nach außen. Dass er von Gitarren mehr versteht, als sie zu spielen, zeigt die Gibson KS 336 – eine Gitarre, die Sutherland selbst entworfen hat.

Gemeinsam mit Jude Cole leitet Kiefer Sutherland das Label Ironworks Music

Des Weiteren steht Kiefer Sutherland – vermutlich vor allem mit seinem Geld – hinter dem unabhängigen Label Ironworks Music. Gemeinsam mit seinem Freund Jude Cole gibt Sutherland unbekannteren Künstlern eine Chance. Jude Cole selbst ist Sänger, Songwriter, Producer und Manager. Auf der Homepage von Ironworks Music erklärt Cole sinngemäß, dass er und Kiefer Sutherland entgegen der in der Branche eher pessimistischen Stimmung das Musikgeschäft eher optimistisch angehen, weil sie daran glauben, dass Musik auch weiterhin ein wichtiger Teil des Lebens bleiben wird.

Kiefer Sutherland geht als Tourmanager mit Rocco DeLuca & the Burden ("I Trust You To Kill Me") auf Tour

Ironworks verfügt über ein eigenes Aufnahmestudio, ist als Plattenlabel auf dem Markt und sieht sich samt der beteiligten Menschen, Mitarbeiter und Künstler eher als Familie, denn als rein kommerzielle Einrichtung. Cole und Sutherland sehen das Thema Musik eher locker, an künstlerischen Motiven orientiert. Bei Kiefer Sutherland geht dies sogar so weit, dass er selbst den Job des Tourmanagers der Band Rocco DeLuca & the Burden übernahm, die bei Ironworks unter Vertrag ist. Los Angeles, London, Dublin, Reykjavik und Berlin waren Stationen der Tour, zu der mit "I trust you to kill me" ein Film entstanden ist. Dies zu einem Zeitpunkt, zu dem Sutherland als Jack Bauer schon Weltruhm genoss.

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