Elberadweg: Von Tangermünde nach Hohenwarthe, etwa 58 Kilometer

Das geschwungene
Das geschwungene "e" markiert den Elberadweg - MaHa
Höhepunkt der Fahrt auf dem Elberadweg nach Hohenwarthe ist das Europäische Wasserstraßenkreuz, bei dem der Mittellandkanal über die Elbe geleitet wird.

Das historische Stadtbild Tangermündes mit seinen Fachwerkhäusern und den gut erhaltenen Stadttouren und -türmen ist nahezu unverändert erhalten geblieben. Wer einen Ruhetag während der Elberadtour einlegen möchte, ist gut beraten, es hier zu tun. Gasthäuser, in denen das lokale "Kuhschwanzbier" ausgeschenkt wird, locken im Sommer mit idyllischen Innenhöfen. Auf den Türmen nisten die Störche und im Hafen dümpeln die Boote. Durch das Neustädter Tor hindurch wird die Fahrt fortgesetzt.

Tangermünde - Ringfurth, rund 25 Kilometer

Der Weg durch eine Allee scheint auch bei Joggern, Nordic Walkern und Hundebesitzern beliebt zu sein. Viel zu schnell verlässt man die schützenden Bäume und fährt wieder ins freie Feld hinaus. Dicht an der Elbe entlang führt die Route in sieben Kilometern nach Buch und von dort in etwa acht Kilometern über Schelldorf nach Grieben. Kurz hinter Grieben ist ein Rastplatz neben einer Bockwindmühle angelegt. Um Polte herum führt der Weg durch den Wald, was eine angenehme Abwechslung darstellt. Jetzt sind es nur noch rund neun Kilometern nach Ringfurth, wo eine kleine Heimatstube und eine Dorfkirche aus den 16. Jahrhundert auf den Radwanderer warten.

Ringfurth - Rogätz, cirka 17 Kilometer

Kurz hinter Ringfurth liegt Sandfurth, in dem ein Schiffsdenkmal steht. Fünf Kilometer weiter in Kehnert gibt es links der Hauptstraße einen überdachten Rastplatz, neben dem ein Storchennest auf einem Holzpfahl ruht. Die Jungstörche schauen von oben zu, wie der Radler seine Brote isst. Der Platz ist bereits 200 Meter vorher ausgewiesen. Neben der Dorfkirche von 1830 ist auch das Schloss einen Blick wert. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im Stil des deutschen Klassizismus erbaut von Langhans dem Älteren, der auch Architekt des Brandenburger Tors war. Vorbei an Bertingen geht der Weg in weitem Bogen immer auf dem Deich an der Alte Elbe entlang und führt dann nach Rogätz hinein.

Rogätz - Hohenwarthe, etwa 16 Kilometer

In Rogätz fährt eine Autofähre auf die andere Elbseite, auf der die Radtour fortgesetzt wird. Nach knapp vier Kilometern erreicht man Schartau. Von dort ist ein Abstecher zum sehenswerten Burg möglich. Mit Besichtigung von Burg stehen dann rund 14 Kilometer auf dem Tacho, wenn man in Niegripp wieder auf den eigentlichen Elberadweg trifft.

Der direkte Weg von Schartau nach Niegripp ist knapp vier Kilometer lang. Hinter Niegripp fährt man auf Spurplattenwegen in angegebenen viereinhalb Kilometern zur Schleuse Niegripp. Nach kurzem Weg durch den Wald erreicht man die Doppelschleuse Hohenwarthe. Sie verbindet den Mittellandkanal mit dem Elbe-Havel-Kanal. Von hier ist es nicht mehr weit bis Hohenwarthe.

Direkt am Europäischen Wasserstraßenkreuz, an dem der Mittellandkanal in einer Trogbrücke über die Elbe geleitet wird, lädt das schöne Landhotel "Zur Trogbrücke" zur Übernachtung ein. Man könnte von hier aus natürlich auch bis Magdeburg weiter fahren. Dann stünden am Ende 74 Kilometer auf dem Tacho. Wer mit Kindern unterwegs ist, hält die Etappen lieber kürzer. Wer mehr Zeit für die Besichtigung Magdeburgs haben möchte, der sollte weiterfahren.

Quellen: Vor-Ort-Recherche, Elberadweg-Infos

Martina Hancke - Die gebürtige Hamburger Journalistin und Freie Autorin Martina Hancke arbeitet seit zwanzig Jahren für Zeitschriften- und ...

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