Dessau wirbt nicht umsonst mit dem Slogan "Bauhaus.Elbe.Gartenreich". Neben den Parkanlagen ist die Stadt vor allem für das berühmte Bauhausgebäude nach Entwürfen von Walter Gropius bekannt. Es entstand 1925/26 und zählt heute ebenso zum UNESCO-Welterbe wie die Meisterhäuser, eine kleine Siedlung, in der unter anderem die Künstler Wassily Kandinsky und Paul Klee wohnten.

Stadtrundgänge und Führungen zu den Sehenswürdigkeiten werden bei der Touristen-Information, zum Beispiel am Bahnhof, angeboten. Für Radwanderer besonders interessant: Es gibt auch eine geführte Fahrradtour, die die wichtigsten Bauwerke verbindet. Per Rad sind ebenfalls die Gärten in Dessau schnell erreicht: Das Luisium, das Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau für seine Gattin Luise erbauen ließ, liegt im Nordosten der Stadt. Kurz nach Überqueren der Jagdbrücke in Dessau ist eine entsprechende Abzweigung zum Luisium auf dem Elberadweg ausgeschildert. Im Nordwesten befindet sich das Georgium, ein weitläufiger Landschaftsgarten, dessen Schloss die Anhaltische Gemäldegalerie beherbergt.

Dessau - Wörlitz, etwa 14 Kilometer

Beim Verlassen Dessaus führt der Elberadweg durch parkähnliche Landschaften in gut 14 Kilometern zwangsläufig nach Wörlitz. Vorbei an Vockerode geht es direkt zu den Wörlitzer Parkanlagen. Gegenüber der Rousseau-Insel befinden sich Rad-Boxen, in denen die Räder samt Gepäck eingeschlossen werden können. Ein Befahren des Parks per Rad ist nicht erwünscht. Für einen Blick auf die großartige Anlage, die zum UNESCO-Welterbe gehört, sollte der Besucher ein Minimum von zwei Stunden einplanen. Auch die am Eingangsbereich liegende Kirche ist einen Besuch wert. Von der Höhe des Turms bietet sich ein Rundblick über Teile des Parks und der Ortschaft Wörlitz.

Wörlitz - Wittenberg, rund 21 Kilometer

Hinter Wörlitz sind zwei Varianten der Weiterfahrt möglich. In der Länge unterscheiden sich die beiden Alternativen nicht. Zum einen besteht die Möglichkeit, über Coswig auf der nördlichen Elbseite in rund 21 Kilometern nach Wittenberg zu fahren. Mit der Fähre wird die Elbe überquert. Bei der zweiten Variante, die hier beschrieben ist, bleibt der Radler vorerst auf der südlichen Elbseite und fährt durch Felder zur Lutherstadt. In Kienberge/Pratau nimmt man beim Kreisel die dritte Abfahrt - hier sollte man unbedingt auf die Radwegbeschilderung achten - und fährt links der B2 auf einem Fahrradweg über die Brücke in die Lutherstadt hinein.

Die Zeichen des Elberadwegs leiten den Radler direkt ins Zentrum zum Rathaus. Links geht es zur Schlosskirche, die für ihr Portal, an das Luther seine 95 Thesen schlug, berühmt ist. Rechts vom Rathaus liegt das Lutherhaus, das ebenfalls besichtigt werden kann. Durch die gepflegte Innenstadt läuft ein kleiner Stadtkanal. Viele Cafés, Eisdielen und Restaurants jeglicher Couleur laden zur Rast ein. Gleich links der Schlosskirche ist die renovierte Jugendherberge gelegen, die man durch einen Torbogen erreicht.

Die nächste Etappe des Elberadwegs: Von Wittenberg nach Torgau. Die vorherige Etappe des Elberadwegs: Von Pretzien nach Dessau.

Quellen: