Glossen, Geschichten, Hörspiele, Bühnenstücke, Drehbücher und Romane basieren auf Ideen. Doch wie weiß der Autor, in welche Form er sie bringen soll? Ist der Einfall für ein Drehbuch oder einen Roman ergiebig genug oder kann daraus nur eine Kurzgeschichte entstehen?
Ansatz für die Bearbeitung von Vorstellungen
In Schreibgruppen erhält der Autor die Chance, seine Idee vorzustellen und den Rat der anderen einzuholen. Indem man in einer guten Gruppe das aktuelle Thema dazu nutzt, um näher auf die Umsetzung dieser Idee einzugehen, ergeben sich für die anderen Mitglieder automatisch Vorteile. Denn beim Besprechen des Problems kann noch einmal auf die Besonderheiten der verschiedenen Schreibarbeiten hingewiesen werden. Es gilt, diese gut zu durchdenken, um den bestmöglichsten Ansatz für die Bearbeitung eigener Vorstellungen zu finden.
Glosse, Kurzgeschichte, Erzählung
Klein, aber fein, mit Sarkasmus oder wenigstens mit etwas Ironie ist eine Glosse aufgebaut. Während sie kurz und knackig sein sollte, gibt es bei einer Kurzgeschichte etwas mehr Spielraum. Doch auch hier sollte jedes Wort stimmen und zur Handlung beitragen. Erzählungen erlauben es dem Autor, längere Gedankengänge zu entwerfen. Er kann das Ambiente, die Umgebung seiner Protagonisten besser beschreiben und mit seinen Worten Stimmung schaffen.
Hörbuch und Bühnenstück
Wie ist es bei Hörbüchern oder Hörspielen? Der Verfasser weiß natürlich, dass eine fiktive Welt nur über die Ohren erfasst wird. Er muss also Töne, Musik und Sprache geschickt einsetzen, damit die Geschichte in der Fantasie des Hörers entsteht. Beim Bühnenstück sollte man die örtlichen Gegebenheiten beachten.
Das Drehbuch
Der Autor richtet seine Aufmerksamkeit verstärkt auf die visuelle Bearbeitung seiner Idee. Das erfordert wieder ein Umdenken, was vielen Schreibenden nicht gelingt. Die Vorstellung der Szenen verlangt die genaue zeitliche und räumliche Anordnung der einzelnen Handlungen. Wo und wann findet gerade was statt? Wird draußen gedreht oder drinnen? Ist es Tag oder Nacht? Soll die Szene das aktuelle Geschehen zeigen? Oder ist sie ein Rückblick oder gar eine Traumsequenz? Dabei darf man aber nicht die Dialoge vernachlässigen. Auch Regieanweisungen können eingearbeitet werden. Und zu guter Letzt muss man noch aufpassen, dass der Faden der Story nicht verloren geht.
Der Roman
Er benötigt ein gutes Gefüge, an das sich der Autor bis zum Schluss halten kann. Ratsam ist es, das Ende des Romans, die Auflösung, vor Augen zu haben, um sich nicht zu verzetteln. Nebenstränge sollten geschickt eingebaut werden, aber dabei nicht die Haupthandlung überspielen. Der Vorteil des Romans besteht in der Möglichkeit, Charakterbeschreibungen, Gefühle, Sprache und Bilder komplex darzustellen.
Welche Schreibform wählt nun ein Autor aus? Das kann nur er entscheiden. Seine Idee muss reifen, bis etwas Einmaliges aus ihr entsteht. Aber der Meinungsaustausch, die Hilfestellung durch andere Mitglieder der Schreibgruppe, kann dafür ausschlaggebend sein.
