Elisabeth I. lebte im 16. und 17. Jahrhundert und war die zweite Tochter von Heinrich VIII. und seiner zweiten Frau Anne Boleyn, die später, des Eehebruchs angeklagt, hingerichtet wurde. Elisabeth I. galt als scharfsinnig und betrieb eine kluge Außenpolitik, dennoch kam sie nicht um den Krieg gegen Phillip II. von Spanien herum, der ihr allerdings auch nicht schadete, sondern im Gegenteil die britische Flotte zu einer der größten in ganz Europa machte.
Kindheit und Jugend
Geboren wurde die britische Prinzessin am 7. September 1533 in Greenwich und verbrachte dort viele Jahre unter der Aufsicht von Katherine Parr, der sechsten Ehefrau Heinrichs VIII., und Thomas Seymor. Letzterer wollte sie heiraten, nachdem Katherine Parr starb, doch Elisabeth wies ihn ab und verbrachte so die Jahre bis zu ihrem 25. Lebensjahr als Jungfrau. Da sie das Resultat einer, nach katholischem Sinne, unrechtmäßigen Ehe war, zudem eine Tochter und dann auch noch Protestantin, standen ihre Aussichten auf den britischen Thron schlecht, zumal ihre ältere Halbschwester Mary diesen für sich beanspruchte und nicht auf ihn verzichten wollte. Da Heinrich doch noch einen Sohn bekam, wurde dieser der erste in der Thronfolge, doch er starb in jungen Jahren, sodass Mary zum Zuge kam. Sie war streng katholisch und ließ Elisabeth in den Tower sperren und stellte sie später unter Hausarrest, da sie sie der Ketzerei anklagte, dies aber nie belegen konnte.
Regierungszeit
Gekrönt wurde die junge Prinzessin am 15. Januar 1558, nachdem Mary an Krebs starb. Diese hatte zuvor den spanischen König Phillip II. geheiratet, doch das Parlament sprach ihm seinen Anspruch auf den Thron nicht zu, sondern setzte Elisabeth, als nächste Verwandte von Mary, ein. Phillip II. warb zwar auch um Elisabeth, doch diese wies ihn ab, was ihn Jahre später in den Krieg mit ihr trieb. Elisabeth kam zu einer unruhigen Zeit an die Macht, das Volk war zerissen von religiösen und politischen Kämpfen und sowohl Schottland als auch Spanien hatten ein Auge auf den anglikanischen Thron geworfen, der zusätzlich durch absolut leere Staatskassen in Gefahr war. Doch Elisabeth regierte klug, sie versuchte überall Frieden zu halten und hörte auf die klugen Ratschläge ihrer Berater, besonders William Cecil war ihr dahingehend zugetan. Sie akzeptierte beide Kirchen in ihrem Reich, wurde aber, aufgrund ihres eigenen Glaubens, vom Paps texkommuniziert. Sie brachte ihrem Land und ihrem Volk Wohlstand und Frieden, was es ihr auch weitestgehend dankte.
Ihre starke Außen- und Innenpolitik machten es möglich, dass sie 1588 militärisch in der Lage war, die spanische Armada zu schlagen und ihrem Land damit zu einem wirtschaftlichen, politischen und sozialen Aufschwung verhalf.
Die jungfräuliche Königin
Dass sie sich an erster Stelle als Königin und nicht als Frau sah und deswegen nie heiratete, nahm ihr das englische Volk oft übel, doch Elisabeth gab Zeit ihres Lebens nicht nach. Sie hatte viele Verehrer, viele aus hohem Adel und ihre Berater drängten sie dazu, einem nachzugeben, um einen Erben für den Thron zur Welt zur bringen. Dennoch heiratete Elisabeth nie, ihr Erbe trat letztendlich ein schottischer Verwandter, James I, an. Sie hatte viele Verehrer, darunter ihren Jugendfreund Robert Dudley, doch es ist nicht bekannt, ob sie ihm jemals nachgab, oder ob sie tatsächlich als Jungfrau starb. Viele Gerüchte ranken sich um die große britische Königin, doch was wahr ist und was nicht, wird von viele verschiedenen Quellen belegt und auch wieder widerlegt, sodass sie wohl immer Gerüchte bleiben werden.
Quelle
- Biografie Elisabeths I.
