In Wien werden in den nächsten Jahren 18 neue Ganztagsschulen und elf Kindergärten gebaut und damit insgesamt elf neue Campus-Standorte. Von der Stadt Wien ( http://www.wien.gv.at/ ) werden dafür 700 Millionen Euro dafür investiert.

Alle Prognosen weisen auf steigende Schülerzahlen hin, außerdem schaffen neue Wohnbauten eine steigende Nachfrage nach Campus-Standorten, was den Bau von Schulen und Kindergärten erforderlich macht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch auf Kinder mit Behinderungen gelegt.

Bis 2022 entstehen 255 neue Klassen

Konkret sollen bis zum Jahr 2022 insgesamt elf neue Volksschulen, drei Hauptschulen und vier sonderpädagogische Zentren entstehen. Weiters werden elf neue Kindergärten für insgesamt 119 Gruppen gebaut. Die Standorte, die großteils in Form eines Campus´ realisiert werden, richten sich nach der prognostizierten Bevölkerungs- und Stadtentwicklung. Im Fokus dabei sind die Regionen über der Donau. Namentlich sind dies die Teilbezirke aus dem 22. Gemeindebezirk Donaustadt ( http://www.donaustadt.at/ ), Stadlau, Jedlesee, Kagran und ein Teil im 21. Gemeindebezirk Floridsdorf ( http://www.floridsdorf.net/ ), Stammersdorf, sowie am Nordbahnhof und im Süden bzw. Westen Wiens - die sind die Bezirke Liesing (23.) http://www.liesing.at/ und Favoriten (10. Bezirk) http://www.wien.gv.at/bezirke/favoriten/. Genauer werden die Standorte in Atzgersdorf (23. Bezirk), Innerfavoriten (10. Bezirk), Gasometer (3. Bezirk) und Wien-West sein. Bereits vor einiger Zeit fixiert wurden die Standorte auf den Aspanggründen, am Hauptbahnbahnhof und in der Seestadt Aspern

Kinder mit Behinderungen

Um Kindern mit Behinderungen ein optimales Umfeld zu bieten, werden erstmals an vier Camput - Standorten (Aspern, Nordbahnhof, Gasometer, West-West) auch neue sonderpädagogische Zentren mit insgesamt 36 Klassen entstehen. Es sollen eine Begegnung aller Kinder, egal ob mit oder ohne Behinderung - durch die gemeinsame Nutzung der vielseitigen Infrastruktur ermöglichen.

Sieben neue Ganztagsschulen ab Herbst 2012

Weitergeführt wird inzwischen auch die Umstellung bestehender Schulen auf Ganztagsschulen. Ab Herbst 2012 wird es in der Kolonitzgasse in Wien im 3. Bezirk ( http://www.vskolo.at/ ) , in der Florian-Hedorfer-Straße im 11. Bezirk ( http://www.schulen.wien.at/schulen/911072/ ), in der Diesterweggasse im 14. Bezirk ( http://www.schulen.wien.at/schulen/914011/ ), in der Wichtelgasse im 17. Bezirk ( http://www.wichtelgasse.at/ ), in der Mannagettagasse im 19. Bezirk ( http://cms.vs-mannagettagasse.at/ ), am Campus Donaufeld Nord im 21. Bezirk ( http://www.hanslechner.at/projekte/382/ausstellung/ ) und am Brioschiweg im 22. Bezirk ( http://www.brioschiweg.at/schule/ ) neue Ganztagsvolksschulen geben. Damit hat Wien ab Herbst 36 Ganztagsvolksschulen und drei Ganztags-AHS-Standorte.

Laufende Großprojekte

Wien wendet aber auch für bereits laufende Projekte hohe Summen auf. In den Campus Donaufeld Nord und die neue Berufsschule Embelgasse ( http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/oeffentliche-bauten/schulbauten/embelgasse.html ) fließen insgesamt rund 42 Millionen Euro. In die bereits eröffneten Campus-Standorte Monte Laa und Gertrude-Fröhlich-Sandner wurden in den letzten Jahren rund 74 Millionen Euro investiert. Ab Herbst 2012 startet der Bildungscamput Donaufeld Nord in Wien-Floridsdorf (21. Bezirk). Hier entstehen eine 13-klassige Ganztagsvolksschule und ein 9-gruppiger Kindergarten. Mit diesem Campus wird der zusätzliche Bedarf an Kinderbetreuungs- und Volksschulplätzen abgedeckt werden, der sich durch die Besiedlung der neuen Wohngebiete im Bereich Donaufeld Nord ergibt. Die Investionen betragen rund 25 Millionen Euro. In der Embelgasse in Wien-Margareten (5. Bezirk) fällt im Herbst 2012 der Startschuss für den Bau einer neuen Berufsschule. Die ersten Lehrlinge werden mit Beginn des Schuljahres 2014/ 15 hier ein und aus gehen. Für dieses Projekt sind 17 Millionen Euro veranschlagt.

Erweiterungen, Zubauten, Sanierungen

Auch bei den bereits bestehenden Schulbauten ist die Stadt Wien nicht untätig. So wird etwas das Gebäude des ehemaligen Pädagogischen Instituts in der Burggasse ( http://www.pi-wien.at/ ) umfassend saniert und in eine 11-klassige polytechnische Schule umgebaut. Die Kosten dafür belaufen sich auf 4,5 Millionen Euro.

In Schulsanierungen werden bis zum Jahr 2017 insgesamt 570 Millionen Euro an 242 Standorten investiert. Die Stadt Wien unterstützt dabei die Bezirke mit einer Sonderförderung von 40 Prozent. 2012 sind insgesamt 143 Projekte mit derzeit 54,5 Millionen Euro veranschlagt. Diese Maßnahmen sind auch ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Wien, da von den Sanierungsaufträgen vor allem klein- und mittelständische Unternehmen profitieren.

Quelle:

"LIVE" - TV-Programm-Zeitschrift - 4.5.2012 - Thema "Schule"