
- Kreuzfahrtschiff Jewel of the Seas 2009 Estland - Astrid Treumann
Die “Jewel oft the Seas” gehört zur Flotte Royal Caribbean international. Ein schwimmendes Luxushotel mit allem Komfort. Sie ist ein Riese auf dem Meer, 292 Meter lang und 32 Meter breit. An Bord passen 2.100 Passagiere, denen rund um die Uhr Unterhaltung der Extraklasse geboten wird. Wer sich solch eine Kreuzfahrt als verstaubte Seniorengesellschaft mit Smoking und gepflegter Langeweile vorstellt, irrt gewaltig. Dieses Erlebnisschiff der jüngsten Generation bietet spektakuläre Möglichkeiten für wirklich jedes Alter.
Auf dem Kreuzfahrtschiff trifft man die “ganze Welt”
An Bord wird Englisch gesprochen. Die Passagiere sind international bunt gemischt. Mehr als 50 verschiedene Nationalitäten - zum Beispiel Engländer, Amerikaner, Japaner, Südamerikaner, Australier, Neuseeländer, Schweizer, Österreicher - waren bei der hier beschriebenen Fahrt 2009 dabei. So bot sich die Chance, Menschen aus aller Welt persönlich kennen zu lernen.
Internationale Kreuzfahrer sind erfahrungsgemäß ein angenehmer Menschenschlag. Sie schauen über den “Tellerrand hinaus”, sind freundlich, unaufdringlich und kommunikativ. Allgemein herrschte auf dem Schiff amerikanisch geprägt ein zwischenmenschliches “Gute-Laune-Gefühl“. So viel Freundlichkeit streichelte die Seele, gerade weil man es aus Deutschland so locker und fröhlich nicht gewöhnt ist.
Die Ausstattung des Kreuzfahrtschiffs “Jewel of the Seas”
Betritt man das Zentrum des Schiffes, beeindruckt der zehngeschossige Glasaufbau mit Glaskuppel und Glasfahrstühlen bis zum Oberdeck gewaltig. Eine von innen beleuchtete Wendeltreppe zwischen Deck 4 und 5 wirkt wie die Kulisse für einen Film. 14 Restaurants und Cafes, ein Kino, Bibliothek, Kinderparadies, Sportbereiche mit Kletterwand, Joggingstrecke, Fitnessclub, attraktive Einkaufsshops und vieles mehr lassen kaum Wünsche offen. Alle Anlagen sind behindertengerecht gestaltet und auch für Rollstuhlfahrer geeignet.
Bereiche für Kosmetikbehandlungen, Friseur, Saunas, Whirlpools und fünf Swimmingpools findet man auf dem obersten Deck. Die ärztliche Versorgung ist sehr gut. Das Schiff hat sogar einen OP-Saal. Im großzügigen Theater gibt es täglich neue Bühnenshows. Die verglaste Diskothek mit der sich drehenden Bar hat faszinierende Spezialeffekte. Alles modern, aus hochwertigen Materialen und extrem sauber gehalten. Unikate Kunstwerke verzieren jeden Durchgang.
Das Kreuzfahrtprogramm der skandinavisch-russischen Tour
Die Kreuzfahrt startete in Harwich (England), 14 Tage im Juni 2009. Im abwechselnden Rhythmus von See- und Landtag wurden die Häfen Stockholm, Helsinki, St. Petersburg, Tallinn und Oslo angefahren. Das ebenfalls geplante Kopenhagen musste ausfallen, da am 12.Juni 2009 aufgrund extremer Sturmböen die Hafenzufahrt gesperrt war. Übrigens spürte man den Sturm in diesem Meeresriesen kaum. Es schaukelte nur ganz leicht.
Jeder Landgang wurde ausführlich für die Passagiere vorbereitet, Informationen mit Stadtplänen auch in Deutsch lagen bereit. Viele Exkursionen waren buchbar. Oder man erkundete alternativ in jeweils etwa zehn Stunden auf eigene Faust die Hafenstädte. In St. Petersburg waren Landgänge an zwei Tagen möglich.
Jeder Landgang in einem anderen Land
Für die Landgänge mussten Schwerpunkte gesetzt werden. Die Entscheidung fiel auf Rundfahrten. Manchmal etwas unkonventionell. So fährt man in Helsinki mit der Straßenbahn rundum an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Tallinn war bezaubernd, die Altstadt wirkt wie aus dem Mittelalter konserviert. Stockholm ist immer eine Reise wert. Oslo war mit seinem herben Norwegercharme ein tolles Erlebnis. St. Petersburg mit (fast) weißen Nächten faszinierte.
Neben Museumsbesuchen gab es noch genügend Zeit für entspanntes Bummeln. So kann man über Märkte schlendern und günstige Einkaufsschnäppchen in der Hafenzone machen. In St. Petersburg wurden gebuchte Touren (zwischen 40 - 130 $ pro Person) genutzt, da das Visum fehlte.
Rund-um-die-Uhr-Programm auf dem Kreuzfahrtschiff
Die Unterhaltungsangebote an Bord waren abwechslungsreich, die Zeit zum Schlafen fast zu schade. Doch auch die Kabinen sind exklusiv ausgestattet und bieten viel Bewegungsfreiheit. Das Bett stand direkt am Balkon. Man schlief mit herrlichem Wellenrauschen ein und wurde von leuchtenden Sonnenaufgängen über dem Meer geweckt.
Täglich die Wahl aus einem umfangreichen Programm. Von der großen Auswahl begeistert, bieten sich Tanzkurse, Sportkurse, Live-Musik Auftritte, Vorträge, Kunstauktionen, Spieltreffen, Gesprächsrunden, bis zu 100 Möglichkeiten täglich an.
Leistungen und Preise der Kreuzfahrt
Im Pauschalpreis war Vollpension sowie die Teilnahme an Angeboten in allen Bereichen enthalten. Das Windjammer-Restaurant bot zu jeder Tageszeit ein extrem großes Büfett mit warmen und kalten internationalen Speisen. Man konnte dort so oft essen und trinken, wie man wollte. Ein tägliches Gourmet-Abendessen im zentralen Schiffsrestaurant war ebenfalls enthalten.
Zusätzlich bezahlen musste man alkoholische Getränke, Gruppenausflüge, alternative Restaurants und gesonderte Serviceleistungen, wie Zähnebleichen oder Massagen. Die Preise richteten sich nach dem Kabinenkomfort. Pro Person wurden durchschnittlich umgerechnet pauschal etwa 200 Euro pro Tag inklusiv dem üblichen Trinkgeld gezahlt.
Die Fahrt mit der “Jewel of the Seas” war ein wundervolles Urlaubserlebnis. Diese Kreuzfahrt bot die maximale Bandbreite. Man hatte jede Menge Spaß, lernte viele Orte in kurzer Zeit und interessante Menschen kennen. Diese Kreuzfahrt war ein Wohlfühlurlaub erster Güte, den man aktiven und vielseitige interessierten Menschen in jedem Alter empfehlen kann.
