Vor dem dritten Spiel der Finalserie in der DEL zwischen den Eisbären Berlin und den Grizzly Adams Wolfsburg (live im TV ab 19:35 Uhr auf Sky Sport 2, ab 22:45 Uhr im RBB) stellt sich für Fans der Eisbären die bange Frage, ob es zum wiederholten Male keine Meisterzeremonie im Eisbärengehege am Berliner Ostbahnhof, der Berliner O2-World geben wird. Ihre letzten Deutschen Meistertitel feierten die Berliner allesamt in anderen Hallen. Die Meisterschaften gegen die Adler Mannheim (2005) und gegen die Düsseldorfer EG (2006) wurden im Wellblechpalast, dem ehemaligen Eisbärengehege klargemacht und die Meisterschaften gegen die Kölner Haie (2008) und gegen die Düsseldorfer EG (2009) feierten die Eisbären in der Fremde. Kapitän Stefan Ustorf sagte dazu gegenüber der Berliner Zeitung vom 19. April 2011: „Wir können leider keine Rücksicht auf den Fan-Wunsch nehmen, wollen in Wolfsburg alles klarmachen.“

Neuer Keeper soll die Höhle der Grizzlys in Wolfsburg vernageln

Nach zwei Siegen in den ersten beiden Finalspielen (4:2 in Wolfsburg, 5:4 in Berlin) haben die Eisbären die Tatzen ganz dicht am Meisterpokal und wollen sich den Pott nach Möglichkeit am Abend des 19. April 2011 unter die Krallen reißen. Doch Kapitän Stefan Ustorf weiß, dass der letzte Sieg einer Serie immer der schwerste ist. Die Erfahrung spielt jedoch den Eisbären in die Karten, sie haben viele Spieler im Kader, die sich vierfacher Deutscher Meister nennen dürfen und die Eisbären sind heiß auf dem Eis. „Wir haben jetzt drei Matchbälle und wollen gleich den ersten verwandeln“, so Florian Busch vor dem Spiel gegenüber BILD Berlin vom 19. April 2011. Für die Fans in der O2-World wird es ein Public Viewing geben und anschließend eventuell die große Meisterparty, zu der dann wohl auch die Mannschaft dazustoßen würde. Denn mit dem ICE ist man vom Wolfsburger Hauptbahnhof zum Berliner Ostbahnhof lediglich 59 Minuten unterwegs.

Die Grizzly Adams Wolfsburg greifen hingegen nach ihrem letzten Strohhalm und wollen den Wolfsburger Anhänger eine tolle Saison nochmals verlängern. Dabei greift der Coach der Grizzlies nach dem letzten Strohhalm und denkt darüber nach, einen Torhüterwechsel vor Spiel drei vorzunehmen. Für Jochen Reimer, der eine überragende DEL-Saison spielt, könnte Daniar Dschunussow, im Übrigen ein Ex-Berliner, in die Grizzly-Höhle krauchen und diese versuchen dicht zu machen. Für Wolfsburg spricht, dass sie in beiden vorangegangenen Spielen gegen die Eisbären bis zum Ende mithalten konnte und es immer Spiele auf Augenhöhe zwischen beiden Teams waren. Gegen die Grizzly Adams spricht, dass sie seit Januar 2009 kein Spiel mehr gegen die Eisbären Berlin gewonnen haben und es in der Geschichte der Deutschen Eishockey Liga noch keinem Team gelungen ist, einen 0:2-Rückstand in einer Finalserie zu drehen.