Ein Römer in Bonn – der Maler Pierluigi Guglielmo

Pierluigi Guglielmo  (r.) im STATTmuseum Köln - Gudrun Velten
Pierluigi Guglielmo (r.) im STATTmuseum Köln - Gudrun Velten
Früher zogen Maler aus Deutschland gen Süden, nach Italien, nach Rom. Pierluigi Guglielmo hat die andere Richtung eingeschlagen.

Pierluigi Guglielmo, 1957 in Rom geboren, ist seit 1985 in Bonn als Künstler tätig. wohnt im beschaulichen Bonner Stadtteil Friesdorf. Auch sein Atelier und seine vor gut einem Jahre gegründete Produzentengalerie befinden sich dort. Obwohl Pierluigi Guglielmo seit mehr als zwanzig Jahren in Bonn lebt und arbeitet, ist er im Grunde seines Herzens immer Römer geblieben.

Römischer Künstler aus Bonn, der in China ausstellt

Die Kunstwissenschaftlerin Dr. Evelyn Weiss, ebenfalls in Rom geborene, langjährige Stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig in Köln, bezeichnete den von ihr sehr geschätzten Maler gerne als „einen geistigen Gastarbeiter.“ Im Jahr 2000 erhielt Guglielmo von der University of Nationality in Beijing eine Gastprofessur. Gemeinsam mit seinem chinesischen Malerfreund Wang Cheng bestritt er mehrere Ausstellungen in China. Mehrere ihrer Bilder wurden u.a. von der NRW-Stiftung Umwelt und Entwicklung in Bonn angekauft, andere sind weiterhin in Beijing und anderen chinesischen Städten zu sehen.

Ein Bild mit Worten, scharf wie Messerspitzen

Eines seiner wichtigsten Werke heißt Italicus. Es besteht aus Schrift, Graffiti. Wörter aus und über Italien. „Pizza“ ist dort zu lesen „und „ „Vespa“ , genau so wie “Roma” und der Name des Politikers “Andreotti“, dem Verbindungen zur vorgenannten Vereinigung nachgesagt werden. „Seveso“ und „Bologna“ . Der

Name einer italienischen Großstadt, auf deren Bahnhof ein Bombenanschlag verübt wurde.

Italicus: Ein politisches Bild mit Wörtern, die es in sich haben, die wehtun können, wenn man sich mit die italienischen Gesellschaft und Politik befasst. Wörter die verletzten können, wie Messerspitzen oder Pfeile.

Politische Kunst

Auf ausdrücklichen Wunsch von Dr. Evelyn Weiss Einzelausstellung des Malers im Italienischen Kulturinstitut in Köln. Seine jüngste Ausstellung wurde Ende Mai im „STATT-museum“ im Kölner Stadtteil Sülz eröffnet. Paralell sind Werke Guglielmos wiederum in China, dieses Mal in Nanking/China zu sehen. Die Kölner Ausstellung trägt den Namen „Smog und Soul." Nachdem Guglielmo in den vergangenen Monaten oft in düsteren Farben, fast monochrome Werke schuf, sind die in Köln ausgestellten Bilder wieder voller Farbe und spiegeln Lebensfreude. Sie erinnern an das bunte Treiben in einer Stadt oder an blühende Wiesen.

Helmut Lorscheid ,  Foto: Yvonne Szallies

Helmut Lorscheid - Ich bin Journalist aus Überzeugung, obwohl es sicherlich Berufe gibt, in denen man deutlich mehr verdient. Ich befasse mich mit ...

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