Ein schönes Hobby: Das eigene Brot backen

Brot - pixelio
Brot - pixelio
Brot zu backen ist ein uralter Brauch, fast eine Kunst und beinahe so alt wie die Menschheit selbst.

Es gibt die verschiedensten Brotsorten: aus Sauer- oder Hefeteig, aus Roggen- oder Weizenmehl, mit Körnern, mit Kartoffeln und vielem mehr. Die meisten Menschen essen gerne Brot, weil sie den Geruch lieben, der beim Backen entsteht, weil ein frisches Brot mit knuspriger Kruste und guter Butter einfach unvergleichlich schmeckt. Normalerweise geht man zum Bäcker oder in den Supermarkt und kauft Brot ein. Fast jeder hat eine bestimmte Sorte, die ihm besonders gut schmeckt. Die verschiedenen Sorten haben ihren bestimmten Geschmack, der eigentlich immer gleich ist, weil Maschinen die Zutaten abwiegen und verarbeiten. Es fehlt das Besondere, das man vielleicht noch beim Dorfbäcker findet, der seine Zutaten nach einem Spezialrezept selber mischt und ab und zu auch selber Hand anlegt.

Auf ein besonderes Brot jedoch braucht man nicht zu verzichten, wenn man ein wenig Mühe in Kauf nimmt und sein Brot im eigenen Backofen backt. Unserer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Zuerst sollte man sich aber an Rezepte halten, die schon ausprobiert worden sind und diese nachbacken. Hat man nach einiger Zeit Routine im Brotbacken entwickelt und weiß, wie der Teig aussehen muss, wie seine Konsistenz ist, wie er sich anfühlt und wie er riecht, dann kann man sein ganz persönliches Lieblingsbrot kreieren.

Grundlage für einen Brotteig bildet entweder ein Hefe- oder ein Sauerteig. Beim Hefeteig kann frische Hefe oder auch Trockenhefe (dann aber spezielle Brotbackhefe aus dem Reformhaus oder dem Bioladen) verwendet werden.

Hefemenge

  • Ein Brotteig aus 500 g Weizenvollkornmehl benötigt 15 g Hefe.
  • Ein Brotteig aus 500 g Weizenmehl mit Nüssen und Samen benötigt 20 g Hefe.
  • Ein Brotteig aus 500 g Weizenvollkornmehl mit Butter benötigt 35 g Hefe.
  • Ein Brotteig aus 500 g Weizenweißmehl benötigt 10 g Hefe.

Sauerteig gab es früher beim Bäcker, heute kann man auf fertige, für ein Brot portionierte Teige aus dem Reformhaus oder dem Bioladen zurückgreifen. Eine weitere Möglichkeit ist, den Sauerteig selbst anzusetzen.

Sauerteigherstellung

Zutaten: 50 g Roggenvollkornmehl, 50 g Weizenvollkornmehl (oder 100 g Roggenvollkornmehl ) 100 g Roggenschrot 1 Prise gemahlener Kümmel, 250 ml Wasser

Die beiden Mehle oder nur das Roggenvollkornmehl mit dem Roggenschrot in einer Schüssel mischen. Das Kümmelpulver und das Wasser dazugeben. Alles zu einem dicken Brei rühren. Den Brei an einem warmen Ort etwa 3 Tage stehen lassen, bis sich deutlich Bläschen gebildet haben und der Brei säuerlich riecht. Bei der Zubereitung des Grundsauerteiges ist auf äußerste Sauberkeit zu achten! Sonst kann es passieren, dass der Brei schlecht wird und schimmelt. Ein guter Sauerteigansatz kann über längere Zeit immer wieder verwendet werden. Dazu wird nach Entnahme der benötigten Sauerteigmenge das "Anstellgut" wieder mit Mehl und Wasser aufgefüllt und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

Mehlsorten

  • Weizenmehl - Typ 405 - sehr helles Weißmehl
  • Weizenmehl - Typ 550 - helles Weißmehl
  • Weizenmehl - Typ 1050 - Graumehl
  • Weizenmehl - Typ 1700 - Vollkornmehl
  • Roggenmehl - Typ 997 - helles Graumehl
  • Roggenmehl - Typ1370 - dunkles Roggenmehl
  • Roggenmehl - Typ 1800 - Vollkornmehl oder Backschrot

Geschmackszutaten für Brote

  • Sonnenblumenkerne
  • Amaranth
  • kernige Haferflocken
  • getrocknete Kräuter
  • Nüsse
  • Leinsamen
  • Kürbiskerne
  • Gewürze wie Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander
  • geröstete Zwiebeln

Das sind nur einige mögliche Geschmackszutaten, der persönlichen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ein "Anfängerbrot"

Zutaten: 850 g Mehl (Weizenmehl Typ 405 und Roggenmehl Typ 1370) 650 ml lauwarmes Wasser 1 Tütchen Brotbackhefe, 4 TL Salz, 3 TL Koriander, Kräuter, Leinsamen, Sonnenblumenkerne ( dann Mehl etwas reduzieren oder mehr Wasser nehmen)

Mehl, Hefe, Gewürze, Kräuter und Körner in einer großen Schüssel mischen. Dann langsam das lauwarme Wasser zugeben und mit einem Handmixer (oder in der Küchenmaschine) verrühren. Eine Kastenform fetten, mit Semmelbrösel oder Haferflocken ausstreuen und den Teig einfüllen. Nun die Kastenform mit Alufolie verschließen und in den kalten! Backofen stellen. Dieser Brotteig muss nicht gehen! Backofen auf 200° C stellen und das Brot 1 Stunde backen. Dann die Form herausnehmen und die Folie entfernen. Das Brot noch einmal 10 Minuten backen, um eine schöne Kruste zu erhalten. Nun das Brot aus der Form holen und abkühlen lassen.

Anke Obst - Hallo zusamen! Mein Name ist Anke Obst und ich bin noch recht frisch bei suite101. Von Beruf bin ich Beamtin bei der Stadt Essen und in ...

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