
- Koreanische Gerichte - startbusiness
Die Welt ist süchtig nach asiatischer Küche. Der Chinaimbiss um die Ecke rettet vielen Deutschen den Mittag. Gebratene Nudeln und diverse Wok-Gerichte prägen die deutsche Esskultur. Und Sushi erst. Die Chinaimbisse ziehen nach und bieten mittlerweile auch bunte Sushiboxen an. Es wird weltweit so viel Sushi gekostet, dass es an Thunfischen mangelt. Auch thailändische Spezialitäten werden immer beliebter. Sie sind pikanter als chinesische Gerichte und sind das beste Beispiel dafür, dass die asiatische Küche deutlicher mehr umfasst als Hühnerfleisch süßsauer. Die indische Küche wird von Kennern hochgelobt, denn sie bietet viele exotische Soßen und gut gewürzte Beilagen. Doch die koreanische Küche ist noch relativ unbekannt. Obwohl sie in den USA oder in Großbritannien im Moment einen fast unvergleichlichen Boom erlebt, kann sich der deutsche Ottonormalverbraucher nur wenig darunter vorstellen. Sich mit der koreanische Küche vertraut zu machen, lohnt sich aber. Koreanische Gerichte basieren auf viel Kreativität und erstaunlicher Vielfalt.
Bulgogi, das Nationalfleischgericht
Es wird in Korea viel Fleisch verzehrt. Mariniertes, vorher in kleine Stücke zerteiltes Rindfleisch, das man direkt am Tisch grillt, ist das beliebteste Fleischgericht der Koreaner. Tischgrill ist besonders wichtig für die koreanische Esskultur, da alle beim gemeinsamen Grillen am Tisch beisammen sitzen, dabei sich kreuz und quer unterhalten können – dies soll die Geselligkeit fördern, denn Geselligkeit kommt zu kurz, wenn eine Person permanent mit dem Grillvorgang beschäftigt ist. Das als „Korean Barbeque“ bekannte Bulgogi schmeckt süßlich pikant. Die fertig gegrillten Fleischstücke werden auf ein Salatblatt gelegt und mit je nach Lust und Laune mit Frühlingszwiebel oder mit Knoblauch als ein riesiges Bündel gegessen. Bulgogi Gerichte umfassen zahlreiche Variationen. So kann man Bulgogi mit Reis und allerlei Gemüse (längs geschnittene Karottenstücke, gebratene Pilze usw.) essen, was dann Bulgogi Dup Bap heißen würde.
Samgyupsal, das Gute-Laune-Fleischgericht
Samgyupsal sind gegrillte Schweinebauchstreifen, die vor dem Grillen in dünne Scheiben geschnitten werden. Fertig gegrillt wird Samgyupsal in einen aus Sesamöl und Salz bestehenden Dip getunkt. Auch Samgyupsal wird häufig auf ein Salatblatt gelegt und mit mehreren Beilagen kombiniert gegessen. Wenn Bulgogi eher für festliche Anlässe gedacht ist und das edlere Gegenstück zu Samgyupsal darstellt, so ist Samgyupsal das Gericht, das man abends mit Freunden und guten Bekannten mit einem Glas Soju (ein typisch koreanisches Alkoholgetränk aus Süßkartoffel und Weizen) zu sich nimmt und bei dessen Verzehr man sich über Gott und die Welt unterhält. Kurz, Samgyupsal ist das Volksfleisch, das gute Laune verbreiten soll.
Kimchi, des Koreaners Liebling
Kimchi ist eingelegter Chinakohl, vermengt mit Chillipulver, Knoblauch und Fischsoße. Es ist auch kein richtiges Gericht, sondern eine Beilage, die jede Mahlzeit eines typischen Koreaners begleitet. Kimchi ist das I-Tüpfelchen der Beilagen, es hat sogar was Heiliges an sich, denn nur sehr wenige Koreaner kommen ohne Kimchi aus. Für europäische Gaumen mag Kimchi viel zu scharf sein und manche sind sogar der Meinung, dass Kimchi übel rieche. Die Meinungen sind also geteilt, aber sicher ist, dass Kimchi sowohl mit Samgyupsal als auch mit Bulgogi kombiniert werden darf. Solange ein Koreaner Reis und Kimchi kriegt, ist er glücklich und er wird mit Sicherheit kein teures französisches 3-Gänge-Menü gegen Kimchi einauschen wollen. Am besten schmeckt Kimchi, wenn es frisch ist. Aber selbst, wenn es nach einer Weile säuerlich schmeckt, kann man es kochen, braten und ein Wokgericht (Kimchi Boggumbab) entstehen lassen.
Die Suppen
Koreaner essen nicht nur Reis mit den verschiedensten Beilagen. Sie brauchen zusätzlich zu jeder Mahlzeit eine andere Suppe. Nicht umsonst gibt es so viele Suppen bzw. Eintopfgerichte in Korea. Die Eintopfgerichte bestehen manchmal aus Fleisch mit Gemüse (eine Art Gemüsebrühe mit Fleischstücken), manchmal aus Kimchi, Meeresfrüchten und Kartoffel - es gibt unzählige Variationsmöglichkeiten.
Die koreanische Küche ist vielfältig und enthält für jeden Geschmack etwas. Die besten koreanischen Restaurants gibt es in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt.
