Bratislava. Es war ein hartes Stück Arbeit im letzten Spiel der Vorrunde für die Deutsche Eishockeynationalmannschaft. Gegner Slowenien stand bereits vor dem letzten Spieltag der Vorrundengruppe A als Teilnehmer der Abstiegsrunde fest, ebenso wie feststand, dass Deutschland Gruppensieger ist und die sechs Punkte aus den Siegen gegen Russland (2:0) und Gastgeber Slowakei (4:3) mit in die Zwischenrunde nehmen würde, wo es ab Freitag gegen Finnland, Tschechien und Lettland oder Dänemark geht. In der Zwischenrunde benötigt das Team von Bundestrainer Uwe Krupp noch einen Punkt, um sich für das Viertelfinale der Eishockeyweltmeisterschaft 2011 zu qualifizieren.

Deutschland kämpft sich nach 0:2-Rückstand gegen Slowenien zurück ins Spiel

Deutschland begann gegen den Aufsteiger in die Weltgruppe A Slowenien kampfstark und schnürte die Südosteuropäer in deren Drittel ein. Doch der Puck wollte einfach nicht ins Tor. Ganz anders die Slowenen, sie trafen im ersten Drittel im Power Play und so stand es 0:1 - Ziga Jeglic (5. Spielminute). Dennis Endras, heut wieder für Pätzold im deutschen Tor, war geschlagen. Im zweiten Drittel das selbe Spiel, Deutschland drängte auf den Ausgleich und Slowenien war im Konter erfolgreich - 0:2 durch Rok Ticar (29. Spielminute). Der Kapitän der Deutschen Eishockeynationalmannschaft, Michael Wolf sorgte in seinem 100. Länderspiel für den 1:2-Anschlusstreffer aus deutscher Sicht (36. Spielminute) und so ging es mit einem knappen Rückstand in die zweite Drittelpause.

Im dritten Drittel merkte man den DEB-Cracks an, dass sie das Spiel auf keinen Fall verlieren wollten und auch nicht unbedingt in die Verlängerung gegen Slowenien wollten. In der 46. Spielminute war es Felix Schütz, der mit seinem insgesamt zweiten Turniertreffer für den Ausgleich sorgte. Dies war jedoch das letzte Tor in der regulären Spielzeit und so ging es in die fünfminütige Verlängerung mit Sudden Death. Deutschland drängte im Spiel 4:4 auf den Siegtreffer, doch Slowenien wehrte sich tapfer. Dennis Endras im deutschen Kasten hielt 20 Sekunden vor Schluss das Unentschieden fest und so ging es in das Penaltyschießen.

Im Penaltyschießen sichert Deutschland den Sieg gegen Slowenien

Das Penaltyschießen musste die Entscheidung in einer kampfbetonten, aber fairen Partie bringen. Nachdem Rodman für Slowenien traf, schien die Niederlage besiegelt, doch Greilinger traf zum Ausgleich. Letztendlich war es Verteidiger Frank Hördler vom Deutschen Meister Eisbären Berlin, der zum Sieg für Deutschland traf. Damit bleibt Deutschland auch im zehnten Spiel gegen Slowenien unbesiegt und zieht ungeschlagen in die Zwischenrunde ein. Dies war das erste Mal seit 1930, dass Deutschland die ersten drei Spiele einer Eishockeyweltmeisterschaft gewinnen konnte.