
- Hundewelpen - Sommaruga Fabio/PIXELIO
Wenn Sie sich nicht gerade für einen Hund aus dem Tierheim entscheiden, sollten Sie Ihren neuen Hausgenossen immer bei einem Züchter kaufen. Fliegende Händler oder gar ein Versandfachhandel haben selten das Wohl der Tiere im Sinn. Sie werden rein aus Profitgier in Massen "produziert". Oftmals sind diese Tiere auch sehr krank, weil sie viel zu früh von der Mutter getrennt wurden.
Keinen Welpen aus Mitleid kaufen
Selbst wenn es schwer fällt, sollten die Hunde nicht aus Mitleid gekauft werden. So würden Sie nur die Machenschaften unterstützen und dafür sorgen, dass dieses miese Geschäft weiter läuft. Außerdem werden Sie nicht lange etwas von Ihrem Welpen haben, da die Lebenserwartung in den meisten Fällen recht kurz ist.
Schwarze Schafe unter den Züchtern erkennen
Leider gibt es auch unter den Züchtern schwarze Schafe. Neben Menschenkenntnis und Beobachtungsgabe helfen vor allem das Überprüfen einiger Punkte, einen Fehlgriff zu vermeiden. Misstrauisch sollten Sie zum Beispiel werden, wenn Sie ins Wohnzimmer des Züchters gebeten und Ihnen die Welpen dort nacheinander vorgestellt werden, Sie aber nicht den Zwinger sehen dürfen. Ausreden wie "Die Hündin ist wegen der Kleinen aggressiv Fremden gegenüber" deuten oftmals darauf hin, dass etwas versteckt werden soll. Möglicherweise ist die eigentliche Unterbringung der Hunde mangelhaft.
Der Züchter muss seine Tiere lieben
Der Züchter sollte seine Tiere auch lieben und sie nicht nur als ein Geschäft ansehen. Zu wenig Zuneigung für die Hunde, bedeutet meist auch zu wenig Zeit für sie. Dazu kommt ein Desinteresse, was das weitere Schicksal der (verkauften) Welpen anbetrifft. Achten Sie deshalb nicht nur auf die äußeren Umstände, auf Hygiene und einen lückenlosen Stammbaum, sondern auch darauf, ob eine liebevolle Bindung zwischen dem Züchter und seinen Hunden besteht.
Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen und die kleinen, aber feinen Unterschiede der Züchter besser zu erkennen, sollten Sie mehrere Zwinger aufsuchen und Vergleiche ziehen.
Vorsicht bei Zeitungsanzeigen
In den Tageszeitungen werden Sie viele verschiedene Angebote finden. Nicht alle müssen grundsätzlich unseriös sein. Dennoch sollten Sie bei diesen Anzeigen besondere Vorsicht walten lassen. In der Regel haben achtbare Züchter, vor allem durch ihren Verband, so viele Interessenten, dass sie keine Annonce nötig haben.
Misstrauen ist auf jeden Fall angesagt, wenn jemand gleich mehrere Rassen anbietet. Das hat meist nichts mit einer liebevollen Hobbyzucht zu tun. Wahrscheinlicher ist, dass hier Hunde nur vermehrt werden, um damit Geld zu machen.
Adressen von seriösen Züchtern bekommen
Mehr Glück, ein seriöses Angebot zu finden, werden Sie haben, wenn Sie sich an den Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) wenden. Hier erhalten Sie Adressen von Hundeliebhabern, die nach strengen Bestimmungen züchten und ausführliche Wurf- und Zuchtkontrollen vorweisen müssen.
Beim Kauf des Welpen nichts überstürzen
Haben Sie den Züchter Ihrer Wahl gefunden, sollten Sie trotzdem nichts überstürzen. Auch wenn Sie bereits beim ersten Gespräch am Telefon von einem Welpen und seinen Eigenschaften begeistert sind, entscheiden Sie sich nicht sofort zu einem Kauf! Ein seriöser Züchter würde ohnehin nicht auf die Idee kommen, Geschäfte am Telefon abzuschließen. Immerhin müssen Sie die Möglichkeit haben, den Hund auch in Natura und in seinem gewohnten Lebensbereich zu sehen. Nur so können das Tier und Sie als Interessent herausfinden, ob sie sich einander sympathisch sind und zusammenpassen. Außerdem wird ein verantwortungsvoller Züchter, der seine Hunde liebt, ebenfalls sicher gehen wollen, dass Sie als neuer Besitzer geeignet sind.
Wenn es einmal nicht auf Anhieb mit dem Welpen klappt
Trotz aller Bemühungen kann es passieren, dass Ihr ausgesuchter Züchter keinen passenden Welpen für Sie hat bzw. Sie sich nicht für ein Tier entscheiden können. Dann besteht eventuell die Möglichkeit, eine Vereinbarung mit dem Züchter zu treffen. Wenn Sie die Aufzucht der Welpen miterleben können, fällt es Ihnen sicherlich leichter, eine Entscheidung zu fällen.
Und selbst, falls es einmal nicht klappen sollte, brauchen Sie nicht allzu enttäuscht zu sein. Ihre Mühe war nicht umsonst. Sie wissen nun, worauf es ankommt und auf was Sie achten sollten, bevor Sie einen Welpen kaufen. Vielleicht finden Sie ja einen gleichwertigen Züchter, auf den Sie ausweichen können. Geben Sie sich aber nicht mit einem schlechten Ersatz zufrieden! Denken Sie in dem Falle lieber daran: Der nächste Wurf kommt bestimmt!
