Elberadweg: Von Riesa nach Dresden, circa 52 Kilometer

Der Elberadweg ist sehr gut ausgeschildert - MaHa
Der Elberadweg ist sehr gut ausgeschildert - MaHa
Vorbei an Meißen, der Porzellan-Stadt, radelt man durch die sanften Hügel der Sächsischen Weinstraße bis nach Dresden, dem Höhepunkt des Elberadwegs.

Zwischen Riesa und Dresden liegt eine der schönsten Landschaften Sachsens. Entlang der Sächsischen Weinstraße fühlt sich der Radwanderer an die Mosel versetzt. An den Hängen sanfter Hügel reihen sich die Rebstöcke. Die schroffen Felswände halten die Winde ab und speichern gleichzeitig die Sonnenwärme, die der Wein zum Reifen braucht. Malerische Dörfer finden sich am Ufer der Elbe, die hier breit und ruhig verläuft, und alle Hundert Meter laden Weinstuben, Cafés und Restaurants mit Gärten zum Rasten ein.

Riesa - Seußlitz, rund 15 Kilometer

Um die Fahrt durch das Industriegebiet in Nünchritz zu vermeiden, bietet es sich an, von Riesa aus auf der rechten Elbseite (mit Blickrichtung nach Dresden) zu fahren. Der erste Streckenabschnitt verläuft direkt neben der Elbe unter schattigen Bäumen und ist sehr angenehm zu befahren. Später biegt der Weg wieder auf die Felder, führt durch Schänitz, Boritz und Hirschstein. Sanfte Steigungen und Abfahrten kündigen die nahe Sächsische Weinstraße bereits an.

Hinter Neuhirschstein - mit Schloss - besteht bei Niederlommatzsch die Möglichkeit, mit einer kleinen Motorfähre über die Elbe zu setzen. Der Vorteil: Bei der Ankunft in Meißen präsentiert sich von der linken Elbseite ein atemberaubender Blick auf die Albrechtsburg und die Frauenkirche. Die Fähre benötigt nur wenige Minuten, um in Seußlitz anzulegen.

Seußlitz - Meißen, circa 12 Kilometer

Mit einem Schlag ändert sich die Landschaft. Statt flacher Elbauen erheben sich jetzt auf beiden Seiten des Stromes Hügel und Felswände. Imposante Abbrüche liegen am Weg. Schlängelte sich dieser im Norden oft kilometerlang durch Felder und Wiesen mit nur vereinzelten kleinen Dörfern, reihen sich die Häuser jetzt nahezu nahtlos aneinander. Der Radler befindet sich auf der Sächsischen Weinstraße. Vorbei an Nieschütz, Kleinzadel und Zadel rollt es sich wie von selbst. Die "Karpfenschänke" im gleichnamigen Ort ist zur Einkehr zu empfehlen: Hier speist man gut und bezahlt wenig. Nur einige Kilometer weiter fällt der Blick zum ersten Mal auf Meißen - und lässt einen nicht wieder los.

Meißen - Dresden, etwa 25 Kilometer

Die Albrechtsburg und das Porzellan - diese zwei Markenzeichen machen Meißen bis heute berühmt. Wer Zeit hat, sollte eine Übernachtung einplanen, zumindest aber einen Abstecher in die Altstadt über die gleichnamige Brücke unternehmen, um Meißens Sehenswürdigkeiten zu bewundern.

Danach geht es immer noch linkselbisch (mit Blickrichtung nach Dresden) weiter. Vom Häusermeer Coswigs und Radebeuls bekommt der Radler nicht viel mit: Der Radweg hält sich dicht an der Elbe mit Blick auf den breiten Strom. Einen Schlenker in den liebevoll restaurierten Dorfkern von Altkötzschenbroda in Radebeul sollte man nicht verpassen. Hier findet ein lebhaftes Treiben zwischen Kunsthandwerkerläden, Cafés und Kulturstätten statt. Etwas ab vom Weg liegt das Karl-May-Museum, das nicht nur für Kinder interessant ist. Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung nach Dresden - zum unbestrittenen Höhepunkt des Elberadwegs. Einen Besuch der Frauenkirche sollte man sich nicht entgehen lassen.

Vorherige Etappe des Elberadwegs: Von Torgau nach Riesa

Quellen:

Martina Hancke - Die gebürtige Hamburger Journalistin und Freie Autorin Martina Hancke arbeitet seit zwanzig Jahren für Zeitschriften- und ...

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