Eine Reise durch die Geschichte Londons

London,die Hauptstadt Großbritanniens, hat eine spannende Geschichte. Alles fing mit den Römern an.

Wer in London ist und sich für die Geschichte der Stadt interessiert, sollte unbedingt das Museum of London besuchen. Dort wird die Geschichte der britischen Hauptstadt lebendig erzählt. Aber wie fing alles an?

Von den Römern bis zu den Wikingern

London wurde als Londinium von den Römern gegründet. 60 n.Chr. rebellierte die keltische Königin Boudicca gegen die Grausamkeit der Römer und zerstörte mit ihren Gefolgsleuten die Stadt. Eine Statue von Boudicca, die sich nach den Aufstand das Leben nahm, ist in der Nähe von den Houses of Parliament zu sehen. Londinium wurde wieder aufgebaut und entwickelte sich zu einer blühenden Stadt. Eine Mauer umgab die Stadt. Reste von der römischen Mauer kann man gut im Tower of London und außerhalb des Museums of London sehen. Die bedeutendste archäologische Entdeckung ist der Mithras-Tempel . Seine Überreste kann man noch heute besichtigen. Die Römer verließen Großbritannien 410 nach Christi Geburt.

London im Mittelalter

1066 wurde England, und natürlich auch London, von Wilhelm den Eroberer und seinen normannischen Anhängern erobert. Wilhelm der Eroberer wurde in der Westminster Abbey gekrönt, die sein Vorgänger Edward the Confessor (Eduard der Bekenner) angefangen hatte zu bauen.

Während seiner Regierung fing er mit dem Bau des Towers of London an. Eines der bedeutendsten Bauwerke in der Geschichte Londons, die London Bridge, wurde von 1176 an gebaut. Es befanden sich Häuser und eine Kapelle auf der Brücke. Die Köpfe von hingerichteten Kriminellen und Verrätern wurden auch auf der Brücke ausgestellt. Klöster und Kirchen entstanden. Bedeutende Zünfte wurden gegründet. Die Guildhall in der City of London war das Londoner Rathaus.

Tudor London

Die folgenden Schlösser stammen alle aus der Zeit von Heinrich VIII: Der St. James Palace wurde anstelle eines alten Krankenhauses gebaut. Vom Whitehall Palace, der ab 1530 die Hauptresidenz der englischen Könige war, ist nur noch das Banqueting House übrig. Der Rest wurde 1698 durch ein Feuer zerstört. Hampton Court Palace liegt in einem Vorort von London. Kardinal Wolsey, der in Ungnade gefallen war, schenkte diesen Prachtbau aus dem Jahre 1536 Heinrich VIII.

Der Bürgerkrieg und der große Brand von 1666

Der bedeutendste Architekt am Anfang des 17. Jahrhunderts war Inigo Jones. Von ihm stammt das Queens House in Greenwich. Das folgende Jahrhundert war jedoch ein Schreckenskapitel in Londons Geschichte. Der Bürgerkrieg zwischen den Anhängern Charles I und den Parlamentariern (1642-49) eskalierte mit der Hinrichtung Charles I vor dem Banqueting House. 1665 starben etwa 750.000 Menschen an der Pest. Am 2. September 1666 brach in einer Bäckerei in der Pudding Lane ein Feuer aus. Es wütete fünf Tage und zerstörte große Teile Londons. Nach dem Brand entstand ein neues London. Der Hauptarchitekt war Sir Christopher Wren. Sein Hauptwerk, die St. Pauls Kathedrale, ist noch immer eine der Top-Sehenswürdigkeiten Londons.

Viktorianisches London

Im 17. Jahrhundert kamen die Hannoveraner an die Macht. Viele prächtige Bauten entstanden. Das Britische Museum wurde 1759 gegründet. Um die Jahrhundertwende hatte London etwa eine Million Einwohner. Während der Regierung von Königin Victoria war London die größte Stadt der Welt. Die Houses of Parliament mit Londons berühmten Wahrzeichen Big Ben entstanden, nachdem der alte Palace of Westminster Opfer eines Brandes wurde. 1863 wurde die Londoner U-Bahn als erste U-Bahn der Welt eröffnet. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Tower Bridge gebaut.

London im 20. Jahrhundert

Londons Bevölkerung wuchs immer mehr. 1932 hatte Groß - London 8.2 Millionen Einwohner. Dann brach der Zweite Weltkrieg aus. Der Bombenhagel zerstörte viele Teile der Stadt. Nach dem Krieg wurde London wieder aufgebaut. Der Post Office Tower, der in den 60er Jahren entstand, war einst Londons höchstes Gebäude. Im Moment ist der Canary Wharf Tower mit 236 Metern das höchste Gebäude in der britischen Hauptstadt. Ein weiteres Beispiel für Londons moderne Entwicklung findet man in den Docklands. Die alten Hafenanlagen wurden in ein exklusives Viertel verwandelt. Am 7. Juli 2005 starben durch mehrere Bombenattentate auf Londoner Verkehrsmittel 56 Menschen. Hunderte wurden zum Teil schwer verletzt.

 Rebecca Haertel, Rebecca Haertel

Rebecca Haertel - Mein Name ist Rebecca Haertel. Ich bin eine internationale Autorin, Journalistin und Texterin (Deutsch/Englisch). Sprache war schon ...

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